{"id":142799,"date":"2025-07-03T09:00:00","date_gmt":"2025-07-03T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=142799"},"modified":"2025-07-03T11:25:49","modified_gmt":"2025-07-03T09:25:49","slug":"haferdrinks-aus-dem-muensterland-mutmacher-fuer-landwirte","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/haferdrinks-aus-dem-muensterland-mutmacher-fuer-landwirte\/","title":{"rendered":"Haferdrinks aus dem M\u00fcnsterland: Mutmacher f\u00fcr Landwirte"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck. Der Markt f\u00fcr Milchalternativen in Deutschland w\u00e4chst weiter an. Laut <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1356202\/umfrage\/pro-kopf-absatz-milchersatzprodukte\/\">Statistik-Portal Statista<\/a><a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1356202\/umfrage\/pro-kopf-absatz-milchersatzprodukte\/\"><\/a> ist der Pro-Kopf-Absatz von Ersatzprodukten aus Hafer, Mandeln und Soja in Deutschland betr\u00e4chtlich gestiegen: von 1,66 Kilogramm 2018 auf nunmehr 4,94 Kilogramm im Jahr 2024. Das Manko: Landwirte in Deutschland profitieren kaum davon, denn viele Rohstoffe oder gar das gesamte Endprodukt werden importiert. Das <a href=\"https:\/\/www.aehrenbrueder.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Startup <em>\u00c4hrenbr\u00fcder<\/em><\/a> aus Telgte will dies \u00e4ndern \u2013 mit eigenen, \u00f6kologisch produzierten Haferdrinks und einem Netzwerk aus Landwirtinnen und Landwirten in ganz Deutschland. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert Idee und Startup mit 125.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-aehrenbrueder-gruender-aehrenbrueder-gmbh-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-142818\" style=\"width:387px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-aehrenbrueder-gruender-aehrenbrueder-gmbh-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-aehrenbrueder-gruender-aehrenbrueder-gmbh-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-aehrenbrueder-gruender-aehrenbrueder-gmbh-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Startup: <\/strong>Die drei <em>\u00c4hrenbr\u00fcder<\/em>-Gr\u00fcnder Henning, Stefan und Lucas Fockenbrock (von links) sind Geschwister und blicken mit ihrem Hof in Telgte bereits auf eine jahrhundertealte Familientradition zur\u00fcck. Mit ihrem Startup produzieren sie nun Haferdrinks \u2013 regional und in Bio-Qualit\u00e4t.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Drei Br\u00fcder verbinden neue Gesch\u00e4ftsidee mit jahrhundertealter Tradition<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Landwirtschaft steht vor einer grundlegenden Transformation\u201c, so DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>. Die Branche m\u00fcsse f\u00fcr die Folgen des Klimawandels gewappnet werden. Bonde weiter: \u201eWir brauchen innovative L\u00f6sungen und Vorbilder \u2013 um eine ressourcenschonende, \u00f6kologisch vertr\u00e4gliche Landwirtschaft nach vorne zu bringen und die Existenzen der Landwirtinnen und Landwirte zu sichern.\u201c Einen Ansatz bietet das Startup \u00c4hrenbr\u00fcder \u2013 tats\u00e4chlich eine Unternehmensgr\u00fcndung von Geschwistern: Lucas, Stefan und Henning <strong>Fockenbrock <\/strong>verbinden dabei ihre neue Gesch\u00e4ftsidee mit jahrhundertealter Tradition. Denn der Familienbetrieb in Telgte wird bereits in der 19. Generation fortgef\u00fchrt und besteht seit dem Jahr 1337. Das Startup ist nun ein neues Kapitel in der Hofgeschichte. Lucas Fockenbrock: \u201eWir wollen zur Dominanz von Importen bei Milchersatzprodukten in Deutschland Alternativen anbieten \u2013 und so den hiesigen Landwirten auch zus\u00e4tzliche M\u00e4rkte \u00f6ffnen.\u201c Fockenbrock zufolge hat das Startup mit eigenen finanziellen Mitteln deshalb mehrere Jahre verschiedene Haferdrinks in Bio-Qualit\u00e4t selbst entwickelt. Der Startup-Gr\u00fcnder weiter: \u201eDen Hafer daf\u00fcr bauen wir auf etwa zehn Hektar unserer eigenen Felder an.\u201c Zutaten seien neben dem Hafer lediglich Wasser, \u00d6l und Salz. Auf Zusatzstoffe werde bewusst verzichtet. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Ihre Produkte sind laut den Gr\u00fcndern bereits bei vielen Einzelh\u00e4ndlern im M\u00fcnsterland und dar\u00fcber hinaus im Sortiment. \u201eWir bieten lokale und \u00f6kologische Produkte f\u00fcr Menschen aus der Region an \u2013 damit sparen wir sowohl Kosten als auch Emissionen, die beim Import und Transport der Milchalternativen entstehen\u201c, so die Fockenbrock-Br\u00fcder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Startup fasst Aufbau eines deutschlandweiten Erzeugernetzwerks ins Auge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit ihrem regionalen Ansatz sehen die drei Br\u00fcder aussichtsreiche Chancen, damit b\u00e4uerliche Betriebe bundesweit viel mehr als bisher vom Trend zu alternativen Milchprodukten profitieren. Noch ist die Marktteilhabe n\u00e4mlich eher bescheiden: <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1240515\/umfrage\/export-und-import-von-pflanzendrinks-nach-deutschland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Rund 245.441 Tonnen pflanzliche Drinks<\/a> hat Deutschland im Jahr 2024 laut Statista importiert. Die Exportmenge lag im gleichen Zeitraum lediglich bei 118.103 Tonnen. Um \u00fcber das M\u00fcnsterland hinaus Milchalternativen regional zu produzieren, fassen die Fockenbrocks den Aufbau eines deutschlandweiten Erzeugernetzwerks f\u00fcr die Marke <em>\u00c4hrenbr\u00fcder <\/em>ins Auge. Lucas Fockenbrock: \u201eVoraussetzung daf\u00fcr sind die Etablierung des Standorts im M\u00fcnsterland, die weitere Marktdurchdringung in Nordrhein-Westfalen sowie eine Vergr\u00f6\u00dferung des Sortiments.\u201c Fockenbrock weiter: \u201eGemeinsam mit vielen gleichgesinnten Landwirtinnen und Landwirten k\u00f6nnen m\u00f6glichst viele Produktionsschritte in die Herkunftsregionen der Rohstoffe verlagert werden. So minimieren wir Transportkosten und -emissionen und f\u00f6rdern die heimische Landwirtschaft.\u201c Neue Produkte seien ebenfalls in der Entwicklung und Umsetzung \u2013 zum Beispiel eine besonders proteinreiche Hafermilch. Nachhaltiges Popcorn mit Mais vom familieneigenen Hof ist bereits erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-im-haferfeld-aehrenbrueder-gmbh-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-142820\" style=\"width:410px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-im-haferfeld-aehrenbrueder-gmbh-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-im-haferfeld-aehrenbrueder-gmbh-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-im-haferfeld-aehrenbrueder-gmbh-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Milchersatzprodukte aus Deutschland: <\/strong>Henning (links) und Lucas Fockenbrock vom Startup <em>\u00c4hrenbr\u00fcder<\/em> setzen auf heimischen Haferanbau wollen damit auch anderen B\u00e4uerinnen und Bauern bundesweit neue Marktchancen er\u00f6ffnen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert das Vorhaben mit 125.000 Euro.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Vermehrter Haferanbau erm\u00f6glicht vielf\u00e4ltigere Fruchtfolgen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einen zus\u00e4tzlichen Effekt sieht die zust\u00e4ndige DBU-Referentin Dr. Susanne <strong>Wiese-Willmaring<\/strong>: \u201eHafer ist in Deutschland heutzutage eine selten angebaute Nutzpflanze. Ackerbaulich bereichert der Haferanbau jedoch die Fruchtfolge &#8211; also die Abwechslung der angebauten Pflanzen von Saison zu Saison.\u201c Laut Wiese-Willmaring haben vielf\u00e4ltige Fruchtfolgen positive Auswirkungen auf Bodengesundheit und -fruchtbarkeit. Sie k\u00f6nnen den Bedarf an Pflanzenschutzma\u00dfnahmen reduzieren und kommen der Biodiversit\u00e4t in der Region zugute. Auch das Gesamtkonzept hat die Referentin \u00fcberzeugt: \u201eWir brauchen Landwirtinnen und Landwirte, die mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass eine <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/foerderung\/projektfoerderung\/foerderthemen\/nachhaltige-ernahrung-und-lebensmittelproduktion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">naturvertr\u00e4gliche Bewirtschaftung<\/a> zu den Schl\u00fcsselfaktoren f\u00fcr eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft b\u00e4uerlicher Betriebe z\u00e4hlt. F\u00fcr die Branche sind Startups wie die <em>\u00c4hrenbr\u00fcder<\/em> echte Mutmacher.\u201c Die drei Gr\u00fcnder h\u00e4tten gute Vorkenntnisse aus Agrarwissenschaft, Molkerei- und Betriebswirtschaft sowie Marketing. \u201eUnd sie kennen die Strukturen des Einzelhandels durch den famili\u00e4ren Betrieb mit Selbstvermarktung, wissen also, welche Herausforderungen dort auf sie zukommen. Dies kann entscheidend f\u00fcr den Erfolg des Startups sein\u201c, so Wiese-Willmaring.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Green Startup-F\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Green Startup-F\u00f6rderung unterst\u00fctzt die DBU junge Gr\u00fcndende, die auf innovative und wirtschaftlich tragf\u00e4hige Weise L\u00f6sungen f\u00fcr Umwelt, \u00d6kologie und Nachhaltigkeit entwickeln. Mehr Informationen gibt es unter <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/startup\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dbu.de\/startup<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen&nbsp;(AZ&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35508-71\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35508-71\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">35508\/71<\/a>):<\/strong>&nbsp;Lucas Fockenbrock, Tel.: +49 172 7068619<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-beb223dc-a8eb-46ee-8a3e-78a82f405556' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-beb223dc-a8eb-46ee-8a3e-78a82f405556' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=eitWUYvVdA43aLmL3KDxvc9ri3UnhgzdLVhMfek2ZpfgPNADfr9%2FssSRqAEQUmxt'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Lucas Fockenbrock<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>\u00c4hrenbr\u00fcder GmbH<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-beb223dc-a8eb-46ee-8a3e-78a82f405556' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-082-2025-startup-aehrenbrueder.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU f\u00f6rdert Startup \u00c4hrenbr\u00fcder aus Telgte<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":142820,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2477,2662,49,2682,51,52],"class_list":["post-142799","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-deutschland","tag-green-startup","tag-landwirtschaft","tag-nordrhein-westfalen-2","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/142799","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/142799\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":142905,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/142799\/revisions\/142905"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/142820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=142799"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=142799"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=142799"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}