{"id":158864,"date":"2025-11-14T08:59:04","date_gmt":"2025-11-14T07:59:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=158864"},"modified":"2025-11-14T08:59:05","modified_gmt":"2025-11-14T07:59:05","slug":"schwer-verwertbare-papierfasern-wieder-nutzbar-machen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/schwer-verwertbare-papierfasern-wieder-nutzbar-machen\/","title":{"rendered":"Schwer verwertbare Papierfasern wieder nutzbar machen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-trockenzerfaserung-geraet-fiber-rec-gmbh-1920x1080.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-158921\" style=\"width:407px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-trockenzerfaserung-geraet-fiber-rec-gmbh-1920x1080.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-trockenzerfaserung-geraet-fiber-rec-gmbh-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-trockenzerfaserung-geraet-fiber-rec-gmbh-400x225.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die aus den Reststoffen gewonnenen Trockenfasern finden sowohl in der Papierindustrie als auch als D\u00e4mmstoffe, L\u00e4rmschutzw\u00e4nde oder Verpackungen Wiederverwendung. Die Entwicklung der Technikumsanlage (Bild) f\u00f6rderte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Osnabr\u00fcck\/M\u00fcnchen. Getr\u00e4nkepappbecher, Verpackungspapiere und Tapeten geh\u00f6ren bisher nicht in die Altpapiertonne. Denn herk\u00f6mmliche Recycling-Nassprozesse k\u00f6nnen sie nicht aufl\u00f6sen. Mit F\u00f6rderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat ein Projektkonsortium sowohl ein innovatives Trockenzerfaserungs-Verfahren als auch eine digitale Rohstoffplattform entwickelt, die bislang ungenutzte Faserquellen erfasst und f\u00fcr den Wiedereinsatz in der Industrie vorbereitet. Die DBU will damit einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zum Klimaschutz leisten und f\u00f6rderte mit rund 640.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erfolgsstory im Umweltschutz: Papierrecycling und Steigerung der Altpapierquote<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Erfolgsstory im Umweltschutz ist das Papierrecycling: Laut <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/ressourcen-abfall\/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten\/altpapier#vom-papier-zum-altpapier\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltbundesamt<\/a> (UBA) setzte die Papierindustrie im Jahr 1990 knapp 49 Prozent Altpapier ein, 2015 bereits 74 Prozent und im Jahr 2023 rund 83 Prozent. Diese Steigerung senkte den Holz-, Wasser- und Energieverbrauch pro Tonne Papier. Jedoch l\u00e4sst sich die hohe Altpapiereinsatzquote laut UBA kaum noch erh\u00f6hen. Denn es gibt enorm widerstandsf\u00e4hige Papier- und Kartonprodukte, die aufgrund ihrer Anforderungen nassfest ausger\u00fcstet oder stark beschichtet sind. \u00dcber den herk\u00f6mmlichen Prozess der Nasszerfaserung lassen sie sich entweder nicht aufl\u00f6sen oder nur mit Hilfe eines hohen Energie- und Chemikalieneinsatzes. Ein Forschungskonsortium wollte sich damit nicht zufriedengeben. Mit DBU-F\u00f6rderung entwickelte es ein ganz neues Verfahren, mit dem die Wiederverwertung schwer zerfaserbarer Papiere m\u00f6glich gemacht wird: die Trockenzerfaserung. \u201eDas Vorhaben zeigt, dass sich mit innovativer Technologie selbst komplizierte Materialien effizient verarbeiten lassen \u2013 und das mit deutlichen Einsparungen bei klimasch\u00e4dlichen Kohlendioxid(CO<sub>2<\/sub>)-Emissionen und beim Ressourcenverbrauch\u201c, sagt DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-fasern-servietten-fiber-rec-gmbh-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-158945\" style=\"width:387px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-fasern-servietten-fiber-rec-gmbh-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-fasern-servietten-fiber-rec-gmbh-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-fasern-servietten-fiber-rec-gmbh-400x267.jpg 400w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-fasern-servietten-fiber-rec-gmbh.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Servietten m\u00fcssen Feuchtigkeit standhalten. Durch die innovative Trockenzerfaserung lassen sie sich dennoch zerkleinern (Bild: rote Serviettenfasern). Der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef\u00f6rderte Prozess spart im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen Recyclingverfahren Energie und Wasser bei deutlich verringertem CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Verlust von zwei Millionen Tonnen Sekund\u00e4rfasern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bisher geh\u00f6rten zum Ausschuss im Zuge des Papierrecyclings etwa Flaschen-Etiketten, Futtermittels\u00e4cke, Dekorpapier und Zellhandt\u00fccher. \u201eSie alle haben die Anforderung, dass sie bei N\u00e4sse und Feuchtigkeit stabil bleiben m\u00fcssen\u201c, sagt Projektleiter Dr. Tilo <strong>Gailat<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Firma <a href=\"https:\/\/fiber-rec.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">fiber-rec<\/a> mit Sitz in M\u00fcnchen. Das macht ihm zufolge ein Aufl\u00f6sen durch nasse Zersetzungsverfahren kaum m\u00f6glich. Gailat: \u201eDadurch haben wir im Altpapierkreislauf einen j\u00e4hrlichen Verlust von zwei Millionen Tonnen Sekund\u00e4rfasern.\u201c Mit DBU-F\u00f6rderung ist fiber-rec dieses Problem gemeinsam mit der Firma <a href=\"https:\/\/www.gotic.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gotic<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/ing\/maschinenwesen\/int\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Institut f\u00fcr Naturstofftechnik<\/a> der Technischen Universit\u00e4t Dresden angegangen \u2013 mit Erfolg und zus\u00e4tzlichen Vorteilen. \u201eDer Prozess der Trockenzerfaserung spart im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen Recyclingverfahren Energie und Wasser bei deutlich verringertem CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df\u201c, so Gailat. Mehr noch: Die aus den Reststoffen gewonnenen Trockenfasern finden nach seinen Worten sowohl in der Papierindustrie als auch als D\u00e4mmstoffe, L\u00e4rmschutzw\u00e4nde oder Verpackungen Wiederverwendung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Digitale Rohstoffplattform soll Kreisl\u00e4ufe effizient schlie\u00dfen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einem Folge-Projekt entstand schlie\u00dflich die Entwicklung einer digitalen Rohstoffplattform, die schwer recycelbare Materialien erfasst, analysiert und passende Einsatzm\u00f6glichkeiten vorschl\u00e4gt. Diese Plattform richtet sich an mit Erzeugung, Verarbeitung, Entsorgung und industrieller Nutzung besch\u00e4ftigte Unternehmen und soll helfen, Kreisl\u00e4ufe effizient zu schlie\u00dfen. Gailat: \u201eDie Plattform baut auf einer umfassenden Datenbank auf, in der Fasern systematisch bewertet werden \u2013 vom Zustand der Ausgangsstoffe \u00fcber Optionen der Verarbeitung bis hin zur Qualit\u00e4t des wiedergewonnenen Faserstoffs.\u201c Beim Plattformprojekt hat die Firma <a href=\"https:\/\/www.rohprog.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ROHPROG<\/a> mit Sitz in M\u00fcnchen mitgearbeitet, die jetzt auch Gesellschafterin bei fiber-rec ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Testbetrieb: 50 Tonnen Trockenfasern erfolgreich aufbereitet und industriell eingesetzt <\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1507\" height=\"1261\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-fotolia-43317412-m-christian-maurer-fotoliacom.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-158916\" style=\"width:398px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-fotolia-43317412-m-christian-maurer-fotoliacom.jpg 1507w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-fotolia-43317412-m-christian-maurer-fotoliacom-800x669.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-fotolia-43317412-m-christian-maurer-fotoliacom-400x335.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1507px) 100vw, 1507px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Recycling von Altpapier ist eine Erfolgsgeschichte in Deutschland. Dennoch gibt es einen j\u00e4hrlichen Verlust von zwei Millionen Tonnen Sekund\u00e4rfasern. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rderte zwei Projekte, welche die Wiederverwertung schwer zerfaserbarer Papiere erm\u00f6glichen und die Altpapierquote steigern sollen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Testbetrieb konnten bereits mehr als 50 Tonnen Trockenfasern aus nicht klassisch recycelbaren Quellen erfolgreich aufbereitet und industriell eingesetzt werden \u2013 unter anderem in Papiermaschinenversuchen. Gailat: \u201eDie CO<sub>2<\/sub>-Einsparungen sind signifikant, insbesondere wenn aufbereitete Fasern Prim\u00e4rrohstoffe ersetzen.\u201c Zudem wurde ein Aufbereitungszentrum eingerichtet, um die Prozesse zu simulieren und erste Kundenmuster bereitzustellen. DBU-Fachreferent Dr. Michael <strong>Schwake<\/strong>: \u201eDas Potenzial ist gr\u00f6\u00dfer als zun\u00e4chst angenommen \u2013 etwa bei Fasern aus Pflanzenresten oder Spezialpapieren, die meist verbrannt oder deponiert werden.\u201c Das Vorhaben zeige, wie durch neue Technologien und digitale Systeme nachhaltige Stoffkreisl\u00e4ufe f\u00fcr Naturfasern wie Cellulose aufgebaut werden k\u00f6nnen \u2013 \u201eein wichtiger Schritt f\u00fcr die Bio\u00f6konomie, Ressourcenschonung und den Klimaschutz\u201c, so Schwake.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen\u00a0(AZ\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/37826-01\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/37826-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">37826\/01<\/a>, AZ <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35223-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">35223\/01<\/a>):<\/strong>\u00a0Dr. Tilo Gailat, Tel.: +49 89 130161200<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-09784570-4941-4a7c-b54c-eb5bb3d190b1' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-09784570-4941-4a7c-b54c-eb5bb3d190b1' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=56%2Ben0gtaly8bqNtM%2BL6krZB1z%2FHNFNUo2vqjhfRyKM%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Dr. Tilo Gailat<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>fiber-rec GmbH<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-09784570-4941-4a7c-b54c-eb5bb3d190b1' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-133-2025-altpapier-az-37826.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Plattform f\u00fcr Rohstoffkreisl\u00e4ufe geht in den Testbetrieb<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":158959,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[57,2436,2477,51,53],"class_list":["post-158864","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-bayern","tag-circular-economy","tag-deutschland","tag-ressourcenschonung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"1","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/158864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/158864\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":159054,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/158864\/revisions\/159054"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/158959"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=158864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=158864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=158864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}