{"id":135468,"date":"2025-05-23T09:26:03","date_gmt":"2025-05-23T07:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=135468"},"modified":"2025-05-26T11:44:33","modified_gmt":"2025-05-26T09:44:33","slug":"ressourcensparende-bewaesserung-und-oeko-wein-aus-dem-zapfhahn","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/ressourcensparende-bewaesserung-und-oeko-wein-aus-dem-zapfhahn\/","title":{"rendered":"Ressourcensparende Bew\u00e4sserung und \u00d6ko-Wein aus dem Zapfhahn"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1371\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-dbuebbflowkeg-1371x1920.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-135726\" style=\"width:272px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-dbuebbflowkeg-1371x1920.jpg 1371w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-dbuebbflowkeg-571x800.jpg 571w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-dbuebbflowkeg-286x400.jpg 286w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-dbuebbflowkeg-scaled.jpg 1829w\" sizes=\"auto, (max-width: 1371px) 100vw, 1371px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Nachhaltiger Weinhandel: Das Startup Ebb &amp; Flow Keg GmbH verkauft Wein in Edelstahlf\u00e4ssern an Gastronomie- oder Cateringunternehmen, holt die F\u00e4sser nach Gebrauch wieder ab und reinigt sie. Der Wein kommt aus dem Zapfhahn. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat die Idee gef\u00f6rdert.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Osnabr\u00fcck. Noch dauert es eine Weile, bis Weintrauben f\u00fcr den 2025er-Jahrgang geerntet werden. Aber die ersten Reben stehen bereits in Bl\u00fcte und brauchen Pflege \u2013 unabh\u00e4ngig vom bevorstehenden Tag des Weins am n\u00e4chsten Sonntag (25. Mai). Zugleich sieht sich der Weinbau als Kulturgut und wichtiger Wirtschaftsfaktor zunehmend den Folgen der Klimakrise ausgesetzt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert deshalb Projekte f\u00fcr mehr Klimaresistenz der Anbauregionen. Darunter: die ressourcensparende Bew\u00e4sserung der Pflanzen \u2013 und \u00f6kologischer Wein aus dem Zapfhahn.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klimawandel stellt den Weinbau vor Herausforderungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/www.bmel.de\/DE\/Home\/home_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Ern\u00e4hrung und Heimat (BMLEH)<\/a> wurden in Deutschland 2024 auf rund 103.000 Hektar Weinreben angebaut \u2013 mit den daraus entstehenden rund 7,8 Millionen Hektoliter Weinmost produzierten die Winzerinnen und Winzer mehr als 100 verschiedene Sorten. 2023 setzte allein der deutsche Weinbau laut Statistik-Portal <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Statista <\/a>rund 3,08 Milliarden Euro um. Im Mai beginnen nun wieder die ersten Reben auszutreiben und zu bl\u00fchen \u2013 eine arbeitsreiche Zeit, da die Pflanze optimal auf die Saison vorbereitet werden muss. Das ist aber nicht die einzige Herausforderung. DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde: \u201eDie f\u00fcr Deutschland kulturell und wirtschaftlich bedeutende Branche ist durch die Klimakrise bedroht. Zunehmendes Extremwetter wie Trockenheit und Starkregen setzt dem Weinbau betr\u00e4chtlich zu.\u201c Umso entscheidender sei es, Weinbaubetriebe mit nachhaltigen Innovationen f\u00fcr die bevorstehenden Aufgaben zu wappnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Ziel: Automatische Bew\u00e4sserung durch KI<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt f\u00f6rdert deshalb bereits seit einigen Jahren mehrere derartige Vorhaben &#8211; unter anderem ein mit rund 400.000 Euro unterst\u00fctztes Projekt der Firma <a href=\"https:\/\/www.fsa-group.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fluid Systems &amp; Automation GmbH (FSA)<\/a> aus Sasbach in Baden-W\u00fcrttemberg, des Instituts f\u00fcr Maschinelles Lernen und Analytik (IMLA) der <a href=\"https:\/\/www.hs-offenburg.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hochschule Offenburg<\/a> und des <a href=\"https:\/\/www.dlr-rheinpfalz.rlp.de\/DLR-Rheinpfalz\/Aktuelles\/Ueberblick\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dienstleistungszentrums L\u00e4ndlicher Raum (DLR) Rheinpfalz<\/a> in Neustadt. Gemeinsam entwickeln sie ein effizienteres, auf k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) basierendes Bew\u00e4sserungssystem. FSA-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Matthias Kr\u00fcgel: \u201eGrundlage ist die Tr\u00f6pfchenbew\u00e4sserung. Dabei werden Schl\u00e4uche direkt an die Pflanzen gelegt, um eine m\u00f6glichst exakte Bew\u00e4sserung zu garantieren.\u201c Allein damit k\u00f6nne schon viel Wasser gespart werden. Doch das Projekt soll laut Kr\u00fcgel \u201enoch einen Schritt weitergehen\u201c. Der FSA-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer: \u201eDezentrale, batteriebetriebene Sensoren \u00fcberwachen die Trockenheit im Boden, den Zustand und die Bodentiefe der Pflanze, die Wetterprognosen und mehr. Alle diese Daten speisen wir in die KI ein, die im F\u00f6rderzeitraum auf diese Weise erheblich pr\u00e4ziser werden soll.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1512\" height=\"1080\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pp5-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-135746\" style=\"width:405px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pp5-1.jpg 1512w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pp5-1-800x571.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pp5-1-400x286.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1512px) 100vw, 1512px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bereit f\u00fcr jedes Wetter: Die Sensoren der Firma Fluid Systems &amp; Automation GmbH (FSA) \u00fcberpr\u00fcfen neben Wetterdaten auch den Zustand des Bodens in den Weinbergen \u2013 f\u00fcr eine optimale Bew\u00e4sserung. Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef\u00f6rdert.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wasser sparen und Rebenqualit\u00e4t verbessern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die KI dient nach Firmenangaben zur Optimierung und Automatisierung der Bew\u00e4sserung. Kr\u00fcgel: \u201eWir rechnen nach Ausreifung der KI mit einer Wassereinsparung von mindestens 30 Prozent.\u201c Au\u00dferdem brauche Wein je nach Wachstumsphase unterschiedliche Mengen an Wasser. \u201eMit der gezielten Zufuhr zum richtigen Zeitpunkt k\u00f6nnen wir die Qualit\u00e4t der Reben verbessern\u201c, sagt Kr\u00fcgel. Mithilfe der DBU-F\u00f6rderung solle die Messtechnik und die KI optimiert sowie der Effekt der Anlage mit zus\u00e4tzlichen Daten untermauert werden. Ein zweiter Schritt laut Kr\u00fcgel: eine automatisierte \u00dcberwachung und Steuerung der D\u00fcngerzufuhr. \u201eWir wollen Ressourcen schonen und die Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t des Weins verbessern \u2013 alles bezahlbar f\u00fcr die Weinbaubetriebe\u201c, sagt der FSA-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Edelstahlf\u00e4sser als Mehrweg-Alternative zu klimasch\u00e4dlichen Einweg-Glasflaschen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur Klimaresistenz von Wein, auch der Ressourcenschutz spielt f\u00fcr die Winzerinnen und Winzer eine zunehmend wichtige Rolle. Ein Ansatz: Das von der DBU mit 125.000 Euro gef\u00f6rderte Startup <em><a href=\"http:\/\/www.ebbflowkeg.com\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ebb &amp; Flow Keg GmbH<\/a><\/em> aus Frankfurt am Main bringt Wein aus Edelstahlf\u00e4ssern in die Gastronomie und ins Catering \u2013 eine Mehrweg-Variante zur M\u00fcllvermeidung. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Philipp Neveling: \u201eWein in Deutschland wird \u00fcberwiegend in Einweg-Glasflaschen verkauft. Je nach Weinbauregion und Abnehmer verursacht die Flaschen-Herstellung 40 bis 60 Prozent des Gesamtaussto\u00dfes der Weinproduktion an klimasch\u00e4dlichem Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>).\u201c Der Ausschank in wiederverwendbaren Edelstahlf\u00e4ssern per Zapfhahn sei besonders f\u00fcr die Gastronomie eine Alternative. Er vermeidet laut Neveling den sehr energieaufw\u00e4ndigen Prozess der Glasproduktion und des Wiedereinschmelzens.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erste Abnehmer: Union Berlin und Messe Frankfurt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland ist Bier aus dem Fass etabliert und wird oft pr\u00e4feriert \u2013 bei Wein gibt es noch Vorbehalte. Ebb &amp; Flow-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Neveling h\u00e4lt das f\u00fcr unbegr\u00fcndet: \u201eEs gibt faktisch keine Unterschiede beim Wein zwischen Flasche und Edelstahlfass \u2013 Lagerung und K\u00fchlung im Fass sind zudem deutlich praktischer f\u00fcr die Betriebe.\u201c Neveling weiter: \u201eWir sind quasi ein Weinfachhandel und \u00fcbernehmen die Abf\u00fcllung, den Vertrieb und die Reinigung der F\u00e4sser. Daf\u00fcr verwenden wir gr\u00f6\u00dftenteils \u00f6kologisch angebauten Wein aus Deutschland.\u201c In der Gastronomie kommt der Wein aus dem Fass gut an \u2013 gro\u00dfe Abnehmer sind laut Firmenangaben unter anderem der <a href=\"https:\/\/www.fc-union-berlin.de\/de-e\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fu\u00dfballverein Union Berlin<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.messefrankfurt.com\/frankfurt\/de.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Messe Frankfurt<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen<\/strong>: Matthias Kr\u00fcgel, Tel.: +49 7841 6307507 (AZ&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/39003-01\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">39003\/01<\/a>) und Philipp Neveling, Tel.: +49 151 18473627 (AZ&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/35506-27\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">35506\/27<\/a>) <\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-6ad86488-d206-481a-a50b-2991450d5129' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-6ad86488-d206-481a-a50b-2991450d5129' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=OyX2yjoCYvdBi4MJEzSth0YnL6aNuR%2Fq4zWP%2BIkrYpU%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Matthias Kr\u00fcgel<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Projektleitung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-6ad86488-d206-481a-a50b-2991450d5129' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=sEACsiIUJT2yNzWmFmeTFkEZzJgyKzeMNU%2BrgItUO%2BI%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Philipp Neveling<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Projektleitung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-6ad86488-d206-481a-a50b-2991450d5129' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-064-2025-tag-des-weins.pdf' download><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU f\u00f6rdert Klimaresistenz und Nachhaltigkeit im Rebbau<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":135728,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2742,2477,49,50,51,66,52],"class_list":["post-135468","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-baden-wuerttemberg-2","tag-deutschland","tag-landwirtschaft","tag-naturschutz","tag-ressourcenschonung","tag-rheinland-pfalz","tag-umweltforschung"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/135468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/135468\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":138182,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/135468\/revisions\/138182"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/135728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=135468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=135468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=135468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}