{"id":130606,"date":"2025-02-11T08:54:00","date_gmt":"2025-02-11T07:54:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=130606"},"modified":"2025-02-11T08:54:01","modified_gmt":"2025-02-11T07:54:01","slug":"feuer-und-flamme-fuer-die-heide-2","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/feuer-und-flamme-fuer-die-heide-2\/","title":{"rendered":"Feuer und Flamme f\u00fcr die Heide"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-heidebrennen-christina-ganter-fire.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-130614\" style=\"width:246px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-heidebrennen-christina-ganter-fire.jpg 683w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-heidebrennen-christina-ganter-fire-534x800.jpg 534w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-heidebrennen-christina-ganter-fire-267x400.jpg 267w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Heidebrand ist im Winter \u00e4u\u00dferst kontrollierbar. Unter Ber\u00fccksichtigung der Windst\u00e4rke und Windrichtung wird das Feuer vom Halteteam kontrolliert \u00fcber die DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus geleitet.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Doberlug-Kirchhain. Wer heute Rauchschwaden auf der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/weisshaus\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/weisshaus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus<\/a> im Landkreis Elbe-Elster aufsteigen sieht, braucht sich keine Sorgen zu machen: Bei trockener Witterung mit leichten Minustemperaturen werden Experten der gemeinn\u00fctzigen Hilfsorganisation @fire auf rund einem Hektar die Heide kontrolliert abbrennen und sie so jung halten. \u201eMithilfe dieser feuer\u00f6kologischen Pflegema\u00dfnahme wird die \u00fcberalterte, stark verholzte Heide abgebrannt und das Keimen junger Heidepflanzen gef\u00f6rdert\u201c, sagt Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heidebrand ist im Winter \u00e4u\u00dfert kontrollierbar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Brennen auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che ist im Winter \u00e4u\u00dferst kontrollierbar\u201c, betont Andreas <strong>Petzel<\/strong>, DBU-Koordinator beim <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Lausitz und erg\u00e4nzt: \u201eUnverzichtbar f\u00fcr die Ma\u00dfnahme ist eine gr\u00fcndliche Vorbereitung. Gemeinsam mit <a href=\"https:\/\/www.at-fire.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.at-fire.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">@fire<\/a> haben wir einen detaillierten Brennplan erstellt, der Bodenbedingungen der Fl\u00e4che betrachtet und m\u00f6gliche Gef\u00e4hrdungsbereiche abgeleitet.\u201c Damit das Feuer nicht auf Nachbarfl\u00e4chen \u00fcbergreift, trifft das Team Brandschutzvorkehrungen: Rund um die Fl\u00e4che werden nat\u00fcrliche Brenngrenzen in Form von vegetationsfreien Schneisen erstellt. Auf den offenen Stellen w\u00fcrde das Feuer keinen N\u00e4hrboden finden und erl\u00f6schen. Unter Ber\u00fccksichtigung der Windst\u00e4rke und der Windrichtung kann dann das Feuer kontrolliert \u00fcber die Fl\u00e4che geleitet werden. Das 15-k\u00f6pfige Team beh\u00e4lt die Flammen dabei stets im Auge. \u201eNeben zwei wasserf\u00fchrenden Fahrzeugen ist die sogenannte Haltemannschaft mit kleinen L\u00f6schrucks\u00e4cken im Einsatz und kann flexibel reagieren\u201c, erkl\u00e4rt Tobias <strong>Hallas<\/strong>, Leiter der Vegetationsbrandbek\u00e4mpfung bei @fire. Nach Abschluss wird eine Drohnenkontrolle Aufschluss \u00fcber den Erfolg der Ma\u00dfnahme geben. \u201eMit einer Thermaldrohne \u00fcberfliegen wir die Fl\u00e4che, um einerseits Glutnester im Boden zu identifizieren und andererseits einen Eindruck der Heidepflanzen zu bekommen\u201c, erg\u00e4nzt Hallas. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_\u00a9Michelle-Liedke-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-66238\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_\u00a9Michelle-Liedke-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_\u00a9Michelle-Liedke-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Besenheide_\u00a9Michelle-Liedke-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Besenheide ist ein typischer Brandkeimer. Nach dem Feuer finden die Heidesamen im Boden optimale Keimbedingungen und bl\u00fchen bereits im Sommer wieder lila.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Feuer als Naturschutzma\u00dfnahme<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Heide ist nicht nur selbst ein selten gewordener und daher sch\u00fctzenswerter Lebensraum, sondern auch wichtig f\u00fcr gef\u00e4hrdete Vogelarten wie Heidelerche, Ziegenmelker, Brachpieper und Steinschm\u00e4tzer. Die Heidefl\u00e4chen sind durch jahrelange milit\u00e4rische Nutzung entstanden und w\u00fcrden \u2013 ohne Pflegema\u00dfnahmen \u2013 wieder verbuschen und zu Wald werden. Auch wenn es nach der Aktion zun\u00e4chst karg und leblos aussehen werde, w\u00fcrde sich die Natur den Lebensraum schnell wieder zur\u00fcckholen. Die charakteristische Besenheide ist ein typischer Brandkeimer. Belting erkl\u00e4rt: \u201eDie Heidesamen im Boden erhalten optimale Keimbedingungen, da das Feuer konkurrierende Pflanzen verringert und Rohboden schafft, den die Besenheide zur Verj\u00fcngung ben\u00f6tigt. W\u00e4hrend Stickstoff durch den Brand entzogen wird, verbleiben mit der Asche andere N\u00e4hrstoffe auf der Fl\u00e4che und stehen f\u00fcr die Heideentwicklung zur Verf\u00fcgung.\u201c Bereits im selben Jahr sei mit etwas Gl\u00fcck wieder mit den ersten Heidepflanzen zu rechnen. Auch an den noch vorhandenen Wurzelst\u00f6cken triebe die Heide wieder aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-brennende-heidepflanze-christina-ganter-fire.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-130612\" style=\"width:406px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-brennende-heidepflanze-christina-ganter-fire.jpg 1024w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-brennende-heidepflanze-christina-ganter-fire-800x534.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-brennende-heidepflanze-christina-ganter-fire-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Feuer als Naturschutzma\u00dfnahme: Durch das kontrollierte Brennen erh\u00e4lt die Heide optimale Keimbedingungen, die sie zur Verj\u00fcngung ben\u00f6tigt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Traditionelle Heidepflege neu entfacht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher spielte das Brennen in Mittel- und Nordwesteuropa bei der Nutzung von Heiden und Mooren eine bedeutende Rolle. Das Feuer erwies sich als ein geeignetes und kosteng\u00fcnstiges Mittel, um die Heide zu verj\u00fcngen und vor \u00dcberalterung und Verbuschung zu sch\u00fctzen. Au\u00dferdem geh\u00f6rt das Brennen auch zu den nat\u00fcrlichen Ursachen f\u00fcr Entstehung und Erhaltung der Heide. \u201eDie Ma\u00dfnahme nutzen wir seit Jahren auch f\u00fcr unsere Naturschutzzwecke\u201c, erkl\u00e4rt Belting. Im Unterschied zu dem fr\u00fcher weit verbreiteten j\u00e4hrlichen Abbrennen von ein und derselben Fl\u00e4che, geht es hier um ein kontrolliertes Feuer das h\u00f6chstens alle 15 bis 30 Jahre auf gleicher Fl\u00e4che stattfinden wird, denn solange lebt durchschnittlich eine Heidepflanze. Die Umsetzung erfolgt im ausklingenden Winter. Dazu muss das Heidekraut schneefrei und trocken sein.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-f6db9137-b674-405a-9109-bc134d2e6217' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-f6db9137-b674-405a-9109-bc134d2e6217' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=Zq7sfnvfrp4hOQcdTGWjAA%2FupS4I2G2dIkoi5997e8g%3D'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>@fire &#8211; Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e. V. <\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-f6db9137-b674-405a-9109-bc134d2e6217' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-pm-009-2025-heidebrennen-weisshaus.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-f6db9137-b674-405a-9109-bc134d2e6217' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-service-202410-hintergrund-zum-dbu-naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontrolliertes Brennen zur Heidepflege auf DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":130612,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[59,433,3114,3115,75,50,2460,2673],"class_list":["post-130606","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-brandenburg","tag-dbu-naturerbe","tag-heidepflege","tag-kontrolliertes-brennen","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz","tag-offenland","tag-weisshaus"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/130606","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/130606\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":130621,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/130606\/revisions\/130621"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/130612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=130606"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=130606"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=130606"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}