{"id":132820,"date":"2025-04-24T08:58:53","date_gmt":"2025-04-24T06:58:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=132820"},"modified":"2025-04-24T08:58:54","modified_gmt":"2025-04-24T06:58:54","slug":"pflanzaktion-junge-obstbaeume-fuer-alte-kulturlandschaft","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/pflanzaktion-junge-obstbaeume-fuer-alte-kulturlandschaft\/","title":{"rendered":"Pflanzaktion: Junge Obstb\u00e4ume f\u00fcr alte Kulturlandschaft"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Hameln. Wer vom Wanderweg an der Holschenclub-H\u00fctte hinab auf das ehemalige Ravelin-Camp schaut, blickt auf eine etwa sieben Hektar gro\u00dfe Weide mit rund 150 Obstb\u00e4umen \u2013 eine Streuobstwiese, die zum <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/hameln-holtensen\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/hameln-holtensen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU Naturerbe Hameln-Holtensen<\/a> geh\u00f6rt. Da dem bestehenden Baumbestand jedoch Alter und Trockenheit zusetzen, hat Revierleiter Sebastian <strong>Neumeister <\/strong>vom <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Niedersachsen 20 junge Obstb\u00e4ume nachgepflanzt. Zum \u201eTag der Streuobstwiesen\u201c am 25. April lenkt die gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) den Fokus auf diese Kulturlandschaft, die durch Menschen angelegt auch von ihnen erhalten werden muss.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese2-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-132823\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese2-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese2-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese2-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese2-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Streuobstwiesen pr\u00e4gen mit ihren B\u00e4umen, die locker verstreut auf Wiesen oder Weiden stehen, seit Jahrhunderten unsere Landschaft und spielen eine herausragende Rolle f\u00fcr die Artenvielfalt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Streuobstwiese als Hotspot der Artenvielfalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eStreuobstwiesen pr\u00e4gen mit ihren B\u00e4umen, die locker verstreut auf Wiesen oder Weiden stehen, seit Jahrhunderten unsere Landschaft und spielen eine herausragende Rolle f\u00fcr die Artenvielfalt\u201c, betont Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe. Die Stiftungstochter aus Osnabr\u00fcck hat das ehemals milit\u00e4risch genutzte Gel\u00e4nde 2016 vom Bund \u00fcbernommen und mit 65 weiteren Fl\u00e4chen als <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/nationales-naturerbe\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bfn.de\/nationales-naturerbe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationales Naturerbe<\/a> dem Naturschutz gewidmet. \u201eAls von Menschen geschaffene Kulturlandschaft bleiben Streuobstwiesen nur durch kontinuierliche Pflege und Bewirtschaftung erhalten. Im Vergleich zu vielen Obstplantagen stehen dabei aber nicht maximale Ertr\u00e4ge im Vordergrund\u201c, so Belting. Eine Streuobstwiese sei auch ein Zuhause f\u00fcr bis zu 5.000 verschiedene heimische Tiere und Pflanzen, darunter viele selten gewordene oder bedrohte Arten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vor allem alte Obstbaumsorten nachgepflanzt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Hameln-Holtensen wachsen vor allem Kirsch- und Apfelb\u00e4ume, die alle ungef\u00e4hr 100 Jahre alt sind. \u201eObstb\u00e4ume werden nicht so alt. Viele Exemplare hier sind daher am Ende ihrer Lebenszeit angekommen. Gerade auch die Trockenheit der vergangenen Jahre hat ihnen zugesetzt. Die Obstb\u00e4ume sterben ab\u201c, erkl\u00e4rt Neumeister die Pflanzaktion. Vor allem alte Kirschbaumsorten mit klingenden Namen wie \u201aGrolls Schwarze&#8217;, aber auch alte Apfel- und Zwetschgen- habe er mit den Forstwirten vom Bundesforstbetrieb nachgepflanzt. Ein robuster Schutz mit Eichenpf\u00e4hlen und einem dicken Knotengeflecht um die daumendicken B\u00e4umchen sei notwendig, weil auf der Weide in den Sommermonaten Mutterk\u00fche grasen. \u201eOhne stabilen Schutz haben die Setzlinge keine Chance\u201c, wei\u00df Neumeister. Warum dann so junge B\u00e4ume pflanzen? \u201eSie k\u00f6nnen sich besser auf dem sehr trockenen Standort etablieren\u201c, erl\u00e4utert der Revierleiter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst-1-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-132834\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst-1-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst-1-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst-1-400x267.jpg 400w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-streuobstwiese-hameln-holtensen-neumeister-bundesforst-1.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Streuobstwiese auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Hameln-Holtensen kommt in die Jahre. Daher hat der Bundesforstbetrieb Niedersachsen 20 junge Obstb\u00e4ume nachgepflanzt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Mistelbefall in den Blick genommen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Zukunft w\u00fcrde das DBU Naturerbe nun weitere Obstb\u00e4ume pflanzen, um die Streuobstwiese als wichtigen Lebensraum im Sinne des Naturschutzes zu erhalten. Au\u00dferdem plant der Revierleiter Pflegeschnitte infolge einer Vitalit\u00e4ts- und Stabilit\u00e4tsbeurteilung der alten B\u00e4ume. Neumeister: \u201eBesonders in den Blick nehmen wir dieses Jahr noch den Mistelbefall.\u201c Misteln sind Baumparasiten, sogenannte Halbschmarotzer. Sie entziehen mit ihren Saugwurzeln dem Baum Wasser und N\u00e4hrstoffe und schw\u00e4chen ihn. \u201eViele Menschen glauben, dass Misteln nicht entfernt werden d\u00fcrfen. Gerade f\u00fcr Obstb\u00e4ume kann ein Befall aber bedrohlich werden\u201c, betont der Revierleiter. Die Mistelbeere wird am h\u00e4ufigsten durch V\u00f6gel verbreitet. Im Winter fressen sie die wei\u00dfen Scheinbeeren der Mistel. Durch ihren Kot kann der Samen auf den \u00c4sten eines neuen Wirtsbaums landen. Der Kot enth\u00e4lt N\u00e4hrstoffe, die der Mistelsamen zum Gedeihen braucht. \u201eWer einen Befall durch Misteln aufhalten will, muss radikal zur\u00fcckschneiden. \u00c4ste mit Mistelbefall sollten mindestens 30 bis 50 Zentimeter ins gesunde Holz abges\u00e4gt werden. Damit kann die Ausbreitung der Pflanze in der Regel f\u00fcr etwa vier Jahre gestoppt werden\u201c, so der F\u00f6rster.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DBU-Naturerbefl\u00e4che Hameln-Holtensen heute Teil des Nationalen Naturerbes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der ehemalige Standort\u00fcbungsplatz liegt im Norden der nieders\u00e4chsischen Stadt Hameln am Osthang des Wesertals im Landschaftsschutzgebiet \u201cHamelner-Fischbecker W\u00e4lder und Randbereiche\u201c und ist heute dem Naturschutz gewidmet. Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Hameln-Holtensen ist vorwiegend durch naturnahe Laubw\u00e4lder gepr\u00e4gt. Auf der Fl\u00e4che dominieren mit rund 94 Prozent alte Buchenw\u00e4lder, die sich ohne menschliche Eingriffe weiter entwickeln d\u00fcrfen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die \u00fcber 100-j\u00e4hrigen Buchenw\u00e4lder, die bereits mit Laubholz verj\u00fcngt sind. Ein besonders sch\u00f6ner alter Laubmischwald befindet sich im Tal der Subeke.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-a876cabb-6114-4f5d-9835-ce7392b37bfe' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-a876cabb-6114-4f5d-9835-ce7392b37bfe' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=F%2FUFA%2Bl3GfaO9cr%2BXUYLRPy5YKypGwMoDeiBvll6HBE0tftmBwh0UmkHcru3al%2BA'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Sebastian Neumeister<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-a876cabb-6114-4f5d-9835-ce7392b37bfe' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-hameln-holtensen-pm-053-2025-hameln-tag-der-streuobstwiese.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-a876cabb-6114-4f5d-9835-ce7392b37bfe' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-202410-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum \u201eTag der Streuobstwiese\u201c: DBU Naturerbe k\u00fcmmert sich um den selten gewordenen Lebensraum<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":132834,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[433,2687,75,50,64,2460],"class_list":["post-132820","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-dbu-naturerbe","tag-hameln-holtensen","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz","tag-niedersachsen","tag-offenland"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132820","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132820\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132840,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132820\/revisions\/132840"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132834"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132820"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132820"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132820"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}