{"id":104961,"date":"2024-10-01T09:08:57","date_gmt":"2024-10-01T07:08:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=104961"},"modified":"2024-10-02T11:55:56","modified_gmt":"2024-10-02T09:55:56","slug":"wissen-wo-wald-waechst-analyse-auf-dbu-naturerbeflaechen-abgeschlossen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/wissen-wo-wald-waechst-analyse-auf-dbu-naturerbeflaechen-abgeschlossen\/","title":{"rendered":"Wissen, wo Wald w\u00e4chst \u2013 Analyse auf DBU-Naturerbefl\u00e4chen abgeschlossen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-bendeleber-wald-bendeleber-wald-naturnah-matthias-brehm-bundesforst-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-105373\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-bendeleber-wald-bendeleber-wald-naturnah-matthias-brehm-bundesforst-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-bendeleber-wald-bendeleber-wald-naturnah-matthias-brehm-bundesforst-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-bendeleber-wald-bendeleber-wald-naturnah-matthias-brehm-bundesforst-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Bendeleber Wald ist 417 Hektar gro\u00df und wurde als Standort\u00fcbungsplatz Sondershausen milit\u00e4risch genutzt, bevor sie vom DBU Naturerbe \u00fcbernommen wurde. Im Wald soll sich ein naturnaher Laubmischwald mit B\u00e4umen unterschiedlichen Alters langfristig ohne Einfluss der Menschen nat\u00fcrlich entwickeln.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Sondershausen\/Bad Frankenhausen. <\/strong>Mit Luftbildkarten vom Wald ausgestattet waren die Mitarbeitenden der Firma Giscon viele Wochen auf den DBU-Naturerbefl\u00e4chen <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/oestliche-hainleite\/\">\u00d6stliche Hainleite<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/bendeleber-wald\/\">Bendeleber Wald <\/a>unterwegs<strong>. <\/strong>Im Auftrag der gemeinn\u00fctzigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) haben sie den Wald kartiert, Baumh\u00f6hen und Durchmesser notiert, die Zusammensetzung der Baumarten und ihr Alter aufgenommen. Jetzt sind die sogenannten Forsteinrichtungen abgeschlossen. \u201eMit dieser Ist-Erfassung der W\u00e4lder bekommen wir wichtige Daten, um Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre zu planen\u201c, erl\u00e4utert Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>DBU-Naturerbefl\u00e4chen sind dem Naturschutz gewidmet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit der \u00dcbernahme durch das DBU Naturerbe 2008 sind der etwa 417 Hektar (ha) gro\u00dfe Bendeleber Wald und die etwa 450 ha gro\u00dfe \u00d6stliche Hainlaite dem Naturschutz gewidmet. Zuvor wurden die zwei Fl\u00e4chen milit\u00e4risch genutzt als Standort\u00fcbungsplatz Sondershausen (Bendeleber Wald) und als Standort\u00fcbungsplatzes Bad Frankenhausen (\u00d6stliche Hainleite). \u201eIn den W\u00e4ldern haben wir uns mit der \u00dcbertragung verpflichtet, die teils noch monotonen Nadelholzbest\u00e4nde zu naturnahen Laubmischw\u00e4ldern zu entwickeln und sie dann aus der Nutzung zu nehmen\u201c, so Belting. Schlie\u00dflich sei eins der erkl\u00e4rten Ziele auf allen Fl\u00e4chen des bundesweit rund 164.000 ha gro\u00dfen <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/nationales-naturerbe\">Nationalen Naturerbe<\/a>, die W\u00e4lder langfristig sich selbst zu \u00fcberlassen und dort im Sinne der Nationalen Biodiversit\u00e4tsstrategie nat\u00fcrliche Entwicklungen ohne menschliche Eingriffe zuzulassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-naturerbe-oestl-hainleite-naturnaher-wald-tobias-leikauf-dbu-naturerbe-1-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-104964\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-naturerbe-oestl-hainleite-naturnaher-wald-tobias-leikauf-dbu-naturerbe-1-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-naturerbe-oestl-hainleite-naturnaher-wald-tobias-leikauf-dbu-naturerbe-1-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-naturerbe-oestl-hainleite-naturnaher-wald-tobias-leikauf-dbu-naturerbe-1-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wie auf allen DBU-Naturerbefl\u00e4chen verbleibt Totholz auch in der \u00d6stlichen Hainleite als selten gewordener Lebensraum im Wald. Das etwa 450 Hektar gro\u00dfe Areal kennen viele noch als Standort\u00fcbungsplatzes Bad Frankenhausen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Rund 30 Prozent der Waldfl\u00e4che ist bereits naturnah und wird sich selbst \u00fcberlassen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Bendeleber Wald wachsen mit 91 Prozent \u00fcberwiegend Laubb\u00e4ume, vor allem die Trauben-Eiche. 346 ha, etwa 75 Prozent, sind bereits so naturnah entwickelt, dass die Fl\u00e4cheneigent\u00fcmerin dort bereits heute die forstliche Nutzung eingestellt hat. \u201eNaturnah bedeutet, dass wir einen Laubmischwald vorfinden, in dem B\u00e4ume mit unterschiedlichen Altersklassen wachsen. Auch alte B\u00e4ume oder solche mit besonderen Habitaten wie Spechth\u00f6hlen werden nicht entnommen\u201c, erl\u00e4utert Belting. In der \u00d6stlichen Hainleite ist der Laubholzanteil mit 97 Prozent noch h\u00f6her. Es dominiert die Rotbuche. 330 ha, auch etwa 75 Prozent, werden schon sich selbst \u00fcberlassen. \u201eNatur Natur sein lassen \u2013 darum geht es. Wir gewinnen wichtige Erkenntnisse, wenn wir den Wald in einem Zustand frei von menschlichem Einfluss beobachten. Der sogenannte Prozessschutz ist aber vor allem eine Naturschutzstrategie, damit sich Lebensr\u00e4ume f\u00fcr viele bedrohte Tiere und Pflanzen verbessern\u201c, sagt Belting. Dadurch w\u00fcrden vor allem Arten profitieren, die von hohen Totholzanteilen und sp\u00e4ten Baum-Altersstufen abh\u00e4ngig sind. \u201eIn den meisten W\u00e4ldern in Deutschland finden wir keine uralten B\u00e4ume und nur wenig Totholz, weil das Holz forstwirtschaftlich genutzt wird. Bei uns d\u00fcrfen die naturnahen Waldabschnitte alt werden\u201c, betont die Fachliche Leiterin. Insgesamt haben die W\u00e4lder die vergangenen trockenen Jahre gut \u00fcberstanden, Sch\u00e4den halten sich in Grenzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Buchen werden Eichen verdr\u00e4ngen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1920\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-bendeleber-wald-karte-bendeleber-wald-oestl-hainleite-dbu-naturerbe-1920x1920.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-105780\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-bendeleber-wald-karte-bendeleber-wald-oestl-hainleite-dbu-naturerbe-1920x1920.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-bendeleber-wald-karte-bendeleber-wald-oestl-hainleite-dbu-naturerbe-800x800.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-bendeleber-wald-karte-bendeleber-wald-oestl-hainleite-dbu-naturerbe-400x400.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Kyffh\u00e4userkreis hat das DBU Naturerbe als gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zwei ehemalige Standort\u00fcbungspl\u00e4tze vom Bund \u00fcbernommen und dem Naturschutz gewidmet. In der \u00d6stlichen Hainleite und im Bendeleber Wald sollen sich die W\u00e4lder langfristig nat\u00fcrlich entwickeln.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei ihrer Kartierung verglichen die Giscon-Mitarbeitenden die Zusammensetzung in drei Altersgruppen: Den Hauptbestand mit \u00e4lteren rund 30 Meter hohen B\u00e4umen, den Unterstand mit etwa 15 bis 20 Meter hohen Exemplaren sowie die Verj\u00fcngung mit S\u00e4mlingen und aufwachsenden B\u00e4umen. Im Bendeleber Wald sind Eichen im Hauptbestand pr\u00e4gend, in der Verj\u00fcngung sind es vor allem Buchen. \u201eDas ist typisch in Deutschland. Wenn wir nicht weiter eingreifen, haben es Eichenw\u00e4lder schwer, sich zu behaupten\u201c, best\u00e4tigt Dr. Andr\u00e9 <strong>Kopka<\/strong>, Leiter IT- und GIS-Koordination im DBU Naturerbe, der die Forsteinrichtungen betreut hat. Auch in der \u00d6stlichen Hainleite werden die Buchen die Eichen verdr\u00e4ngen. \u201eIn den W\u00e4ldern wird sich das Bild aber nicht schnell \u00e4ndern. F\u00f6rster rechnen in Generationen \u201c, so Kopka.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spezielle Waldbilder bleiben pflegeintensiv<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer denkt, auf den DBU-Naturerbefl\u00e4chen wird es irgendwann gar keinen Maschineneinsatz mehr geben, der irrt: Sowohl auf den Wiesen und rund um Gew\u00e4sser sei kontinuierliche Arbeit wichtig. \u201eEs gibt zudem auf beiden Fl\u00e4chen Wald, den wir langfristig weiter pflegen werden\u201c, erg\u00e4nzt Kopka. So gew\u00e4hrleiste das DBU Naturerbe mit Hilfe des <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\">Bundesforstbetriebs <\/a>Th\u00fcringen-Erzgebirge beispielsweise die Verkehrssicherung von Wegen und Waldr\u00e4ndern und pflege europ\u00e4isch gesch\u00fctzte Lebensraumtypen. In der \u00d6stlichen Hainleite m\u00f6chte das DBU Naturerbe mit einem sogenannten Mittelwald eine alte Waldbewirtschaftungsform wiederbeleben und pflegen. Ein Mittelwald besteht aus zwei Baumschichten, der Oberschicht aus Eichen und Buchen, deren Fr\u00fcchte f\u00fcr die Schweinemast genutzt wurden, und dem Unterholz, das etwa alle 20\u00a0Jahre fl\u00e4chig beispielsweise als Brennholz geerntet wurde. \u201eUngeachtet der historischen Bedeutung bilden Mittelw\u00e4lder besondere Biotope, die f\u00fcr den Schutz der biologischen Vielfalt erhaltenswert sind\u201c, betont Kopka.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-a8d5c8d8-1709-4521-b3c5-935e46c73871' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-a8d5c8d8-1709-4521-b3c5-935e46c73871' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-bendeleber-wald-pm-113-2024-forsteinrichtung-hainleite-bendeleber.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung als PDF<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-a8d5c8d8-1709-4521-b3c5-935e46c73871' class='dbu-icon  ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Hintergrund-zum-DBU-Naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-a8d5c8d8-1709-4521-b3c5-935e46c73871' class='dbu-icon  ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=IzDxuW7jROF3NMuQtqRCbXxC7gsiaSFVTPZrJovXvf%2FkxJqZhkbvDh2vBvhl6tCc'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Kontakt zum DBU-Koordinator<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forsteinrichtung zeigt: 75 Prozent der stiftungseigenen W\u00e4lder im Kyffh\u00e4userkreis sind naturnah  <\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":104964,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[3021,433,3023,75,50,3022,2463],"class_list":["post-104961","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-bendelber-wald","tag-dbu-naturerbe","tag-forsteinrichtung","tag-nationales-naturerbe","tag-naturschutz","tag-oestliche-hainleite","tag-wald"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/104961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/104961\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":106587,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/104961\/revisions\/106587"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/104964"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=104961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=104961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}