{"id":159895,"date":"2025-12-11T10:14:59","date_gmt":"2025-12-11T09:14:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=159895"},"modified":"2025-12-11T14:15:32","modified_gmt":"2025-12-11T13:15:32","slug":"klimaschonende-milchkuhhaltung-ein-gewinn-fuer-umwelt-und-betriebe","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/klimaschonende-milchkuhhaltung-ein-gewinn-fuer-umwelt-und-betriebe\/","title":{"rendered":"Klimaschonende Milchkuhhaltung: ein Gewinn f\u00fcr Umwelt und Betriebe"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck. Mit einem neuen kompakten Leitfaden gibt die <a href=\"https:\/\/www.lfl.bayern.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bayerische Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (LfL)<\/a> Betrieben mit Milchkuhhaltung wertvolle Tipps, um klimasch\u00e4dliche Treibhausgase (THG) wie Methan und Lachgas zu reduzieren \u2013 mit geringem Mehraufwand und ohne wesentliche Mehrkosten. Zugleich wird so strikteren Vorgaben zum THG-Aussto\u00df Rechnung getragen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat das Projekt mit rund 281.000 Euro gef\u00f6rdert. Nun steht der Leitfaden kostenfrei bereit: <a href=\"https:\/\/www.lfl.bayern.de\/iba\/agrarstruktur\/390179\/index.php\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.lfl.bayern.de\/iba\/agrarstruktur\/390179\/index.php<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umbau zur klimaschonenden Landwirtschaft muss finanzierbar bleiben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Anteil der Landwirtschaft an in Deutschland ausgesto\u00dfenen, klimasch\u00e4dlichen Treibhausgasen betr\u00e4gt laut <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/land-forstwirtschaft\/beitrag-der-landwirtschaft-zu-den-treibhausgas#treibhausgas-emissionen-aus-der-landwirtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltbundesamt<\/a> 8,2 Prozent. Das entspricht 53,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2)-\u00c4quivalenten. Den Gro\u00dfteil davon nehmen Methan, haupts\u00e4chlich aus der Tierhaltung (62,1 Prozent), sowie Lachgas meist aus mineralischen und organischen D\u00fcngern (33,4 Prozent) ein. DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>: \u201eWir brauchen betriebsindividuelle L\u00f6sungen zur Reduktion der hohen Treibhausgas-Emissionen. Allerdings m\u00fcssen die Betriebe diese Ver\u00e4nderungen auch finanziell stemmen k\u00f6nnen.\u201c Genau dies ist Ziel des von der DBU gef\u00f6rderten LfL-Forschungsprojekts: Forschende haben seit 2021 einen Leitfaden zur Verbesserung der Treibhausgas-Bilanz von Milchkuh-Betrieben entwickelt. Projektbearbeiterin Diana <strong>Schneider<\/strong>: \u201eNeben der Senkung klimasch\u00e4dlicher Emissionen nimmt der Leitfaden auch Wechselwirkungen mit anderen Nachhaltigkeitsaspekten wie Nahrungskonkurrenz und Fl\u00e4chennutzung in den Blick.\u201c Auch eine \u00f6konomische Bewertung sei f\u00fcr alle Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt worden. Die daf\u00fcr notwendigen Modellierungen wurden Schneider zufolge mit dem Klimarechner der LfL durchgef\u00fchrt: Dem LfL Klima-Check.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1013\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-372033408-stockmediaseller-stockadobe-com-1920x1013.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-159898\" style=\"width:516px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-372033408-stockmediaseller-stockadobe-com-1920x1013.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-372033408-stockmediaseller-stockadobe-com-800x422.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-372033408-stockmediaseller-stockadobe-com-400x211.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Emissionen senken<\/strong>: Ein neuer Leitfaden der Bayerischen Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (LfL) zeigt zehn Ans\u00e4tze auf, um klimasch\u00e4dliche Treibhausgase in der Milchkuhhaltung zu reduzieren \u2013 leicht umzusetzen und f\u00fcr die Betriebe finanzierbar. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert das Forschungsprojekt mit 281.000 Euro.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Neun Ans\u00e4tze zur Reduktion von Treibhausgasen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt 30 Landwirtschaftsbetriebe hat das Projekt laut Schneider untersucht \u2013 14 im \u00d6stlichen H\u00fcgelland Schleswig-Holsteins und 16 im Berchtesgadener Land in Bayern. Kooperationspartner waren die <a href=\"https:\/\/www.uni-kiel.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Universit\u00e4t Kiel<\/a>, die <a href=\"https:\/\/bergbauernmilch.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.lksh.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein<\/a>. Schneider: \u201eAus den Erkenntnissen sind neun Ans\u00e4tze entstanden, wie Milchproduzenten ihre Treibhausgas-Emissionen reduzieren k\u00f6nnen.\u201c Dabei ist Schneider wichtig, dass \u201edie Ergebnisse keine Detailanleitung f\u00fcr alle deutschen Betriebe sind \u2013 daf\u00fcr ist die Branche viel zu divers\u201c. Stattdessen diene der Leitfaden als Denkansto\u00df f\u00fcr die Landwirtschaft sowie f\u00fcr Beraterinnen und Berater. \u201eMit den Fachleuten muss schlie\u00dflich die beste L\u00f6sung f\u00fcr jeden Betrieb erarbeitet werden\u201c, so Schneider.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Intelligenter Einsatz von Ressourcen spart Geld, sch\u00fctzt das Klima und h\u00e4lt die Tiere gesund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine der wichtigsten Erkenntnisse: \u201eWer Ressourcen intelligent einsetzt, spart selbst bei gleichbleibendem Ertrag Geld und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz\u201c, sagt Schneider. Dies beziehe sich auf viele im Leitfaden detailliert ausgearbeitete Aspekte. Unter anderem kann Schneider zufolge eine Verl\u00e4ngerung der Nutzungsdauer angestrebt werden. Dadurch sinken die Emissionen aus der Bestandserg\u00e4nzung, denn die Kuh bleibt l\u00e4nger produktiv, gesund und es m\u00fcssen weniger Kalbinnen \u2013 also junge, weibliche K\u00fche ohne ersten Nachwuchs \u2013 aufgezogen werden. \u201eEin anderer Ansatz ist beispielsweise die Optimierung des Erstkalbealters, denn die Tiere treten eher in ihre produktive Phase ein. Dadurch sinken Emissionen und auch Kosten in der Jungviehaufzucht. Solche Synergieeffekte seien Gegenstand der Projektforschung gewesen, so Schneider.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verl\u00e4ngerte Weidezeit, weniger Emissionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim Anbau von eigenem Futter k\u00f6nnen Milchkuhbetriebe laut Schneider \u00dcberd\u00fcngung vermeiden, was wiederum Ressourcen spart und das Ausgasen von Lachgas reduziert. \u201eEin weiterer Synergieeffekt kann durch eine verl\u00e4ngerte Weidezeit erreicht werden, denn durch die Kot-Harntrennung auf der Weide wird weniger Ammoniak gebildet. Dieses ist zwar selbst nicht klimasch\u00e4dlich, kann sich aber in das sehr klimasch\u00e4dliche Lachgas umwandeln.\u201c Auch die Anpassung der F\u00fctterung, beispielsweise durch die Nutzung von Reststoffen aus der Lebensmittelindustrie wie Biertreber, kann Schneider zufolge die Treibhausgasemissionen senken: \u201eDenn durch die Rest- und Abfallstoffe entstehen kaum zus\u00e4tzliche Emissionen.\u201c Die Betriebe m\u00fcssten dann jeweils die individuell besten L\u00f6sungen f\u00fcr ihren Standort finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sp\u00fcrbarer Sinneswandel innerhalb der Branche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit Beginn des Projekts stellt Schneider \u201eeinen sp\u00fcrbaren Wandel beim Interesse der Branche an der Treibhausgas-Reduktion\u201c fest. Anfangs h\u00e4tten nur wenige Betriebe, Beratungsstellen und Molkereien die Entwicklungen verfolgt. Kurz vor Abschluss des Leitfadens sei das Interesse jedoch stark gewachsen. \u201eDa konnten wir uns vor Anfragen kaum retten\u201c, sagt Schneider. Aus ihrer Sicht ein klares Indiz f\u00fcr den Sinneswandel der Branche. Die Betriebe h\u00e4tten \u201edie Chancen einer Umstellung auf eine Milchproduktion mit geringeren Treibhausgasen erkannt \u2013 und suchen nach umsetzbaren, praktischen L\u00f6sungen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen&nbsp;(AZ&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/36093-01\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/36093-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">36093\/01<\/a>):<\/strong>&nbsp;Diana Schneider, Tel.: +49 08161 8640 1464<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-642b7453-6145-4fbb-8c56-3f595d48ce4b' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-642b7453-6145-4fbb-8c56-3f595d48ce4b' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=ojALiSdQTXc8fZPjewumwwHmixqeeovyaek8mnYapM8%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Diana Schneider<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-642b7453-6145-4fbb-8c56-3f595d48ce4b' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.lfl.bayern.de\/iba\/agrarstruktur\/390179\/index.php' target='_blank'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-link'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Neuer Leitfaden<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>der Bayerischen Landesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft (LfL)<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-642b7453-6145-4fbb-8c56-3f595d48ce4b' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-141-2025-lfl-leitfaden-milchkuhhaltung-2.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leitfaden f\u00fcr Landwirtschaft \u2013 Ziel: weniger Treibhausgase<\/p>\n","protected":false},"author":30,"featured_media":159920,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[57,2477,47,2422,49,64,51,52],"class_list":["post-159895","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-bayern","tag-deutschland","tag-klimaschutz","tag-landnutzung","tag-landwirtschaft","tag-niedersachsen","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/159895","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/30"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/159895\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":159965,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/159895\/revisions\/159965"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/159920"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=159895"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=159895"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=159895"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}