{"id":143226,"date":"2025-07-15T13:41:24","date_gmt":"2025-07-15T11:41:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=143226"},"modified":"2025-07-15T13:41:25","modified_gmt":"2025-07-15T11:41:25","slug":"renaturierung-soll-der-ems-wieder-leben-einhauchen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/renaturierung-soll-der-ems-wieder-leben-einhauchen\/","title":{"rendered":"Renaturierung soll der Ems wieder Leben einhauchen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-tidepolder-coldemuentje-moritz-juelich-dbu-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-143313\" style=\"width:402px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-tidepolder-coldemuentje-moritz-juelich-dbu-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-tidepolder-coldemuentje-moritz-juelich-dbu-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-tidepolder-coldemuentje-moritz-juelich-dbu-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Artenschutz auf 35 Hektar: <\/strong>der von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) konzipierte Tidepolder bei Coldem\u00fcntje an der Unterems (Bild). Gef\u00e4hrdete Tier- und Pflanzenarten, die in der Ems ansonsten nicht mehr \u00fcberleben k\u00f6nnten, erhalten so neuen Lebensraum.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Osnabr\u00fcck. Die Unterems ist eine wichtige Wasserstra\u00dfe in Deutschland. Doch besonders der Flussabschnitt ab Papenburg bis in die Nordsee hat durch Begradigungen und Ausbaggerungen in den vergangenen Jahrzehnten mit vielen \u00f6kologischen Problemen zu k\u00e4mpfen. Der einstige Artenreichtum des Flusses ist Geschichte. Daher hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zusammen mit der Umweltorganisation <a href=\"https:\/\/www.wwf.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>World Wide Fund for Nature Deutschland (WWF)<\/em><\/a> und anderen Umweltverb\u00e4nden das Projekt \u201ePerspektive Lebendige Unterems\u201c gef\u00f6rdert. Das entwickelte Renaturierungskonzept lieferte Vorschl\u00e4ge zur Verbesserung der \u00f6kologischen Situation an der Unterems, wie den Bau von Tidepoldern als zentrale Ma\u00dfnahme. Innerhalb des vom Land Niedersachsen finanzierten <a href=\"https:\/\/www.masterplan-ems.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eMasterplan Ems 2050\u201c<\/a> entstand jetzt der erste Tidepolder in Coldem\u00fcntje.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eIm Sommer sind Teile der Unterems durch die hohen Schwebstoffanteile biologisch quasi tot\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf und an der Ems konkurrieren verschiedene Interessen miteinander \u2013 von Wirtschaft \u00fcber Schifffahrt und Landwirtschaft bis hin zu den Anliegen von Anwohnenden und Umweltschutz. DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>: \u201eF\u00fcr einen langfristigen Gew\u00e4sser- und Naturschutz m\u00fcssen alle Beteiligten an Bord geholt werden.\u201c Die Renaturierungsma\u00dfnahmen an der Unterems seien daf\u00fcr ein gutes Beispiel. Sie basieren auf mehreren seit 2010 von der DBU gef\u00f6rderten WWF-Projekten in Kooperation mit dem <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bund.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland<\/a> (BUND) und dem <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nabu.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Naturschutzbund Deutschland<\/a> (NABU). Warum dies n\u00f6tig war, erkl\u00e4rt DBU-Referent Dr. Volker <strong>Wachend\u00f6rfer<\/strong>: \u201eDie Unterems wurde immer mehr ausgebaut und vertieft \u2013 insbesondere, weil gro\u00dfe Kreuzfahrtschiffe den Fluss zur Nordsee passieren.\u201c Die Folgen: Gerade im Sommer verschlicken die Unterems und ihre Nebenfl\u00fcsse zusehends, der Salzgehalt steigt deutlich. Wachend\u00f6rfer weiter: \u201eVor einigen Jahrzehnten z\u00e4hlte der M\u00fcndungsbereich der Unterems noch zu den deutschen Flussbiotopen mit der h\u00f6chsten Biodiversit\u00e4t. Heute sind Teile der Wasserstra\u00dfe durch die hohen Schwebstoffanteile besonders im Sommer biologisch quasi tot.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-ems-renaturierung-moritz-juelich-dbu-1-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-143315\" style=\"width:451px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-ems-renaturierung-moritz-juelich-dbu-1-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-ems-renaturierung-moritz-juelich-dbu-1-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-ems-renaturierung-moritz-juelich-dbu-1-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Vorbildprojekt f\u00fcr Biodiversit\u00e4t: <\/strong>Gemeinsam mit dem World Wide Fund for Nature Deutschland und dem Land Niedersachsen besuchte ein Team der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) um Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde (zweiter von links) den Tidepolder Coldem\u00fcntje \u2013 ein von der DBU gef\u00f6rdertes Projekt zum Arten- und Lebensraumschutz an der Unterems.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Tidepolder in Coldem\u00fcntje: 35 Hektar gro\u00dfer Lebensraum f\u00fcr Pflanzen und Tiere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um diesen rapiden Schwund der Artenvielfalt aufzuhalten und umzukehren, hat die DBU gemeinsam mit dem WWF mehrere Forschungsprojekte gef\u00f6rdert. Dort entwickelte Renaturierungsma\u00dfnahmen fanden zum Teil Eingang in den Masterplan Ems 2050. Ein wichtiges Beispiel, so der DBU-Experte: Der <a href=\"https:\/\/www.westoverledingen.de\/tourismus\/natur\/tidepolder-coldemuentje\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tidepolder in Coldem\u00fcntje<\/a>. Dabei handelt es sich Wachend\u00f6rfer zufolge um einen rund 35&nbsp;Hektar gro\u00dfen Lebensraum, der wieder an Ebbe und Flut angeschlossen wurde und in dem sich heute die stark gef\u00e4hrdeten, standorttypischen Lebensr\u00e4ume wie S\u00fc\u00df- und Brackwasserwatt in Verbindung mit Tider\u00f6hrichten und wasserf\u00fchrenden Prielen entwickeln k\u00f6nnen. Hinter dem Emsdeich und in einer im 20. Jahrhundert zugesch\u00fctteten Schleife des Flusses gelegen, sei das Areal w\u00e4hrend der DBU-F\u00f6rderung konzipiert und k\u00fcrzlich fertiggestellt worden. Die naturschutzfachliche und wasserbauliche Planung des Polders sowie der Bau oblagen dem <a href=\"https:\/\/www.nlwkn.niedersachsen.de\/startseite\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nlwkn.niedersachsen.de\/startseite\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nieders\u00e4chsischen Landesbetrieb f\u00fcr Wasserwirtschaft, K\u00fcsten- und Naturschutz<\/a> (NLWKN) und wurden im Rahmen des Masterplans Ems 2050 vom Land Niedersachsen finanziert. Wachend\u00f6rfer: \u201eEs handelt sich hierbei um eine erste wichtige Ma\u00dfnahme, um der Unterems wieder mehr Raum f\u00fcr den Schutz und die Entwicklung seltener Lebensr\u00e4ume sowie Pflanzen- und Tierarten zu geben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DBU-Projekt gibt Ansto\u00df f\u00fcr gro\u00dfe Renaturierungspl\u00e4ne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Tidepolder Coldem\u00fcntje ist Teil eines gr\u00f6\u00dferen Projekts zur Renaturierung \u2013 dem <a href=\"https:\/\/www.masterplan-ems.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Masterplan Ems 2050<\/a>, dessen zehnj\u00e4hriges Bestehen vor Kurzem gefeiert wurde. Beatrice <strong>Claus<\/strong>, Leiterin \u00c4stuarschutz beim WWF: \u201eDurch das DBU-Projekt und in der Folge unter anderem den Tidepolder Coldem\u00fcntje konnten die Umweltverb\u00e4nde naturschutzfachlich fundierte Renaturierungsma\u00dfnahmen in der Region vorschlagen.\u201c Damit die Artenvielfalt an der Ems nicht weiter schwindet, soll der Masterplan Ems bis 2050 auf 500 Hektar Biotope wie in Coldem\u00fcntje schaffen und gleichzeitig die \u00f6konomische Infrastruktur des Ems-Raums sichern. Unterzeichnet haben den Masterplan Ems 2050 neben WWF unter anderem die nieders\u00e4chsische Landesregierung, die Bundeswasserstra\u00dfenverwaltung, die Meyer Werft, die Landkreise Leer und Emsland, die Stadt Emden, der BUND und der NABU \u2013 ein \u201eBeispiel f\u00fcr die Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Interessensgruppen\u201c, so Bonde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neues DBU-F\u00f6rderthema f\u00fcr den Schutz der Meere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dem Schutz von Lebensr\u00e4umen und Artenvielfalt soll k\u00fcnftig auch der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/foerderung\/projektfoerderung\/foerderthemen\/meeresnaturschutzfonds\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/foerderung\/projektfoerderung\/foerderthemen\/meeresnaturschutzfonds\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Meeresnaturschutzfonds<\/a> als neuer F\u00f6rderbereich dienen. Unterst\u00fctzt werden in Zukunft Vorhaben zum Erhalt von Biodiversit\u00e4t in Nord- und Ostsee, aber auch zum Beispiel in Flussregionen. F\u00f6rderf\u00e4hig sind zudem innovative und naturvertr\u00e4gliche Entwicklungen der Offshore-Windenergie.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen&nbsp;(AZ&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/28289-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">28289\/01<\/a>, AZ <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/33307-01\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/33307-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">33307\/01<\/a>)<\/strong>: Beatrice Claus, Tel.: +49 40 530200 319<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-f8d2387e-4a22-403d-87bf-ccf5b7697a52' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-f8d2387e-4a22-403d-87bf-ccf5b7697a52' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=qHgtFhdz836ynhYqpIcPjryuMsj6DmMGOQYG83eaEQ0%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Beatrice Claus<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>WWF<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-f8d2387e-4a22-403d-87bf-ccf5b7697a52' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-087-2025-ems-renaturierung-1.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU-Projekt f\u00fcr mehr Artenvielfalt \u2013 Tidepolder Coldem\u00fcntje<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":143315,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[47,50,64,52],"class_list":["post-143226","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-klimaschutz","tag-naturschutz","tag-niedersachsen","tag-umweltforschung"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/143226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/143226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":143317,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/143226\/revisions\/143317"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/143315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=143226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=143226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=143226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}