{"id":127496,"date":"2024-10-14T08:54:19","date_gmt":"2024-10-14T06:54:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=127496"},"modified":"2024-10-14T18:43:12","modified_gmt":"2024-10-14T16:43:12","slug":"kosmak-durch-plomben-wiedervernaessen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/kosmak-durch-plomben-wiedervernaessen\/","title":{"rendered":"Kosmak durch Plomben wiedervern\u00e4ssen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-zschornoer-wald-kosmak-zschornoer-wald-thomas-nogatz-lup-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-127490\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-zschornoer-wald-kosmak-zschornoer-wald-thomas-nogatz-lup-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-zschornoer-wald-kosmak-zschornoer-wald-thomas-nogatz-lup-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-zschornoer-wald-kosmak-zschornoer-wald-thomas-nogatz-lup-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Niedermoor des Kosmaks ist von einem 440 Meter langen Grabensystem durchzogen, welches den organischen Boden seit Jahrzehnten entw\u00e4ssert und durchl\u00fcftet.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>D\u00f6bern. Jahrhundertelang haben Menschen mithilfe von Gr\u00e4ben sehr effektiv B\u00f6den und Moore entw\u00e4ssert, um sie land- oder forstwirtschaftlich zu nutzen. Auch der sogenannte Kosmak, ein Niedermoor auf der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/zschornoer-wald\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Zschornoer Wald<\/a>, zeigt diese Praxis: Ein Hauptgraben von Nord nach S\u00fcd und drei Quergr\u00e4ben kreuzen die rund drei Hektar gro\u00dfe Fl\u00e4che und leiten das Wasser ab. Indem Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben verschlossen werden, wird zuk\u00fcnftig mehr Wasser in der Landschaft gehalten. \u201eWir wollen den nat\u00fcrlichen Wasserhaushalt in dem Niedermoor wiederherstellen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, aber auch, um den selten gewordenen Lebensraum f\u00fcr spezialisierte Tier- und Pflanzenarten zu erhalten\u201c, so Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-auswirkungen-wiedervernaessung-weisshaus-fuellhaas-dbu-naturerbe-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-127492\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-auswirkungen-wiedervernaessung-weisshaus-fuellhaas-dbu-naturerbe-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-auswirkungen-wiedervernaessung-weisshaus-fuellhaas-dbu-naturerbe-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-weisshaus-auswirkungen-wiedervernaessung-weisshaus-fuellhaas-dbu-naturerbe-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wie schon auf der benachbarten DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus im Landkreis Elbe-Elster kommen S\u00e4gesp\u00e4ne als Grabenverschluss zum Einsatz, um das Wasser in der Landschaft zu halten.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Mehr Wasser im Zschornoer Wald<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Intakte \u00d6kosysteme sind nat\u00fcrliche Klimasch\u00fctzer. Gut wasserversorgte Moore speichern Kohlenstoff, indem abgestorbene Pflanzenreste im Boden unter Luftabschluss konserviert werden. Das gest\u00f6rte Niedermoor des Kosmaks auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Zschornoer Wald ist von einem 440&nbsp;Meter langen Grabensystem durchzogen, das den organischen Boden seit Jahrzehnten entw\u00e4ssert und durchl\u00fcftet. Dadurch verliert das Moor nicht nur seine \u00f6kologische Funktion als Kohlenstoffsenke, sondern es verschwinden begleitend auch seltene Lebensr\u00e4ume und damit gleichzeitig die besondere Flora und Fauna. \u201eDer Torfk\u00f6rper wird sich nur erholen, wenn das von Menschen gezogene Grabensystem dem Moor nicht weiter ganzj\u00e4hrig das Wasser abzieht. Was seinerzeit f\u00fcr die Milit\u00e4r- und Forstwirtschaft gut war, f\u00fchrte zwangsl\u00e4ufig dazu, dass der Torfk\u00f6rper kontinuierlich mit Luftsauerstoff in Verbindung kam, fortw\u00e4hrend mineralisiert und dadurch Klimagase wie Kohlenstoffdioxid (CO<sub>2<\/sub>) freisetze. Mit der Wiedervern\u00e4ssung schlagen wir nun den umgekehrten Weg ein\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Uwe <strong>Fuellhaas<\/strong>, Gew\u00e4sser- und Feuchtgebietsmanager im DBU Naturerbe. Ob die Verf\u00fcllung der Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben die erhoffte Wirkung entfaltet, werde im n\u00e4chsten Sommerhalbjahr klar. \u201eSch\u00f6n w\u00e4re es, wenn auf der Wiese hier bis in den Fr\u00fchling das Wasser steht. Dann d\u00fcrfte der Grundwasserspiegel hoffentlich so angestaut sein, dass sich das Wasser im Kosmak bis weit in den Sommer h\u00e4lt\u201c, so Fuellhaas.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>S\u00e4gesp\u00e4ne werde als Grabenverschluss eingesetzt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon auf der benachbarten <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/weisshaus\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/weisshaus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Wei\u00dfhaus<\/a> im Landkreis Elbe-Elster kommen <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/news\/intakte-moore-sind-natuerliche-klimaschuetzer\/\">S\u00e4gesp\u00e4ne als Grabenverschluss zum Einsatz<\/a>, um den Wasserabfluss langfristig zu stoppen. \u201eEin lokales Unternehmen baut das Material in die Gr\u00e4ben ein und verdichtet dieses organische F\u00fcllmaterial anschlie\u00dfend mit einer Grabenwalze&#8221;, erkl\u00e4rt DBU-Koordinator Andreas<strong> Petzel <\/strong>vom <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betrieb Lausitz. Die rund 900 Kubikmeter liegen bereits auf einem tempor\u00e4ren Lagerplatz auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che. Von dort aus wird das Material mit kleineren Fahrzeugen zum Kosmak transportiert. \u201eDas Material ist sehr saugf\u00e4hig und unter Luftabschluss recht langlebig. Da nicht gen\u00fcgend umliegender Torfboden f\u00fcr die Grabenverf\u00fcllung zur Verf\u00fcgung steht, ist das Material eine passende Alternative\u201c, erl\u00e4utert Revierleiter Gert <strong>Noack<\/strong>, der die Ma\u00dfnahme vor Ort begleitet, die Materialwahl.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Terminhinweis: Deutscher Umweltpreis geht an Moorforscherin \u2013 Interessierte k\u00f6nnen Verleihung am 27.10. um 11 Uhr live verfolgen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) verleiht den Deutschen Umweltpreis dieses Jahr an <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/news\/unermuedlicher-einsatz-fuer-nasse-moore-klimaschuetzer-erster-guete\/\">Dr.&nbsp;Franziska <strong>Tanneberger <\/strong><\/a>f\u00fcr ihren unerm\u00fcdlichen Einsatz und die herausragende wissenschaftliche Arbeit \u00fcber die Rolle der Moore beim Schutz von Klima und Biodiversit\u00e4t. Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier \u00fcberreicht der Leiterin vom Greifswald Moor Centrum die Auszeichnung f\u00fcr ihre Forschung rund um Moorschutz und Wiedervern\u00e4ssung sowie ihr Engagement, zwischen Wissenschaft, Politik und Landwirtschaf zur Moornutzung zu vermitteln. Tanneberger teilt sich die mit insgesamt 500.000 Euro dotierte Auszeichnung mit Diplom-Ingenieur <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/news\/strom-tanken-im-minutentakt-mit-tempo-fuer-elektromobilitaet-und-klimaschutz\/\">Thomas&nbsp;<strong>Speidel<\/strong><\/a>, der den Preis f\u00fcr seine Innovationen in der E-Mobilit\u00e4t erh\u00e4lt. Die Veranstaltung am Sonntag, 27. Oktober, beginnt um 11 Uhr und ist auch per<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lBh1g_38ROM\"> Livestream<\/a> zu verfolgen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-f6892a0b-cf50-46c8-a861-3fb6792697af' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-f6892a0b-cf50-46c8-a861-3fb6792697af' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=YN6PZhTWNEAJNnSgeDR6KpcqaySpJtyCrVXxdN2%2BWGYIUrKlm23HfhHedabf8HrY'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Andreas Petzel<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Lausitz<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-f6892a0b-cf50-46c8-a861-3fb6792697af' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-zschornoer-wald-pm-118-2024-wiedervernaessung-kosmak-zschornoer-wald.pdf' download><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-f6892a0b-cf50-46c8-a861-3fb6792697af' class='dbu-icon  ' href=''><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00e4gesp\u00e4ne f\u00fcr mehr Wasser im Niedermoor der DBU-Naturerbefl\u00e4che Zschornoer Wald<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":127490,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[59,433,47,413,414,75,432,50,2671],"class_list":["post-127496","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-brandenburg","tag-dbu-naturerbe","tag-klimaschutz","tag-moor","tag-moorschutz","tag-nationales-naturerbe","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-zschornoer-wald"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/127496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/127496\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127668,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/127496\/revisions\/127668"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/127490"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=127496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=127496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}