{"id":132475,"date":"2025-04-10T09:00:16","date_gmt":"2025-04-10T07:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=132475"},"modified":"2025-04-10T09:22:41","modified_gmt":"2025-04-10T07:22:41","slug":"wie-die-messebranche-nachhaltiger-werden-kann-und-kosten-spart","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/wie-die-messebranche-nachhaltiger-werden-kann-und-kosten-spart\/","title":{"rendered":"Wie die Messebranche nachhaltiger werden kann \u2013 und Kosten spart"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck. Die <em>Circular Economy<\/em>, also eine umfassende Kreislaufwirtschaft vom Produktdesign \u00fcber das Wiederverwenden bis hin zum Reparieren und Recyceln, ist ein Schl\u00fcssel f\u00fcr mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Messebranche z\u00e4hlt zu den Industriezweigen, die auf diesem Gebiet noch Nachholbedarf haben und nun erste Schritte f\u00fcr eine \u00c4nderung unternehmen \u2013 mit einem Projekt der <a href=\"https:\/\/www.hs-osnabrueck.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.hs-osnabrueck.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hochschule Osnabr\u00fcck<\/a>, die Ideen f\u00fcr zirkul\u00e4re Messest\u00e4nde und eine nachhaltige Messebranche entwickelt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert das Vorhaben mit rund 150.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bonde: Ein \u00f6kologisch-\u00f6konomisches Win-Win<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eRessourcenknappheit, Klima- und Umweltschutz, aber auch der Erhalt langfristiger Wettbewerbsf\u00e4higkeit sind Ansporn f\u00fcr viele mittelst\u00e4ndische Betriebe, Ideen f\u00fcr zirkul\u00e4res Wirtschaften zu entwickeln\u201c, ist sich DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong> sicher. \u201eDie Circular Economy kann zu einem echten Wirtschaftsmotor werden. Denn neben dem Umweltschutz durch geringeren Abbau von Rohstoffen und Ressourcen haben auch die Unternehmen Vorteile: Weniger Material, Transport und Abf\u00e4lle k\u00f6nnen eine erhebliche Kostenersparnis nach sich ziehen. Das ist ein \u00f6kologisch-\u00f6konomisches Win-Win.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die deutsche Messebranche w\u00e4chst<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Messewirtschaft bietet nach Bondes Worten wegen der Vielzahl an Events \u201eenorme Chancen, mehr f\u00fcr Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu tun\u201c. Laut <a href=\"https:\/\/www.auma.de\/auma\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.auma.de\/auma\/\">Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA)<\/a> finden j\u00e4hrlich bis zu 380 Messen in Deutschland statt \u2013 mit \u00fcber 180.000 ausstellende Unternehmen aus dem In- und Ausland. Verglichen mit den Vorjahresveranstaltungen z\u00e4hlte der AUMA 2024 neun Prozent mehr Besucherinnen und Besucher (11,7 Millionen), zehn Prozent mehr ausstellende Unternehmen (205.000) und sieben Prozent mehr Standfl\u00e4che (7,1 Millionen Quadratmeter). Bonde: \u201eDiese Dimensionen verdeutlichen, welche M\u00f6glichkeiten allein die Messebranche hat, um durch geschickte Kreislaufwirtschaft die Weichen f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit zu stellen \u2013 von Catering bis Messestand.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hochschule Osnabr\u00fcck entwickelt Modell f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit in der Messebranche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Kim <strong>Werner<\/strong>, gemeinsam mit Prof. Dr. Kai-Michael <strong>Griese <\/strong>an der Hochschule Osnabr\u00fcck verantwortlich f\u00fcr das von der DBU gef\u00f6rderte Projekt, erkl\u00e4rt: \u201eCircular Economy ist bislang in der Messewirtschaft nur wenig etabliert. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr wollen wir analysieren und die Erkenntnisse in einem Modell f\u00fcr mehr Kreislaufwirtschaft in der Messebranche zusammenf\u00fchren, damit sie praktisch umsetzbar werden.\u201c Einige Ziele: Abf\u00e4lle vermeiden, die Wiederverwendung von Produkten f\u00f6rdern und das Zusammenspiel verschiedener genutzter Ressourcen untersuchen. Geplant seien konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr zirkul\u00e4res Wirtschaften in der Branche, so Werner.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-223464521-pattilabelle-stockadobe-com-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-132514\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-223464521-pattilabelle-stockadobe-com-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-223464521-pattilabelle-stockadobe-com-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-adobestock-bilder-nicht-zum-download-adobestock-223464521-pattilabelle-stockadobe-com-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Enorme Chancen: Die Messewirtschaft wie auch die gesamte Veranstaltungsbranche kann durch geschickte Kreislaufwirtschaft Weichen f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit stellen.\n\u00a9 pattilabelle \u2013 stock.adobe.com\n<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Zahlreiche Partner aus der Praxis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Hochschule Osnabr\u00fcck setzt bei der praxisnahen Umsetzung ihrer Ideen auf die gemeinsame Arbeit mit vielen Partnerfirmen und -institutionen: unter anderem mit dem AUMA, der Fachzeitschrift <em><a href=\"https:\/\/www.tw-media.com\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.tw-media.com\/\">TW Tagungswirtschaft<\/a><\/em>, der Agentur f\u00fcr Nachhaltigkeit der Veranstaltungswirtschaft <em><a href=\"https:\/\/2bdifferent.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/2bdifferent.de\/\">2-B-Different<\/a><\/em> und der Firma f\u00fcr Messearchitektur und -management <em><a href=\"https:\/\/imb-troschke.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/imb-troschke.de\/\">IMB: Troschke<\/a><\/em>. Werner: \u201eDie Kooperation mit den verschiedenen Akteuren der Messewirtschaft gew\u00e4hrleistet den hohen Praxisbezug des Projekts. Was wir entwickeln, soll f\u00fcr die ganze Branche anwendbar sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeit und Transport sind gro\u00dfe H\u00fcrden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Laut Werner wird die nachhaltigere Ausrichtung der Messewirtschaft derzeit noch durch einige H\u00fcrden erschwert. Dazu z\u00e4hlen nach ihren Worten die teils \u00fcber Jahrzehnte fest etablierten Abl\u00e4ufe. \u201eH\u00e4ufig ist wenig Zeit f\u00fcr den Auf- und Abbau der St\u00e4nde\u201c, so die Hochschulprofessorin. \u201eZudem kommen bis jetzt f\u00fcr viele Bauteile nur Einwegl\u00f6sungen infrage, die schnell eingesetzt und wieder entfernt werden k\u00f6nnen\u201c, sagt Werner. Problematisch sei, \u201edass dadurch viele St\u00e4nde aus Einmalbauteilen bestehen und schlie\u00dflich entsorgt werden m\u00fcssen\u201c. Ein Grund: Die Einlagerung und den Transport von wiederverwendbaren Teilen k\u00f6nnen viele Betriebe wegen zu hoher Kosten nicht bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Optimale Branche f\u00fcr nachhaltige Projekte mit Vorbildcharakter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Firmen haben Werner zufolge auch Bedenken wegen der Finanzierbarkeit \u2013 Kreislaufwirtschaft gilt als teurer im Vergleich zu herk\u00f6mmlichen Einwegbauteilen. Ein falscher Eindruck, so die Expertin f\u00fcr Eventmanagement: \u201eEine zirkul\u00e4re Wirtschaftsweise ist letztlich kosteng\u00fcnstiger, gerade f\u00fcr kleinere Unternehmen. Das Projekt soll L\u00f6sungen f\u00fcr die Anschaffung finanzierbarer nachhaltiger Standelemente finden.\u201c Werner sieht in der Branche gro\u00dfes Potenzial: \u201eDie Messewirtschaft bringt Menschen miteinander ins Gespr\u00e4ch und animiert zur Zusammenarbeit.\u201c Das sei \u201eeine perfekte Ausgangssituation, um Betriebe und Menschen durch funktionierende Beispiele f\u00fcr nachhaltiges Wirtschaften zu begeistern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bei fachlichen Fragen (AZ <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/39514-01\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/39514-01\/\">39514\/01<\/a>)&nbsp;<\/strong>: Prof. Dr. Kim Werner, Tel.: +49 541 9697268<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-64604bc5-86c1-4437-a408-d5c4e71ae7fb' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-64604bc5-86c1-4437-a408-d5c4e71ae7fb' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=FdnMPPXhhS6hAzD9FjJAygFnYumWW7eDFldzaKKkKSQ%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Prof. Dr. Kim Werner<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Hochschule Osnabr\u00fcck<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-64604bc5-86c1-4437-a408-d5c4e71ae7fb' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-049-2025-ce-messewirtschaft.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU f\u00f6rdert Projekt der Hochschule Osnabr\u00fcck<\/p>\n","protected":false},"author":30,"featured_media":132514,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[2436,2477,47,2531,64,51,52,53],"class_list":["post-132475","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-circular-economy","tag-deutschland","tag-klimaschutz","tag-nachhaltigkeit","tag-niedersachsen","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132475","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/30"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132475\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132625,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132475\/revisions\/132625"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132475"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132475"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132475"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}