{"id":132699,"date":"2025-04-18T09:00:00","date_gmt":"2025-04-18T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=132699"},"modified":"2025-04-17T14:03:48","modified_gmt":"2025-04-17T12:03:48","slug":"revolution-im-kleiderschrank-wie-kann-nachhaltige-mode-gelingen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/revolution-im-kleiderschrank-wie-kann-nachhaltige-mode-gelingen\/","title":{"rendered":"Revolution im Kleiderschrank \u2013 Wie kann nachhaltige Mode gelingen?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck. Der <a href=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/themen\/textilwirtschaft\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bmz.de\/de\/themen\/textilwirtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Textilsektor<\/a> ist einer der weltgr\u00f6\u00dften Wirtschaftszweige mit global rund 60 Millionen Besch\u00e4ftigten. Das Problem: Durch schnelllebige Modetrends hat der weltweite Konsum zugenommen \u2013 zum Nachteil f\u00fcr Mensch und Umwelt. Wie kann <em>Fast Fashion <\/em>zum Auslaufmodell werden, w\u00e4hrend textile Kreisl\u00e4ufe in Mode kommen? Im Rahmen der globalen Aktionswoche <a href=\"https:\/\/www.fashionrevolution.org\/frw-25\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Fashion Revolution Week<\/em><\/a> laden die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die <a href=\"https:\/\/www.uni-osnabrueck.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck<\/a> am 23. und 24. April zu zwei Veranstaltungen ein, die sich mit einer nachhaltigen Zukunft der Modeindustrie befassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Missst\u00e4nde in der Modebranche hinterfragen und Alternativen f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-textile-kreislaeufe-lea-kessens-dbu-1-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-132713\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-textile-kreislaeufe-lea-kessens-dbu-1-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-textile-kreislaeufe-lea-kessens-dbu-1-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-textile-kreislaeufe-lea-kessens-dbu-1-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kreislaufwirtschaft im Textilsektor ist laut Deutscher Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein entscheidender Schl\u00fcssel, um die enormen negativen Auswirkungen auf Umwelt und Menschen erheblich reduzieren zu k\u00f6nnen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Sch\u00e4tzungen zufolge verursacht die Textilherstellung weltweit rund 20 Prozent der Wasserverschmutzung, bis zu zehn Prozent der Kohlenstoffdioxid-Emissionen und immense Abfallmengen. Zudem gef\u00e4hrden mangelnder Arbeitsschutz und belastende Arbeitsbedingungen die Menschen in verschiedenen Produktionsl\u00e4ndern. Die weltweite Bewegung <a href=\"https:\/\/www.fashionrevolution.org\/frw-25\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Fashion Revolution Week<\/em><\/a> ruft dazu auf, bestehende Missst\u00e4nde in der Modebranche zu hinterfragen und Alternativen zu f\u00f6rdern. Ihren Ursprung fand die Bewegung 2013 mit dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch. Sie hatte in internationaler Massenfertigung vor allem Kleidung f\u00fcr den Export unter anderem f\u00fcr europ\u00e4ische Modefirmen produziert. Es war einer der schwerwiegendsten Unf\u00e4lle in der internationalen Textilindustrie mit mehr als 1.000 Toten. \u201eNachhaltige Mode darf keine Nische mehr sein, sondern muss zum Standard werden\u201c, sagt DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>. \u201eEin Schl\u00fcssel f\u00fcr eine ressourcenschonende und faire Textilindustrie ist eine umfassende Kreislaufwirtschaft, also eine <em>Circular Economy<\/em>.\u201c Die reiche ihm zufolge vom Produktdesign \u00fcber das Wiederverwenden und Wiederverwerten bis hin zum Reparieren und Recyceln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Umfassende Kreislaufwirtschaft als Zukunftskonzept<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie <em>Circular Economy<\/em> funktionieren kann, zeigt die aktuelle <a href=\"https:\/\/www.jetztgehtsrund.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Ausstellung \u201eJetzt geht\u2019s rund\u201c<\/a>, die zusammen mit dem <a href=\"https:\/\/www.vditz.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">VDI Technologiezentrum<\/a> entstanden ist. \u201eIn Deutschland kauft jede Person im Schnitt 60 neue Kleidungsst\u00fccke pro Jahr \u2013 viele davon werden nach kurzer Zeit weggeworfen\u201c, sagt DBU-Ausstellungsleiterin Birte <strong>Kahmann<\/strong>. Nur etwa ein Prozent der gebrauchten Kleidungsst\u00fccke werden laut <a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/topics\/de\/article\/20201208STO93327\/umweltauswirkungen-von-textilproduktion-und-abfallen-infografik\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europ\u00e4ischem Parlament<\/a> zu neuer Kleidung recycelt. Kahmann: \u201eDas ist eine Verschwendung wertvoller Ressourcen mit gravierenden Folgen f\u00fcr Umwelt und Klima.\u201c Kleidung d\u00fcrfe ihr zufolge nicht als Wegwerfprodukt betrachtet werden. \u201eReparieren, Upcycling und der Einsatz nachhaltiger Materialien sind entscheidend f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Modeindustrie\u201c, so Kahmann. Die DBU-Ausstellung kann im Zuge der <em>Fashion Revolution Week<\/em> kostenfrei besucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Textile Perspektiven: Von traditioneller Webkunst zur kreativen Aufwertung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie sich Kleidungsst\u00fccke reparieren und gleichzeitig individuell gestalten lassen, kann am Mittwoch, 23. April, um 18 Uhr in einem Workshop an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck ausprobiert werden. Textilk\u00fcnstlerin Anja <strong>Leshoff<\/strong> zeigt den Teilnehmenden mit praktischen \u00dcbungen, wie sie Kleidung stilvoll aufwerten k\u00f6nnen. Verschiedene Materialien und Techniken k\u00f6nnen an vorhandenen oder selbst mitgebrachten Kleidungsst\u00fccken getestet werden. Der Workshop ist kostenlos. Aufgrund begrenzter Pl\u00e4tze ist eine Anmeldung unter <a href=\"mailto:ausstellungen-dbu@dbu.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ausstellungen-dbu@dbu.de<\/a> erforderlich. Vorab bietet das Fachgebiet \u201eTextiles Gestalten\u201c der Universit\u00e4t eine exklusive F\u00fchrung an. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die Werkst\u00e4tten, wo traditionelle Webtechniken auf moderne, innovative Verfahren der textilen Gestaltung treffen. \u201eWir zeigen, wie Tradition und Innovation gemeinsam genutzt werden k\u00f6nnen, um nachhaltige Alternativen in der Mode zu etablieren\u201c, erkl\u00e4rt Lesley-Ann <strong>Baldwin<\/strong>, Dozentin f\u00fcr Textiles Gestalten an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck. Treffpunkt f\u00fcr die F\u00fchrung ist um 17 Uhr im Geb\u00e4ude 05, Seminarstra\u00dfe 33\u201334, 49074 Osnabr\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Revolution im Kleiderschrank \u2013 Wie Fair Fashion gelingen kann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am darauffolgenden Donnerstag, 24. April, diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen sowie dem Einzelhandel im DBU Zentrum f\u00fcr Umweltkommunikation, wie sich etwa durch neue gesetzliche Vorgaben eine nachhaltige Modeindustrie, auch Fair Fashion genannt, gestalten l\u00e4sst. Zudem wird \u00fcber konkrete Handlungsalternativen f\u00fcr Verbrauchende gesprochen. \u201eGemeinsam mit dem Publikum beleuchten wir, welche Schritte notwendig sind, um Nachhaltigkeit in der Modebranche von der Ausnahme zur Regel zu machen\u201c, sagt Baldwin. Die Diskussion beginnt um 18:30 Uhr. Vorab, um 17:45 Uhr, gibt es eine F\u00fchrung durch die <a href=\"https:\/\/www.jetztgehtsrund.org\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.jetztgehtsrund.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Ausstellung \u201eJetzt geht\u2019s rund\u201c<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Details zu den Veranstaltungen gibt es hier: <a href=\"https:\/\/www.jetztgehtsrund.org\/termine\/textile-perspektiven-von-alter-webkunst-zu-kreativem-upcycling\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Textile Perspektiven<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.jetztgehtsrund.org\/termine\/revolution-im-kleiderschrank-wie-kann-fair-fashion-gelingen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Revolution im Kleiderschrank<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-b0deed47-34be-4ace-9f92-11ab7eb228d4' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-b0deed47-34be-4ace-9f92-11ab7eb228d4' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-051-2025-fashion-revolution-week.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Veranstaltungen von DBU und Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":132713,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2436,2477,47,64,2682,51,2437],"class_list":["post-132699","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-circular-economy","tag-deutschland","tag-klimaschutz","tag-niedersachsen","tag-nordrhein-westfalen-2","tag-ressourcenschonung","tag-textilien"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132699\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132818,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132699\/revisions\/132818"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132713"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}