{"id":132375,"date":"2025-04-06T09:00:00","date_gmt":"2025-04-06T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=132375"},"modified":"2025-04-04T12:17:20","modified_gmt":"2025-04-04T10:17:20","slug":"ideen-fuer-eine-rohstoff-schonende-gesundheitsversorgung-gesucht","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/ideen-fuer-eine-rohstoff-schonende-gesundheitsversorgung-gesucht\/","title":{"rendered":"Ideen f\u00fcr eine Rohstoff schonende Gesundheitsversorgung gesucht"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck. Zum Weltgesundheitstag morgen (Montag) fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), sich mehr als bislang um einen vernachl\u00e4ssigten Patienten besonderer Art zu k\u00fcmmern: den Gesundheitssektor selbst. \u201eRasanter Rohstoff- und Ressourcenverbrauch, t\u00e4glich tonnenweise Abfall und enorme Treibhausgasemissionen bedrohen Umwelt und Klima\u201c, so DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde<\/strong>. \u201eDas m\u00fcssen wir \u00e4ndern.\u201c Ein Anfang ist mit der DBU-F\u00f6rderinitiative \u201e<em>CirculAid<\/em>\u201c f\u00fcr mehr Kreislaufwirtschaft in der Gesundheitsversorgung gemacht. Nun bietet sich f\u00fcr pfiffige, innovative Ideen eine neue Gelegenheit: Unter dem Link <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/themen\/foerderinitiativen\/circulaid\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dbu.de\/themen\/foerderinitiativen\/circulaid\/<\/a> k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich F\u00f6rderantr\u00e4ge eingereicht werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/AdobeStock_360462098_\u00a9-vadim-stock.adobe_.com_-1920x1280.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29118\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/AdobeStock_360462098_\u00a9-vadim-stock.adobe_.com_-1920x1280.jpeg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/AdobeStock_360462098_\u00a9-vadim-stock.adobe_.com_-800x533.jpeg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/AdobeStock_360462098_\u00a9-vadim-stock.adobe_.com_-400x267.jpeg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Patient Gesundheitssektor: <\/strong>Zum Weltgesundheitstag am 7. April fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) st\u00e4rkere Anstrengungen f\u00fcr eine umweltschonendere Gesundheitsversorgung \u2013 und bietet neue F\u00f6rderchancen f\u00fcr innovative Ideen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcnf CirculAid-Projekte mit fast 1,2 Millionen Euro von Deutscher Bundesstiftung Umwelt unterst\u00fctzt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcnf bisher von der DBU gef\u00f6rderten <em>CirculAid<\/em>-Projekte haben ein F\u00f6rdervolumen von fast 1,2 Millionen Euro. Die meisten enden dieses Jahr, eines l\u00e4uft bis 2027. Und es sollen weitere Vorhaben hinzukommen. Das Einsparpotenzial bei klimasch\u00e4dlichen Treibhausgasen (THG) wie Kohlendioxid sowie bei Rohstoffverbrauch und Abfall ist betr\u00e4chtlich. Nach Bondes Worten liegt das unter anderem an seit Jahrzehnten praktizierten linearen Denk- und Gesch\u00e4ftsmustern. Bonde: \u201eDiese simple <em>take-make-waste<\/em>-Strategie zum Verbrauchen, Verwenden und Verschwenden von Rohstoffen muss zum Auslaufmodell werden \u2013 besonders auch im Gesundheitssektor. Die Erde und ihre Ressourcen sch\u00fctzen wir am besten durch eine umfassende Kreislaufwirtschaft.\u201c Eine solche <em>Circular Economy<\/em> beginne bereits beim Produktdesign, reiche \u00fcber die M\u00fcllvermeidung \u201eund umfasst auch das Wiederverwenden, Wiederverwerten, Teilen, Reparieren und Recyceln\u201c. Der DBU-Generalsekret\u00e4r weiter: \u201eLeider haben im Gesundheitssektor Einwegprodukte die Mehrfachnutzung und die Kreislaufwirtschaft oft verdr\u00e4ngt. Dadurch gehen wertvolle Rohstoffe unwiederbringlich verloren und Rohstoffverbrauch wird befeuert. Das m\u00fcssen wir anpacken und umkehren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Gesundheitssektor schlummert ein Ressourcenschatz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Untersuchungen des <a href=\"https:\/\/www.isi.fraunhofer.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.isi.fraunhofer.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fraunhofer-Instituts ISI<\/a> und des <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Umweltbundesamts<\/a> (UBA) lassen erahnen, welcher einzusparende Ressourcenschatz im Gesundheitssektor schlummert. Demnach verbraucht das Gesundheitswesen Jahr f\u00fcr Jahr mehr als 100 Millionen Tonnen an Rohstoffen \u2013 und steht damit bundesweit im Vergleich der Sektoren beim Rohstoffkonsum an vierter Stelle \u2013 nach den Bereichen Bauarbeiten, \u00f6ffentliche Verwaltung und weiterverarbeitete Lebensmittel. Bei den THG-Emissionen ergibt sich ein \u00e4hnliches Bild: Laut Fraunhofer ISI schlagen die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen des Gesundheitssektors in Deutschland mit rund sechs Prozent zu Buche \u2013 der drittgr\u00f6\u00dfte Posten nach Bauwirtschaft und dem Lebensmittelbereich. Dem UBA zufolge stieg der Ressourcenverbrauch im Gesundheitswesen von 1995 bis 2016 um rund 80 Prozent \u2013 Tendenz steigend. In engem Zusammenhang damit stehen erheblich zunehmende Abfallmengen. Von Kitteln, Kehlkopfspiegeln und Pinzetten bis zu Scheren, Schalen und Sch\u00fcsseln und nicht zu vergessen die Verpackungen und Einwegprodukte aller Art. Nach Erhebungen sind allein Krankenh\u00e4user j\u00e4hrlich f\u00fcr nahezu f\u00fcnf Millionen Tonnen M\u00fcll verantwortlich \u2013 der deutschlandweit f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte M\u00fcllproduzent. Damit nicht genug: Hinzu kommen noch die Abf\u00e4lle aus anderen Gesundheitseinrichtungen wie Pflege- und Altenheime, Rehakliniken und Arztpraxen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDiesen Teufelskreis wollen wir durchbrechen\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDiesen Teufelskreis wollen wir durchbrechen\u201c, sagt Dr. Max <strong>Hempel<\/strong>. Der zust\u00e4ndige DBU-Abteilungsleiter weiter: \u201eUm eine klimaneutrale und ressourcenschonende Gesundheitsversorgung zu erreichen, muss die Senkung des Ressourcenverbrauchs an erster Stelle stehen. Daf\u00fcr suchen wir modellhafte und innovative Leuchtturmprojekte.\u201c Nach Hempels Worten richtet sich der Appell vor allem an kluge K\u00f6pfe in den Sektoren chemisch-pharmazeutische Erzeugnisse, medizintechnische Gegenst\u00e4nde und Ger\u00e4te sowie Textilien und pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung. Hempel: \u201eAls Projektans\u00e4tze bieten sich zum Beispiel Produkt- und Verfahrensoptimierungen, aber auch Abfall- und Ressourcenmanagement sowie Qualifizierungsma\u00dfnahmen an, die die Ressourceneffizienz ins Visier nehmen.\u201c Die DBU-<em>CirculAid<\/em>-Initiative richte sich sowohl an Kliniken, Heime und Praxen als auch an Hochschulen und Ausbildungsst\u00e4tten im medizinischen Bereich. Hempel: \u201eKooperationen von kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen mit Forschungseinrichtungen sind ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fest statt fl\u00fcssig: Warum Seife beim Ressourcensparen im Gesundheitssystem helfen kann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcnf bisher seitens der DBU gef\u00f6rderten <em>CirculAid<\/em>-Projekte bilden das Spektrum m\u00f6glicher Ideen ab. Ein Vorhaben nimmt sich etwa die Entwicklung eines Verfahrens vor, mit dem zumindest ein Teil des \u00fcblicherweise anfallenden Plastikabfalls stofflich recycelt und zu hygienisch unbedenklichem Rezyklat wird. Eine andere Ma\u00dfnahme erforscht das kreislaufwirtschaftliche Potenzial von Beatmungssystemen. Tats\u00e4chlich er\u00f6ffnen sich hier einige Optionen, denn aktuell bestehen Beatmungssysteme vor allem aus Einwegkomponenten, die nach der Nutzung entsorgt werden. Und neben dem Recycling von OP-Instrumenten und der Entwicklung hygienischer Mehrwegtextilien im OP-Bereich macht noch ein anderes Projekt auf sich aufmerksam. Es zeigt, wie selbst an unverhofften Orten Ressourcen zu retten sind \u2013 sich man daf\u00fcr aber von alten Denkmustern verabschieden muss: Am <a href=\"https:\/\/www.ukaachen.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.ukaachen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Uni-Klinikum<\/a> sowie im <a href=\"https:\/\/www.luisenhospital.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.luisenhospital.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Luisenhospital<\/a> in Aachen wird derzeit untersucht, wie ein bis dato unangefochtener Standard ersetzt werden kann: feste statt fl\u00fcssiger Seife. \u201eDas h\u00e4tte den Vorteil geringerer Transport- und Lagervolumen, und auch die Plastikverpackung w\u00fcrde wegfallen\u201c, sagt Hempel.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-c6330728-760e-4ad1-807d-37c5ee888a16' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-c6330728-760e-4ad1-807d-37c5ee888a16' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=OvepdzW5DtD%2FFk6V7xzmdoZcgd1TGf4ncqpY%2BpM6fhs%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Dr. Melanie Kr\u00f6ger<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Projektleitung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-c6330728-760e-4ad1-807d-37c5ee888a16' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-2025-pm-047-2025-weltgesundheitstag.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-c6330728-760e-4ad1-807d-37c5ee888a16' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/themen\/foerderinitiativen\/circulaid\/'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-link'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Zur F\u00f6rderinitiative \u201eCirculAid\u201c<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU f\u00f6rdert pfiffige Innovationen \u2013 Weltgesundheitstag<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":29118,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[3081,2477,47,51,52,53],"class_list":["post-132375","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu","tag-circulaid","tag-deutschland","tag-klimaschutz","tag-ressourcenschonung","tag-umweltforschung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132375","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132375\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132472,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/132375\/revisions\/132472"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29118"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132375"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132375"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132375"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}