{"id":167009,"date":"2026-02-18T08:59:25","date_gmt":"2026-02-18T07:59:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=167009"},"modified":"2026-02-18T08:59:27","modified_gmt":"2026-02-18T07:59:27","slug":"nachhaltigkeit-bei-hausaerzten-gut-fuer-umwelt-und-gesundheit","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/nachhaltigkeit-bei-hausaerzten-gut-fuer-umwelt-und-gesundheit\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit bei Haus\u00e4rzten: Gut f\u00fcr Umwelt und Gesundheit"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck. Hausarztpraxen sind oft erste Anlaufstellen, wenn es um Gesundheit geht. Ein Projekt der <a href=\"https:\/\/www.uni-frankfurt.de\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt\/M.<\/a> soll daf\u00fcr sorgen, dass zunehmend auch der Umweltschutz von niedergelassenen Medizinerinnen und Medizinern praktiziert wird. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat das Vorhaben mit rund 125.000 Euro gef\u00f6rdert: Entstanden ist ein digitaler Leitfaden mit einfach umsetzbaren, kosteng\u00fcnstigen und umweltschonenden Ma\u00dfnahmen f\u00fcr nachhaltige Hausarztpraxen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hausarztpraxen als klimaschonende Vorreiter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland ist das Gesundheitssystem laut einem <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/resource\/blob\/975228\/2335770\/edb0e80a6e073200e9184a3528e68c98\/2025-02-19-stellungnahme-expertinnenrat-data.pdf?download=1\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Expert*innenrat der Bundesregierung<\/a> f\u00fcr etwa f\u00fcnf Prozent beziehungsweise knapp 35 Millionen Tonnen klimasch\u00e4dlicher Emissionen verantwortlich. Um Nachhaltigkeit in diesem System zu f\u00f6rdern, k\u00f6nnen Hausarztpraxen laut DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde <\/strong>zu klimaschonenden Vorreitern werden. \u201eGerade weil es im Gesundheitssystem Handlungsbedarf gibt, liegt darin zugleich ein gro\u00dfes Potenzial, den Treibhausgasaussto\u00df zu minimieren und so f\u00fcr mehr Umweltschutz zu sorgen\u201c, so der DBU-Generalsekret\u00e4r. Damit die Verantwortlichen die richtigen Stellschrauben im Praxisalltag drehen k\u00f6nnen, haben Forschende der Uni Frankfurt ein digitales Toolkit f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit in Arztpraxen erstellt. Das Team um <a href=\"https:\/\/www.allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de\/122428659\/Friedmacher__Catriona\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dr. Catriona Friedmacher<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.allgemeinmedizin.uni-frankfurt.de\/101063237\/Lemke__Dorothea\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dr. Dorothea Lemke<\/a> hat Handlungsempfehlungen auf Basis systematischer Literaturrecherchen erstellt. \u201eAu\u00dferdem hat viel medizinische Expertise f\u00fcr Alltagstauglichkeit des Leitfadens gesorgt \u201c, so Friedmacher.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weniger Medikamentenverbrauch bei gleicher Patientengesundheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Leitfaden umfasst nun 13 Themenbereiche mit 132 individuell umsetzbaren Handlungsempfehlungen f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit im Praxisalltag \u2013 zusammengefasst und aufgearbeitet auf einer <a href=\"https:\/\/www.napra.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">kostenlosen Internetseite<\/a>. Au\u00dferdem erfolgte laut Friedmacher eine Einsch\u00e4tzung des jeweiligen Einsparpotenzials von klimasch\u00e4dlichem Kohlendoxid (CO2). Die Frankfurter Forscherin weiter: \u201eJe nach Situation entstehen 60 bis 90 Prozent der CO2-Emissionen einer Hausarztpraxis in der Pharmakotherapie \u2013 also durch die Verschreibung von Medikamenten\u201c, so Friedmacher. Dies beziehe sich haupts\u00e4chlich auf Produktion und Lieferketten der Arzneimittel. Hier sind Friedmacher zufolge f\u00fcr die Praxen der zielgerichtete Einsatz von Medikamenten, eine evidenzbasierte Verschreibungspraxis und eine regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung der Dauertherapie wichtige Hebel f\u00fcr CO2-Einsparungen. Das Ziel: \u201eDurch den rationalen Einsatz von Pharmakotherapie nicht nur den CO2-Fu\u00dfabdruck der Praxis zu senken, sondern auch die Qualit\u00e4t und Sicherheit der Versorgung zu erh\u00f6hen\u201c, so Friedmacher. Als Beispiel hierf\u00fcr nennt der zust\u00e4ndige DBU-Referent Dr. Alexander <strong>Bittner <\/strong>Asthma-Medikamente: \u201eDie klassischen Inhalatoren funktionieren mit Treibgas. Es gibt aber unter anderem auch Pulverinhalatoren, die sowohl bei der Herstellung als auch bei der Anwendung deutlich weniger klimasch\u00e4dliche Emissionen verursachen und gleichzeitig genauso wirksam sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1281\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-420711927-stockphotopro-stockadobe-com-1920x1281.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-167057\" style=\"aspect-ratio:1.4988940451923494;width:469px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-420711927-stockphotopro-stockadobe-com-1920x1281.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-420711927-stockphotopro-stockadobe-com-800x534.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-420711927-stockphotopro-stockadobe-com-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Digitaler Leitfaden:<\/strong> Forschende der Uni Frankfurt haben Empfehlungen entwickelt, damit Praxen neben der Gesundheit auch mehr Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag ber\u00fccksichtigen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert das Projekt mit rund 125.000 Euro.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Toolkit nicht nur f\u00fcr Arztpraxen interessant<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch beim Energiebedarf einer Praxis oder einem intelligenten B\u00fcromanagement lassen sich Lemke zufolge Emissionen einsparen: \u201eSchon kleine Ma\u00dfnahmen wie die Installation energiesparender Beleuchtung, die Vermeidung von \u00dcberbestellungen bei B\u00fcroartikeln und die effiziente Nutzung digitaler Unterst\u00fctzung k\u00f6nnen viel bewegen.\u201c Lemke weiter: \u201eBei Aspekten dieser Art k\u00f6nnen die Handlungsempfehlungen auch abseits von Arztpraxen allgemeine Inspirationen f\u00fcr einen nachhaltigen B\u00fcroalltag sein.\u201c Weitere Nachhaltigkeits-Kategorien seien unter anderem medizinische Verbrauchsmaterialien, das Finanz- und Qualit\u00e4ts-Management, die Mobilit\u00e4t, die effiziente Digitalisierung, die Vermeidung von \u00dcberversorgung, das Geb\u00e4ude- und Grundst\u00fccksmanagement und der Wasserverbrauch. Viele Handlungsempfehlungen auf der Internetseite wurden laut Lemke ebenfalls mit einer \u00fcbersichtlichen Einsch\u00e4tzung ihrer Umsetzbarkeit im Praxisalltag und ihres CO2-Einsparpotentials versehen: \u201eSo k\u00f6nnen Verantwortliche und Engagierte schnell und \u00fcbersichtlich die besten Ans\u00e4tze f\u00fcr ihre nachhaltige Praxis erhalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Toolkit soll neue Anreize f\u00fcr Forschung liefern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine gro\u00dfe Herausforderung: \u201eBislang wurden die wissenschaftlichen Arbeiten und Studien zu dem Thema selten systematisch recherchiert. W\u00e4hrend unsere Forschungsarbeit haben wir mehr als 7.000 Quellen durchgearbeitet\u201c, so Lemke. Letztendlich seien 103 Publikationen in das Toolkit eingeflossen. \u201eDas Projekt hat aufgezeigt, dass es in diesem f\u00fcr viele Menschen allt\u00e4glichen Bereich der haus\u00e4rztlichen Versorgung noch zu wenige konkrete, valide Daten zum CO2-Verbrauch von \u00e4rztlichen Praxen sowie den daraus resultierenden Einsparm\u00f6glichkeiten gibt\u201c, so Lemke. Ihre Hoffnung: dass das Toolkit Anreize f\u00fcr neue Forschungen und hierauf aufbauend f\u00fcr wirksame Praxisl\u00f6sungen in dem Bereich bietet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen&nbsp;(<strong>AZ <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38786-01\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38786-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">38786\/01<\/a><\/strong>):<\/strong>&nbsp;Dr. Catriona Friedmacher, Tel.: +49 69 63014155<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-44314184-6622-40c8-9ed4-cdf0ae1e6dcf' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-44314184-6622-40c8-9ed4-cdf0ae1e6dcf' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=PN2TrVm3%2FiCyuInUVPZ1AsnkgsteofALhl%2Bth%2FA59Gvh9neBqzwgdQxG0Du9Nw8y'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Dr. Catriona Friedmacher<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\/M.<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-44314184-6622-40c8-9ed4-cdf0ae1e6dcf' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2026-pm-014-2026-nachhaltigkeit-arztpraxen.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU f\u00f6rdert digitales Toolkit f\u00fcr umweltschonende Praxen<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":167057,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2477,62,2531,64,51,52],"class_list":["post-167009","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-deutschland","tag-hessen","tag-nachhaltigkeit","tag-niedersachsen","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/167009","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/167009\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":167069,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/167009\/revisions\/167069"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/167057"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=167009"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=167009"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=167009"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}