{"id":153282,"date":"2025-09-11T09:05:00","date_gmt":"2025-09-11T07:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=153282"},"modified":"2025-09-18T08:56:28","modified_gmt":"2025-09-18T06:56:28","slug":"wie-moorschutz-und-dachbegruenung-fuer-besseres-stadtklima-sorgen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/wie-moorschutz-und-dachbegruenung-fuer-besseres-stadtklima-sorgen\/","title":{"rendered":"Wie Moorschutz und Dachbegr\u00fcnung f\u00fcr besseres Stadtklima sorgen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck. Gr\u00fcnd\u00e4cher sind Oasen f\u00fcr Insekten und kleine Tiere in dicht bebauten urbanen Zentren. Doch N\u00e4hrbodenplatten auf dem Dach bestehen zumeist aus mineralischen Rohstoffen. Diese Materialien sind endlich. Deshalb hat das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 125.000 Euro gef\u00f6rderte <a href=\"https:\/\/www.planterial.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.planterial.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Startup \u201ePlanterial\u201c<\/a> eine neuartige Bodenplatte mit nachwachsenden Rohstoffen aus wiedervern\u00e4sstem Moor mit doppelter Wirkung f\u00fcr den Klimaschutz entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1536\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-gruender-planterial-gmbh-1920x1536.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-153461\" style=\"width:401px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-gruender-planterial-gmbh-1920x1536.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-gruender-planterial-gmbh-800x640.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-gruender-planterial-gmbh-400x320.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Dachbegr\u00fcnung aus erneuerbaren Rohstoffen: <\/strong>Die drei Gr\u00fcnder Hannes Stuhr, Mika Siponen und Claudius von Thaler (von links) forschen seit 2020 daran, eine Alternative zur herk\u00f6mmlichen Dachbegr\u00fcnung zu finden.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Dachbegr\u00fcnung mit positiver Umweltbilanz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Moor-Wiedervern\u00e4ssung dient laut DBU dem Klimaschutz, der Biodiversit\u00e4t und der Regulierung des Wasserhaushalts gleicherma\u00dfen. \u201eDas Startup zeigt, wie nachwachsende Rohstoffe von wiedervern\u00e4ssten Mooren als \u00f6kologisch innovative Baustoffe technisch und wirtschaftlich realisierbar sind\u201c, so DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>. Die drei Gr\u00fcnder des Kieler Startups Hannes <strong>Stuhr<\/strong>, Mika <strong>Siponen <\/strong>und Claudius <strong>von Thaler<\/strong> forschen seit 2020 daran, eine nachhaltigere Alternative zu herk\u00f6mmlichen N\u00e4hrbodenplatten f\u00fcr die extensive Dachbegr\u00fcnung zu erarbeiten. Es handelt sich um Dachbegr\u00fcnung aus einer d\u00fcnnen N\u00e4hrbodenplatte. Das Startup entwickelte schlie\u00dflich das \u201ePaluboard\u201c aus einer Paludi-Biomasse. Als Paludi-Biomasse bezeichnet man erneuerbare Rohstoffe, die auf wiedervern\u00e4ssten Moorfl\u00e4chen gezielt zur Ertragssteigerung der landwirtschaftlichen Betriebe angebaut werden, beispielsweise aus Schilf. Bei der Verarbeitung der Rohstoffe wird auf Emissionsreduzierung geachtet: \u201eDas Paluboard wird mit geringem Energieeinsatz durch ein Hei\u00dfpressverfahren unter Einsatz eines pflanzlichen, vollst\u00e4ndig biologisch-abbaubaren Bindemittels hergestellt\u201c, erl\u00e4utert Stuhr. \u201eEs k\u00f6nnten auch andere nachwachsende Materialien f\u00fcr die Herstellung des Paluboards verwendet werden, vorzugsweise landwirtschaftliche Reststoffe\u201c, so Stuhr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verbesserung des Stadtklimas und Schutz vor Klimarisiken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm urbanen Raum adressiert das Paluboard zentrale Herausforderungen des Schwammstadt-Prinzips\u201c, sagt DBU-Fachreferentin Sabine <strong>Djahanschah<\/strong>. Das sei ein Konzept der nachhaltigen Stadtentwicklung. Djahanschah: \u201eZiel dabei ist, durch geeignete Stadt- und Quartierplanung so viel Regenwasser wie m\u00f6glich aufzunehmen und bei Bedarf wieder freizugeben.\u201c Die Speicherkapazit\u00e4t des Paluboards von 20 bis 26 Litern Wasser pro Quadratmeter diene dazu, Regenwasser lokal zur\u00fcckzuhalten, die Verdunstungsk\u00fchlung zu erh\u00f6hen und \u00dcberflutungen durch Starkregen zu mindern. Zudem verbessere es das Mikroklima durch Verdunstungseffekte und unterst\u00fctze die Biodiversit\u00e4t auf den Geb\u00e4uden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1566\" height=\"1044\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-paluboard-planterial-gmbh.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-153463\" style=\"width:411px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-paluboard-planterial-gmbh.jpg 1566w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-paluboard-planterial-gmbh-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-paluboard-planterial-gmbh-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1566px) 100vw, 1566px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Das Paluboard <\/strong>ist durch sein geringes Gewicht auch geeignet f\u00fcr H\u00e4user, deren Statik konventionelle N\u00e4hrbodenplatten nicht zul\u00e4sst.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die F\u00f6rderung der Wiedervern\u00e4ssung von Mooren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Verwendung der Paludi-Biomasse f\u00fcr die Dachbegr\u00fcnung dient dem Klimaschutz nach den Worten von Stuhr in zweifacher Hinsicht: \u201eWir wollen die Wiedervern\u00e4ssung von Mooren mit Klimaanpassungen in St\u00e4dten verbinden.\u201c Djahanschah erg\u00e4nzt: \u201eMoore bedecken lediglich drei Prozent der globalen Landfl\u00e4che, speichern aber 30 Prozent des Kohlenstoffs auf der Erde. Werden sie trockengelegt \u2013 etwa f\u00fcr die konventionelle Landwirtschaft \u2013 entweichen klimasch\u00e4dliche Emissionen in Form von Kohlendioxid (CO\u2082) und Methan. In Deutschland setzen entw\u00e4sserte Moore gut sieben Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen frei. Die Wiedervern\u00e4ssung von Mooren ist also eine der effektivsten Klimaschutzma\u00dfnahmen.\u201c Planterial verwendet Paludi-Kulturen aus Wiedervern\u00e4ssungsprogrammen f\u00fcr die N\u00e4hrb\u00f6den, wie zum Beispiel aus der <a href=\"https:\/\/www.klimafarm.stiftungsland.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.klimafarm.stiftungsland.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Klimafarm Schleswig-Holstein<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dachbegr\u00fcnung zug\u00e4nglicher gestalten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig sei, so Stuhr, dass unterschiedliche H\u00e4user von der Begr\u00fcnung profitieren, was das gesamte Stadtklima deutlich verbessere. Stuhr weiter: \u201eDas Paluboard wiegt im trockenen Zustand sechs Kilogramm pro Quadratmeter. Es ist im Vergleich zu vielen anderen N\u00e4hrbodenplatten besonders leicht.\u201c Somit sei es auch f\u00fcr H\u00e4user geeignet, deren Statik eine schwerere N\u00e4hrbodenplatte nicht zulasse. \u201eUnser Ziel ist eine \u00f6kologisch herausragende und einfach zu verlegende Dachbegr\u00fcnung\u201c, sagt der Startup-Mitgr\u00fcnder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Green Startup-F\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Green Startup-F\u00f6rderung unterst\u00fctzt die DBU junge Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder, die auf innovative und wirtschaftlich tragf\u00e4hige Weise L\u00f6sungen f\u00fcr Umwelt, \u00d6kologie und Nachhaltigkeit entwickeln. Mehr Informationen gibt es unter <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/foerderung\/green-start-up\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/foerderung\/green-start-up\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dbu.de\/startup<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen (AZ <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35509-41\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">35509\/41<\/a>):<\/strong> Hannes Stuhr, Tel. +49 1577 7580650<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-f3f6835d-d00b-457e-98fb-6c67d3e035df' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-f3f6835d-d00b-457e-98fb-6c67d3e035df' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=HIvIjMyvMatpcMZtNKupsGEZg%2FY3JoFa7p8aknqpQw0%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hannes Stuhr<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Planterial GmbH<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-f3f6835d-d00b-457e-98fb-6c67d3e035df' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-119-2025-startup-planterial.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU f\u00f6rdert Startup Planterial aus Kiel mit 125.000 Euro<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":153463,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2477,47,413,51,70,55,53,3172],"class_list":["post-153282","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-deutschland","tag-klimaschutz","tag-moor","tag-ressourcenschonung","tag-schleswig-holstein","tag-start-up","tag-umwelttechnik","tag-wasser-gewaesser"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"0","dbu_submenu":"0","dbu_submenu_position":"middel","dbu_submenu_entry":[{"dbu_submenu_entry_link_size":"normal","dbu_submenu_entry_link_weight":"big"}],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/153282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/153282\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":153840,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/153282\/revisions\/153840"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/153463"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}