{"id":132800,"date":"2025-04-17T11:12:56","date_gmt":"2025-04-17T09:12:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=132800"},"modified":"2025-04-17T11:12:56","modified_gmt":"2025-04-17T09:12:56","slug":"grenzuebergreifender-naturschutz-vollstaendige-kennzeichnung-zum-schutz-von-flora-fauna-und-mensch","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/grenzuebergreifender-naturschutz-vollstaendige-kennzeichnung-zum-schutz-von-flora-fauna-und-mensch\/","title":{"rendered":"Grenz\u00fcbergreifender Naturschutz \u2013 Vollst\u00e4ndige Kennzeichnung zum Schutz von Flora, Fauna und Mensch"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p><em>Herausgeber dieser Pressemitteilung: Kreis Steinfurt, B\u00fcro des Landrates<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kreis Steinfurt\/Landkreis Osnabr\u00fcck. Schwalbenschwanz, Schillerfalter, Kaisermantel \u2013 wohlklingende Namen einiger von mehr als 30 bedrohten Schmetterlingsarten, die es noch im Nationalen Naturerbe \u201e<a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/wersener-heide\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/wersener-heide\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wersener Heide<\/a>\u201c gibt. Damit diese und V\u00f6gel wie der Gro\u00dfe Brachvogel, die Bekassine, der Kiebitz und die Heidelerche hier weiterhin optimale Lebensraumbedingungen finden, haben die Naturschutzbeh\u00f6rden des Kreises Steinfurt und des Landkreises Osnabr\u00fcck in Kooperation mit der DBU Naturerbe GmbH sowie haupt- und ehrenamtlichen Natursch\u00fctzern eine wichtige Schutzma\u00dfnahme abgeschlossen: die vollst\u00e4ndige und eindeutige Kennzeichnung durch Beschilderung der in der Wersener Heide gelegenen Naturschutzgebiete \u201eHaler Feld-Vogelpohl\u201c in Westerkappeln und Lotte und \u201eAchmer Sand\u201c in Bramsche.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-einweihung-beschilderung-wersener-heide-kreis-steinfurt-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-132798\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-einweihung-beschilderung-wersener-heide-kreis-steinfurt-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-einweihung-beschilderung-wersener-heide-kreis-steinfurt-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wersener-heide-einweihung-beschilderung-wersener-heide-kreis-steinfurt-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bei der Einweihung der Beschilderung: (v. l.) Dirk Ruwe, Ranger im Kreis Steinfurt, Landr\u00e4tin Anna Kebschull und Landrat Martin Sommer, Susanne Belting vom DBU Naturerbe, Friedhelm Scheel und Rainer Bussas, ehrenamtliche Natursch\u00fctzer.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Rund um das insgesamt 1.051 Hektar gro\u00dfe Gebiet machen Schilder darauf aufmerksam, in welch wertvollem und verletzlichem Bereich sich Besucherinnen und Besucher befinden. Denn au\u00dfer Schmetterlingen und V\u00f6geln gibt es allein im Naturschutzgebiet \u201eHaler Feld-Vogelpohl\u201c mehr als 60 vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten. Grenz\u00fcbergreifend werden hier gro\u00dffl\u00e4chig Heidefl\u00e4chen, Sandmagerrasen, Nasswiesen und alte Eichenw\u00e4lder gesch\u00fctzt. \u201eF\u00fcr diese selten gewordenen Arten ist es \u00fcberlebenswichtig, dass diese Fl\u00e4chen als Schutzgebiet wahrgenommen und beachtet werden. Wer um diese Besonderheiten der Naturschutzgebiete wei\u00df und diese sch\u00e4tzt, kann nicht anders, als diese zu sch\u00fctzen\u201c, sagte Landrat Dr. Martin <strong>Sommer <\/strong>bei einem Pressegespr\u00e4ch im Schutzgebiet an der Landesgrenze. Unbedingt auf den zugelassenen Wegen bleiben, keine Pflanzen pfl\u00fccken, Tiere nicht st\u00f6ren, Hunde anleinen, keine Drohnen fliegen lassen etc. seien ganz einfach einzuhaltende Verhaltensregeln. \u201eAlles mit gutem Willen ganz einfach umzusetzen, um die \u00f6kologische Wertigkeit dieser Gebiete zu erhalten\u201c, appelliert Sommer.<\/p>\n\n\n\n<p>Als einen \u201ewichtigen Meilenstein\u201c bezeichnete die Landr\u00e4tin des Landkreises Osnabr\u00fcck, Anna <strong>Kebschull<\/strong>, die vollst\u00e4ndige und eindeutige Kennzeichnung f\u00fcr alle Beteiligten, aber vor allem f\u00fcr die Natur selbst. \u201eDieses Gebiet ist ein echtes Naturjuwel &#8211; ein Ort, der sich durch strukturreiche Heidefl\u00e4chen, Magerrasen, offene Binnend\u00fcnen, Silbergrasfluren, Sumpfw\u00e4lder und tempor\u00e4r wasserf\u00fchrende Springtrichter auszeichnet \u2013 urspr\u00fcnglich milit\u00e4risch genutzt, heute ein Hotspot der Artenvielfalt.\u201c Beeindruckend sei auch die nachhaltige, naturnahe Pflegeform im Rahmen des F\u00f6rderprojekts \u201eBeweidung Achmer Sand\u201c, so Kebschull weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist eine gro\u00dfe Aufgabe, das durch das Milit\u00e4r entstandene Offenland zu erhalten. Hier ist es uns gelungen, ein Beweidungsprojekt auf die Beine zu stellen. Die Landwirte leisten eine hervorragende Arbeit\u201c, betonte Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin und Prokuristin der gemeinn\u00fctzigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Das DBU Naturerbe ist Eigent\u00fcmerin der \u201eWersener Heide\u201c. In Bezug auf die neue Beschilderung ging Belting auf den Sicherheitsaspekt f\u00fcr die Besucherinnen und Besucher ein: \u201eEs ist wichtig darauf hinzuweisen, bitte auf den Wegen zu bleiben, weil milit\u00e4risch vorgenutzte Fl\u00e4chen wie diese immer auch Kampfmittelreste haben k\u00f6nnen.\u201c Das DBU Naturerbe sichert und betreut deutschlandweit <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbe\/flaechen\/flaechenliste\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbe\/flaechen\/flaechenliste\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">66 Fl\u00e4chen mit einer Gesamtgr\u00f6\u00dfe von rund 70.000 Hektar<\/a> \u2013 vor allem ehemals milit\u00e4risch genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Beschilderung in die Praxis umgesetzt haben Dirk <strong>Ruwe<\/strong>, hauptamtlicher Ranger bei der unteren Naturschutzbeh\u00f6rde Kreis Steinfurt, sowie Friedhelm <strong>Scheel <\/strong>und Rainer <strong>Bussas<\/strong>, ehrenamtliche Naturschutzw\u00e4chter f\u00fcr den Kreis Steinfurt. Die k\u00fcnftige Pflege dieser erleichtert eine App, erkl\u00e4rte Ruwe: \u201eHier kann hinterlegt werden, wann das Schild gereinigt oder freigeschnitten wurde und ob eins entwendet wurde.\u201c Das ist sehr hilfreich bei ca. 1.100 Schildern rund um die insgesamt 117 Schutzgebiete im Kreis. Die Freude \u00fcber dieses gemeinsame Projekt war Friedhelm Scheel nicht nur anzusehen. Nach 40 Jahren im Naturschutz ist es ein sehr gutes Miteinander, sagte er \u00fcber die Zusammenarbeit mit den unteren Naturschutzbeh\u00f6rden des Kreises Steinfurt und des Landkreises Osnabr\u00fcck: \u201eIch freue mich dar\u00fcber, dass es uns gelingt an einem Strang zu ziehen und gemeinsam Gottes Verantwortung und Gottes Sch\u00f6pfung zu leben.\u201c Und auch seine Verbundenheit als Westerkappelner zu diesem gewachsenen Gebiet machte er deutlich. \u201eManchmal bedarf es tragischer Ereignisse, um was Gl\u00fcckliches zu schaffen\u201c, sagte er in Erinnerung an die Bomber, die im zweiten Weltkrieg von diesem ehemaligen milit\u00e4rischen Gel\u00e4nde Richtung Rotterdam und London flogen, die aber auch die Basis f\u00fcr die nun dort vorkommenden, besonders sch\u00fctzenswerten Arten boten. \u201eDurch jahrzehntelanges Befahren mit Kettenfahrzeugen ist der Boden immer wieder jungfr\u00e4ulich gemacht worden. Seltene Pflanzen und Tiere konnten sich festsetzen dadurch, dass das Milit\u00e4r hier ge\u00fcbt hat und dass das Betreten des Gel\u00e4ndes verboten war. Wenn landwirtschaftliche Nutzung wie zuvor da gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte sich die Natur nicht entwickeln k\u00f6nnen\u201c, so Scheels Fazit.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-e09f6478-1c53-474d-a42a-7694910a5760' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-e09f6478-1c53-474d-a42a-7694910a5760' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-pm-wersener-heide-schilder-vom-kreis-steinfurt.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Herausgeber: Kreis Steinfurt<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-e09f6478-1c53-474d-a42a-7694910a5760' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-202410-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lob f\u00fcr Zusammenarbeit haupt- und ehrenamtlicher Natursch\u00fctzer im Kreis Steinfurt und Landkreis Osnabr\u00fcck<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":132798,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[433,75,432,50,2682,2681],"class_list":["post-132800","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-dbu-naturerbe","tag-nationales-naturerbe","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-nordrhein-westfalen-2","tag-wersener-heide"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"0","dbu_news_mail_status":"Eine Mail wurde nicht verschickt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132806,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132800\/revisions\/132806"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132798"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}