{"id":128776,"date":"2024-11-15T09:01:13","date_gmt":"2024-11-15T08:01:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=128776"},"modified":"2024-11-15T09:45:52","modified_gmt":"2024-11-15T08:45:52","slug":"auf-der-suche-nach-pfifferling-frauen-taeubling-und-steinpilz","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/auf-der-suche-nach-pfifferling-frauen-taeubling-und-steinpilz\/","title":{"rendered":"Auf der Suche nach Pfifferling, Frauen-T\u00e4ubling und Steinpilz"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>R\u00fcthnick. Wer den Wald vor lauter B\u00e4umen nicht sieht, sucht vielleicht gerade Pilze. Pfifferling, Frauen-T\u00e4ubling und Steinpilz \u2013 sie haben ihren festen Platz im \u00d6kosystem Wald und sind bei Sammlerinnen und Sammlern sehr beliebt. Doch auch im Naturschutz spielen sie eine wichtige Rolle: \u201eIndem wir Pilzarten bei uns in der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/ruethnicker-heide\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/ruethnicker-heide\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">R\u00fcthnicker Heide<\/a> dokumentieren, erhalten wir Aufschluss zur Entwicklung der Naturn\u00e4he\u201c, wei\u00df Dr. Heike <strong>Schneider<\/strong>, Forstwissenschaftlerin im DBU Naturerbe. F\u00fcr das kommende Jahr sucht die Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) \u00fcber die Online-Plattform \u201e<a href=\"https:\/\/www.naturschutzflaechen.de\/nne-monitoring-boerse\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.naturschutzflaechen.de\/nne-monitoring-boerse\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Monitoring-B\u00f6rse<\/a>\u201c des <a href=\"https:\/\/www.naturschutzflaechen.de\/nne-infoportal\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.naturschutzflaechen.de\/nne-infoportal\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Netzwerks Nationales Naturerbe<\/a> ehrenamtlich t\u00e4tige Pilzkundlerinnen und Pilzkundler f\u00fcr die DBU-Naturerbefl\u00e4che in den Landkreisen Overhavel und Ostprignitz-Ruppin. R\u00fcckmeldungen sind noch bis Ende November m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-ruethnicker-heide-winat-ruethnicker-heide-heike-schneider-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-128791\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-ruethnicker-heide-winat-ruethnicker-heide-heike-schneider-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-ruethnicker-heide-winat-ruethnicker-heide-heike-schneider-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-ruethnicker-heide-winat-ruethnicker-heide-heike-schneider-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Forschungsvorhaben \u201eWildnis Naturerbe\u201c (WiNat) erprobte das Forschungsteam zwischen 2014 \u2013 2020 verschiedene Ma\u00dfnahmen auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che R\u00fcthnicker Heide durch, um von einem nadelholzdominierten Wirtschaftswald zu einem strukturreichen Laubmischwald zu gelangen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Pilze als Indikatoren f\u00fcr nat\u00fcrliche Waldentwicklung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen des Forschungsvorhabens \u201e<a href=\"https:\/\/www.nw-fva.de\/forschen\/projekte\/winat\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nw-fva.de\/forschen\/projekte\/winat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wildnis Naturerbe<\/a>\u201c (WiNat) untersuchte das DBU Naturerbe gemeinsam mit der <a href=\"https:\/\/www.nw-fva.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.nw-fva.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt<\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.uni-goettingen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Universit\u00e4t G\u00f6ttingen<\/a> von 2014 bis 2020, unter welchen Bedingungen sich aus einem nadelholzgepr\u00e4gten Wirtschaftswald m\u00f6glichst schnell ein naturnaher Laubmischwald entwickelt. \u201eWertgebende Indikatoren sind unter anderem Pilze, die nun zehn Jahre nach Abschluss des Projektes erneut erfasst werden sollen\u201c, erkl\u00e4rt Schneider. In der R\u00fcthnicker Heide dominieren Kiefernw\u00e4lder, da die Fl\u00e4che bis zu Beginn der 1960er Jahre forstwirtschaftlich genutzt wurde. 1964 begann der Ausbau zum Truppen\u00fcbungsplatz. Seit der \u00dcbernahme durch das DBU Naturerbe 2008 ist die Fl\u00e4che dem Naturschutz gewidmet. Das gro\u00dfe, geschlossene Waldgebiet soll sich zuk\u00fcnftig nat\u00fcrlich, also ohne menschliche Eingriffe, entwickeln. Um m\u00f6glichst schnell von einem nadelholzdominierten Wirtschaftswald hin zu einem strukturreichen Laubmischwald zu gelangen, legte das WiNat-Forschungsteam auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che ein Experiment zur nat\u00fcrlichen Entwicklung von W\u00e4ldern an. Daf\u00fcr wurden verschiedene Ma\u00dfnahmen wie Bestandsauflichtung, Totholzanreicherung oder Pflanzung von Laubb\u00e4umen zur F\u00f6rderung von Naturn\u00e4he auf 180 Hektar erprobt. Zudem erfasste das Team die Waldstruktur sowie verschiedene Artengruppen wie K\u00e4fer, Pilze, Moose und Flechten vor und nach der Ma\u00dfnahmenumsetzung. Zehn Jahre nach dem Start der Ma\u00dfnahmenumsetzung sollen nun weitere Kartierungen wie die der Pilze Aufschluss zur Entwicklung der Naturn\u00e4he liefern. \u201eDer Wald hat immer Pilzsaison. Nur zeigen sich eben nicht das ganze Jahr auff\u00e4llige Fruchtk\u00f6rper am Boden oder an B\u00e4umen. Daher suchen wir f\u00fcr das Monitoring erfahrene Mykologen mit entsprechender Artenkenntnis\u201c, sagt Schneider. Die Erfassung erfolgt in drei Durchg\u00e4ngen mit Fr\u00fchjahrs- Haupt- und Sp\u00e4therbstaspekten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1863\" height=\"1242\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wald-mooshaeubling-werner-wahmhoff.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-128795\" style=\"width:419px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wald-mooshaeubling-werner-wahmhoff.jpg 1863w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wald-mooshaeubling-werner-wahmhoff-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wald-mooshaeubling-werner-wahmhoff-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1863px) 100vw, 1863px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Erfahrung gesucht: Da sich Pilze nicht immer mit auff\u00e4lligen Fruchtk\u00f6rpern zeigen, sucht das DBU Naturerbe das Monitoring erfahrene Mykologen und Mykologinnen mit entsprechender Artenkenntnis.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Pilze und B\u00e4ume in enger Verbundenheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pilze und B\u00e4ume sind starke Partner. So versorgen Pilze den Baum mit Zucker, sch\u00fctzen die Wurzeln vor Frost oder Trockenheit und zersetzen das herabfallende Laub oder abgestorbene \u00c4ste zu Humus. Im Gegenzug bekommen sie Wasser und darin gel\u00f6ste N\u00e4hrstoffe von ihrem gro\u00dfen Verb\u00fcndeten zur\u00fcck. \u201ePilze tragen ma\u00dfgeblich zu einem gesunden Wald\u00f6kosystem bei. Au\u00dferdem sind sie eindeutige Indikatoren, wie naturnah ein Wald bereits ist. Ein Wald mit hoher Strukturvielfalt, also mit B\u00e4umen unterschiedlichen Art und Alters sowie Totholz, kann sich fr\u00fcher ohne menschliche Eingriffe entwickeln\u201c, wei\u00df Schneider.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Monitoring-B\u00f6rse \u2013 Plattform f\u00fcr Angebote und Nachfragen zum Monitoring <\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wald-wald-mit-totholz-und-pilzen-roland-schroeder-dbu-naturerbe-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-128793\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wald-wald-mit-totholz-und-pilzen-roland-schroeder-dbu-naturerbe-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wald-wald-mit-totholz-und-pilzen-roland-schroeder-dbu-naturerbe-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-wald-wald-mit-totholz-und-pilzen-roland-schroeder-dbu-naturerbe-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Pilze und B\u00e4ume in enger Verbundenheit: Pilze sind eindeutige Indikatoren f\u00fcr die Naturn\u00e4he eines Waldes.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Monitoring-B\u00f6rse des Netzwerks Nationales Naturerbe gleicht einem \u201eschwarzen Brett\u201c mit Angeboten und Gesuchen rund um das Thema Monitoring auf Naturerbefl\u00e4chen. \u201eMit Hilfe der Monitoring-B\u00f6rse werden Freiwillige mit Erfahrung angesprochen, die bundesweit auf verschiedenen Fl\u00e4chen des Nationalen Naturerbes Daten zur Waldentwicklung oder Tagfalter und Vogelvorkommen dokumentieren. Daraus entsteht gemeinsam ein gro\u00dfer Datenschatz f\u00fcr den Naturschutz\u201c, erkl\u00e4rt Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe. Gleichzeitig soll durch das bundesweit einheitliche Vorgehen auch ein Vergleich zwischen Fl\u00e4chen des <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/nationales-naturerbe\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bfn.de\/nationales-naturerbe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Naturerbes<\/a> und W\u00e4ldern au\u00dferhalb von Naturschutzfl\u00e4chen gezogen werden. Interessierte haben bei der Online-B\u00f6rse selbst auch die M\u00f6glichkeit, ihre Expertise anzubieten und ein Angebot aufzugeben. Weitere Infos unter <a href=\"https:\/\/www.naturschutzflaechen.de\/nne-monitoring-boerse\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.naturschutzflaechen.de\/nne-monitoring-boerse<\/a> oder unter <a href=\"http:\/\/www.dbu.de\/naturerbe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.dbu.de\/naturerbe<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-a051a364-146e-4f10-9b58-5e745caca4ef' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-a051a364-146e-4f10-9b58-5e745caca4ef' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-ruethnicker-heide-pm-128-2024-monitoringboerse-pilze-ruethnicker-heide-1.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-a051a364-146e-4f10-9b58-5e745caca4ef' class='dbu-icon  ' href=''><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU Naturerbe sucht Freiwillige zum Pilz-Monitoring auf DBU-Naturerbefl\u00e4che R\u00fcthnicker Heide<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":128793,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[59,433,2666,75,50,2674,2463,3062],"class_list":["post-128776","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-brandenburg","tag-dbu-naturerbe","tag-monitoring","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz","tag-ruethnicker-heide","tag-wald","tag-winat"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/128776","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/128776\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128810,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/128776\/revisions\/128810"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/128793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=128776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=128776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}