{"id":153354,"date":"2025-09-26T09:08:37","date_gmt":"2025-09-26T07:08:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=153354"},"modified":"2025-09-26T09:08:38","modified_gmt":"2025-09-26T07:08:38","slug":"artenreichtum-im-und-am-wasser-lebendige-fluesse-fuer-niedersachsen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/artenreichtum-im-und-am-wasser-lebendige-fluesse-fuer-niedersachsen\/","title":{"rendered":"Artenreichtum im und am Wasser: Lebendige Fl\u00fcsse f\u00fcr Niedersachsen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1800\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-collage-gewaesserrand-buermann-wiesner-bund.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-153631\" style=\"width:486px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-collage-gewaesserrand-buermann-wiesner-bund.jpg 1800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-collage-gewaesserrand-buermann-wiesner-bund-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-collage-gewaesserrand-buermann-wiesner-bund-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>R\u00fcckkehr der ersten Pflanzen: <\/strong>Im November 2024 wurden die Randstreifen der Fulde bes\u00e4ht (rechts). Im Mai 2025 kehrten die ersten Wasserpflanzen und Gr\u00e4ser ans Ufer zur\u00fcck (links). Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat ein entsprechendes Projekt des BUND gef\u00f6rdert.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Osnabr\u00fcck. Fl\u00fcsse sind Hauptschlagadern f\u00fcr eine gesunde, lebendige Umwelt. Sie verbinden zahlreiche Lebensr\u00e4ume miteinander und spielen au\u00dferdem eine Rolle bei der Trinkwasserversorgung. Deshalb veranstalten die Vereinten Nationen (UN) \u00fcbermorgen (Sonntag, 28. September) den <a href=\"https:\/\/worldriversday.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Internationalen Tag der Fl\u00fcsse<\/a>. Damit Fl\u00fcsse in Deutschland m\u00f6glichst gesund und sauber sind, hat der <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)<\/a> in Niedersachsen ein Modellprojekt f\u00fcr die Revitalisierung von Gew\u00e4sserr\u00e4ndern ins Leben gerufen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert das Vorhaben, inklusive Vorstudie, mit insgesamt rund 340.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Flie\u00dfgew\u00e4sser unersetzlich f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Grundwassers<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eFl\u00fcsse sind essenziell f\u00fcr einen erfolgreichen Schutz der Umwelt\u201c, sagt DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>. \u201eB\u00e4che, Fl\u00fcsse und Kan\u00e4le vernetzen unterschiedliche Biotope und Lebensr\u00e4ume miteinander\u201c, so Bonde. Au\u00dferdem seien sie Heimat f\u00fcr viele, teils seltene Tier- und Pflanzenarten. Auch f\u00fcr den Gesamtwasserhaushalt, die Qualit\u00e4t des Grundwassers und somit f\u00fcr eine stabile Trinkwasserversorgung sind Bonde zufolge gesunde Flie\u00dfgew\u00e4sser unersetzlich. Doch laut <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/wasser\/fliessgewaesser\/oekologischer-zustand-der-fliessgewaesser#okologischer-zustand-der-flusse-und-bache\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltbundesamt<\/a> waren 2022 deutschlandweit nur etwa acht Prozent der Flie\u00dfgew\u00e4sser in einem guten oder sehr guten Zustand \u2013 gemessen an der <a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/themen\/wasser-und-binnengewaesser\/gewaesserschutzpolitik\/deutschland\/umsetzung-der-wrrl-in-deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wasserrahmenrichtlinie<\/a> der Europ\u00e4ischen Union (EU). In Niedersachsen wurde 2020 zwischen Landesregierung, Naturschutzverb\u00e4nden und Akteuren aus der Landwirtschaft der <a href=\"https:\/\/www.niedersachsen.de\/niedersaechsischer-weg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eNieders\u00e4chsischen Weg\u201c<\/a> vereinbart \u2013 eine Kooperation zum Schutz der Fl\u00fcsse im Landesgebiet. Laut dem BUND-Referenten f\u00fcr Gew\u00e4sserpolitik Manuel <strong>Nerhoff <\/strong>geht das von der DBU gef\u00f6rderte Projekt einen Schritt weiter: \u201eWir wollen die \u00f6kologische Qualit\u00e4t der heimischen Flie\u00dfgew\u00e4sser verbessern. Durch die Aufwertung von Gew\u00e4sserrandstreifen k\u00f6nnen wir die Artenvielfalt und die Biotopvernetzung vor Ort st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Revitalisierungsma\u00dfnahmen an Fulde, Grove und Harle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In dem von Nerhoff erw\u00e4hnten Vorhaben geht es unter anderem um Revitalisierungsma\u00dfnahmen an der Fulde, einem Quellfluss der Weser sowie der Grove im Landkreis Cuxhaven und der Harle in Ostfriesland. In einer ebenfalls seitens der DBU gef\u00f6rderten Vorstudie zu diesem Projektvorhaben gab es zun\u00e4chst eine Bestandsaufnahme \u00fcber Herausforderungen und Erwartungen mit Beteiligten wie regionalen Umwelt- und Unterhaltungsverb\u00e4nden, Kommunen und Grundbesitzern, vor allem von landwirtschaftlichen Betrieben. DBU-Referent Dr. Volker <strong>Wachend\u00f6rfer<\/strong>: \u201eEine angestrebte Ma\u00dfnahme ist die Verbreiterung der Gew\u00e4sserrandstreifen als Lebensr\u00e4ume und Beispiele zur St\u00e4rkung der Biotopvernetzung \u2013 im Idealfall bis zu 30 Metern.\u201c Das ist die Fl\u00e4che an einem Ufer, die nicht anderweitig genutzt wird. In diesem Bereich sollen Wachend\u00f6rfer zufolge weder Pflanzenschutzmittel noch D\u00fcnger verwendet werden. Angestrebt sei die Reduzierung des ungeregelten Zustroms an Sedimenten, Schad- und N\u00e4hrstoffen in die Fl\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-601158522-oliver-hlavaty-stockadobe-com-1920x1280.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-153623\" style=\"width:425px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-601158522-oliver-hlavaty-stockadobe-com-1920x1280.jpeg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-601158522-oliver-hlavaty-stockadobe-com-800x533.jpeg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-601158522-oliver-hlavaty-stockadobe-com-400x267.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Fl\u00fcsse verbinden: <\/strong>Gesunde Fl\u00fcsse sind unverzichtbar f\u00fcr Artenvielfalt und Trinkwasserversorgung. Der BUND will mit F\u00f6rderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Qualit\u00e4t heimischer Flie\u00dfgew\u00e4sser durch die Aufwertung von Gew\u00e4sserrandstreifen verbessern.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Einfache Ma\u00dfnahmen, gro\u00dfe Wirkung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Solche Ma\u00dfnahmen haben einen gro\u00dfen Effekt: \u201eWenn man den Eintrag von Schadstoffen reduziert, erholen sich die Lebensr\u00e4ume in und an den Fl\u00fcssen wieder\u201c, so Wachend\u00f6rfer. Das Anpflanzen von Geh\u00f6lzen wie Erlen oder Weiden sowie Bl\u00fchstreifen oder Ackerbrachen unterst\u00fctzen nach seinen Worten solche Prozesse. Wachend\u00f6rfer: \u201eDavon profitieren neben Fischen und anderen Wasserbewohnern vor allem Insekten am Rande der Fl\u00fcsse.\u201c Die Steigerung der Biodiversit\u00e4t n\u00fctzt laut Nerhoff auch den Fl\u00e4chenbesitzern: \u201eInsekten sorgen f\u00fcr Best\u00e4ubung von Kulturpflanzen und langfristig f\u00fcr eine gesunde Landwirtschaft.\u201c Dazu Nerhoff: \u201eDie Interessen von Naturschutz, Politik und Landwirtschaft liegen oft gar nicht so weit auseinander.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Modellprojekt soll f\u00fcr anderen Regionen in Deutschland \u00fcbertragbar sein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Genau da setzt das auf Freiwilligkeit basierende Projekt an: \u201eWir wollen Bewusstsein schaffen f\u00fcr eine \u00f6kologische Bewirtschaftung \u2013 besonders in der N\u00e4he von Gew\u00e4ssern. Dazu haben wir einen Dialogprozess zwischen allen Beteiligten vor Ort ins Leben gerufen\u201c, sagt Nerhoff. Daher solle das Modellprojekt gleich doppelt f\u00fcr andere Regionen in Deutschland \u00fcbertragbar sein. Erstens \u201ewerden die bestm\u00f6glichen Techniken zur Revitalisierung untersucht\u201c, so Nerhoff. Zweitens erarbeite der BUND durch die Erfahrungen aus dem Projekt optimale Ans\u00e4tze f\u00fcr die gemeinsame Entwicklung solcher Konzepte von Naturschutz und Landnutzung. Nerhoff: \u201eDie aktive Zusammenarbeit, insbesondere mit den Landwirtinnen und Landwirten sowie mit Verb\u00e4nden wie dem <a href=\"https:\/\/landvolk.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Landvolk Niedersachsen<\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.lwk-niedersachsen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Landwirtschaftskammer<\/a>, war immer ausgewogen. Ihre fachliche Expertise ist bei der Umsetzung der Ma\u00dfnahmen entscheidend. Bei allen Beteiligten gibt es einen Willen f\u00fcr Ver\u00e4nderungen.\u201c Aus seiner Sicht ebenfalls wichtig: \u201eWir erfahren viel von Problemen der Menschen beim Umsetzen solcher Umweltschutzma\u00dfnahmen. Oftmals fehlen planungssichere Anreize oder die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden sind f\u00fcr viele Betriebe zu hoch.\u201c Die Ergebnisse des Projekts werden laut Nerhoff als Handlungsempfehlungen der nieders\u00e4chsischen Landesregierung zur Verf\u00fcgung gestellt. Regional angepasst k\u00f6nne das Gesamtkonzept dann landes- oder sogar bundesweit eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen&nbsp;(AZ&nbsp;<strong><a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38986-01\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38986-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">38986\/01<\/a><\/strong><\/strong>)<strong>:<\/strong>&nbsp;Manuel Nerhof, Tel.: +49 511 9656975 <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-0f442f37-e9a4-4b39-bbd7-177d5d068d67' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-0f442f37-e9a4-4b39-bbd7-177d5d068d67' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=fzZShMRGUBB7qywI%2Bma3%2BU2Q4KpiXELQ4aCmh%2B1ZjAs%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Manuel Nerhoff<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-0f442f37-e9a4-4b39-bbd7-177d5d068d67' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-123-2025-tag-der-fluesse.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU f\u00f6rdert Revitalisierung von drei Modellgew\u00e4ssern<\/p>\n","protected":false},"author":30,"featured_media":153623,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2477,64,52,2423,3172],"class_list":["post-153354","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-deutschland","tag-niedersachsen","tag-umweltforschung","tag-umweltkommunikation","tag-wasser-gewaesser"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/153354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/30"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/153354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":154006,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/153354\/revisions\/154006"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/153623"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}