{"id":102903,"date":"2024-09-03T13:13:54","date_gmt":"2024-09-03T11:13:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=102903"},"modified":"2024-09-03T13:13:55","modified_gmt":"2024-09-03T11:13:55","slug":"republik-moldau-energiewende-mit-guelle-mist-und-trester","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/republik-moldau-energiewende-mit-guelle-mist-und-trester\/","title":{"rendered":"Republik Moldau: Energiewende mit G\u00fclle, Mist und Trester"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Osnabr\u00fcck. Energiesicherheit, Energieversorgung \u2013 und beides in Kombination mit mehr Umweltschutz: Diese Themen stehen im Mittelpunkt einer Delegationsreise der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unter Leitung von DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander <strong>Bonde <\/strong>in die Republik <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Republik_Moldau\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Republik_Moldau\">Moldau<\/a>. Mit dabei sind bis zum 5. September Projektpartner aus Niedersachsen, Sachsen und Bayern. \u201eIn drei aktuellen moldauischen DBU-Projekten geht es unter anderem darum, Know-how f\u00fcr den Bau von <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/wirtschaft-konsum\/industriebranchen\/biogasanlagen\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/themen\/wirtschaft-konsum\/industriebranchen\/biogasanlagen\">Biogasanlagen <\/a>zu vermitteln\u201c, so Bonde. \u201eDas ist ein Beitrag zur Energiewende mit G\u00fclle, Mist und Trester f\u00fcr Strom- und W\u00e4rmeerzeugung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Moldau-Spelleken-\u00a9-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-102911\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Moldau-Spelleken-\u00a9-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Moldau-Spelleken-\u00a9-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Moldau-Spelleken-\u00a9-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Energiewende mit Kloster und K\u00fchen: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) f\u00f6rdert in der Republik Moldau unter anderem dieses Projekt, an dem das orthodoxe und konfessionell unabh\u00e4ngige Kloster Maria und Martha im Landkreis \u015etefan Vod\u0103 beteiligt ist (links im Bild die \u00c4btin des Klosters): Ziel ist die Entwicklung einer Biogasanlage mithilfe eines Milchbetriebs. Derzeit ist eine DBU-Delegation noch bis 5. September zu Gast in der Republik Moldau. Im Mittelpunkt stehen Vorhaben mit nachhaltiger Bioenergie-Erzeugung f\u00fcr mehr Energiesicherheit und -unabh\u00e4ngigkeit.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>\u201eNachhaltige Energieversorgung im Land verankern\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach Bondes Worten hat die Bioenergie-Erzeugung in der Republik Moldau einen besonders hohen Stellenwert. \u201eDas kleine landwirtschaftlich gepr\u00e4gte Land bietet daf\u00fcr hervorragendes Potenzial\u201c, so der DBU-Generalsekret\u00e4r. \u201eWir wollen zusammen mit den Menschen mittels unserer Moldau-Projekte auch Wege ebnen, damit sich eine zukunftsf\u00e4hige und zugleich nachhaltige Energieversorgung im Land verankern l\u00e4sst.\u201c Eine solche \u201eB\u00fcrgerenergie\u201c, die von lokalen und regionalen Stakeholdern aus dem Umwelt- und Klimabereich, aber auch von mittelst\u00e4ndischen Betrieben sowie Beh\u00f6rden getragen werde, \u201ehat zugleich das Zeug, dem Land Aussicht auf Energiesicherheit und -unabh\u00e4ngigkeit zu verschaffen\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausbau der energetischen Verwertung von agrarischen Reststoffen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben Gespr\u00e4chen in der Deutschen Botschaft, Briefings zur moldauischen Umwelt- und Landwirtschaftspolitik sowie einem Treffen im Landwirtschaftsministerium der Republik Moldau ist ein Aufenthalt im Landkreis Anenii Noi sowie am dort befindlichen Fluss Nistru geplant. Die Herausforderung in dieser Region erkl\u00e4rt DBU-Experte J\u00f6rg <strong>Lef\u00e8vre <\/strong>so: \u201eDie energetische Verwertung von G\u00fclle, Mist, Altspeisefetten oder von Trester, der als gepresste Masse im Obst- und Weinbau nach der Verwertung \u00fcbrigbleibt, kann erheblich ausgebaut werden. Bislang verschmutzen die landwirtschaftlichen Abfallstoffe noch zu sehr B\u00f6den und Gew\u00e4sser.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Biogasanlagen bieten strategischen Vorteil beim Ausbau der erneuerbaren Energien in der Republik Moldau<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Energietr\u00e4ger f\u00fcr die Biogasanlagen sind explizit agrarische Reststoffe vorgesehen, also keine Feldfr\u00fcchte wie Mais. Laut Lef\u00e8vre wollen drei aktuelle Moldau-Projekte der DBU mit Laufzeiten bis Ende dieses und n\u00e4chsten Jahres sowie F\u00f6rdersummen von jeweils 123.000 bis 142.000 Euro Bewegung in den Ausbau von erneuerbaren Energien (EE) und hin zu einer Energiewende in der Republik Moldau bringen. Biogasanlagen bieten Lef\u00e8vre zufolge einen strategischen Vorteil im Vergleich etwa zu Photovoltaik oder Windkraft \u2013 obgleich auch diese beiden EE-Varianten in der Republik Moldau eine Rolle spielen. Der DBU-Referent: \u201eMit einer Biogasanlage kann man dann Energie erzeugen, wenn man sie braucht. Das ist gerade in der Republik Moldau mit seinen langen, oft regnerischen Wintern ein Trumpf, um Strom und W\u00e4rme zu produzieren.\u201c Und: Die Verwendung der Reststoffe ist in einer Biogasanlage flexibel zu steuern. W\u00e4hrend G\u00fclle l\u00e4nger lagern kann, muss Trester, der von September bis November anf\u00e4llt, binnen vier Wochen verwertet werden, \u201esonst verrottet er\u201c, so Lef\u00e8vre. Neben den Wohnungen w\u00fcrden von der Bioenergie etwa beheizte Schulen ebenso profitieren wie st\u00e4dtische Betriebe, die auf Wasserpumpen und -filter angewiesen seien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hoher Modellcharakter der DBU-Projekte in der Republik Moldau<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>DBU-Generalsekret\u00e4r Bonde betont den \u201ehohen Modellcharakter der DBU-Projekte in Moldau\u201c. Es gehe nicht allein um innovative Technologie f\u00fcr den Bau etwa von Biogasanlagen. \u201eWir wollen auch Wissen vermitteln, wie man den notwendigen organisatorischen Aufbau bew\u00e4ltigt, welche Finanzierungsmodelle f\u00fcr B\u00e4uerinnen und Bauern in Frage kommen und wie man am besten Dienstleister sowie Partnerverb\u00e4nde und Beh\u00f6rden f\u00fcr eine dezentrale Energieerzeugung ins Boot holt.\u201c Genau das ist das Ziel eines DBU-gef\u00f6rderten Vorhabens in der 6000-Einwohner-Gemeinde Caz Cosnita nahe der Hauptstadt Chisinau, in dem ein innovatives B\u00fcrgerenergiemodell entwickelt wird \u2013 \u201eund als Blaupause f\u00fcr 150 andere D\u00f6rfer \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfe und Beschaffenheit dienen kann\u201c, so Bonde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1861\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Energieministerium-Moldau_\u00a9DBU-2-1920x1861.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-102937\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Energieministerium-Moldau_\u00a9DBU-2-1920x1861.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Energieministerium-Moldau_\u00a9DBU-2-800x776.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Energieministerium-Moldau_\u00a9DBU-2-400x388.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Empfang im Energieministerium der Republik Moldau: Eine Delegation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unter Leitung von DBU-Generalsekret\u00e4r Alexander Bonde (hier mit der moldauischen Energie-Staatssekret\u00e4rin Carolina Novac, Mitte, und DBU-Abteilungsleiterin Dr. Cornelia Soetbeer) ist seit gestern (Montag) Abend und noch bis zum 5. September zu Gast in der Republik Moldau. Im Mittelpunkt stehen DBU-gef\u00f6rderte Projekte rund um Bioenergie-Erzeugung und zur Energiewende. Nach einem Treffen in der Deutschen Botschaft und dem im Energieministerium ist heute (Dienstag) zudem ein Austausch im moldauischen Agrarministerium geplant.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Republik Moldau neu im MOE-Fellowship-Programm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt als eine der gr\u00f6\u00dften Umweltstiftungen Europas mit einem Stiftungskapital von rund 2,5 Milliarden Euro versteht sich zwar in erster Linie als eine nationale Stiftung. Gleichwohl werden in kleinerem Umfang auch internationale Projekte gef\u00f6rdert: zum einen \u00fcber das Fellowship-Programm der mittel- und osteurop\u00e4ischen Staaten (MOE), zum andern mittels der Projektf\u00f6rderung. Die Republik Moldau ist im Sommer dieses Jahres in das MOE-Fellowship-Programm der DBU neu aufgenommen worden \u2013 wobei mittels der internationalen Projektf\u00f6rderung seitens der DBU bereits seit 2010 diverse Vorhaben in dem Land unterst\u00fctzt worden sind. Die sehr landschaftlich gepr\u00e4gte Republik zwischen Rum\u00e4nien und der Ukraine ist von der Fl\u00e4che fast so gro\u00df wie Baden-W\u00fcrttemberg, hat mit rund 2,6 Millionen Menschen aber l\u00e4ngst nicht so viele Einwohnerinnen und Einwohner. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen das Nachbarland Ukraine ist die politische Lage angespannt. Am 20. Oktober steht nicht nur die Pr\u00e4sidentenwahl bevor, sondern auch ein Referendum zur Frage, ob der Beitritt zur Europ\u00e4ischen Union (EU) als Ziel in der Verfassung verankert werden soll. Denn seit Dezember 2023 ist die Republik Moldau neben der Ukraine und Georgien EU-Beitrittskandidatin. Am 25. Juni dieses Jahres hat die EU mit der Ukraine und der Republik Moldau die Beitrittsverhandlungen offiziell er\u00f6ffnet. Noch ist die Abh\u00e4ngigkeit von Russland enorm: Mehr als 90 Prozent der Erdgaslieferungen stammen von dort. Hinzu kommt eine wirtschaftliche Bredouille: Durch die EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Ukrainekriegs ist der Republik Moldau ein Gro\u00dfteil der Absatzm\u00e4rkte weggebrochen. All das sind Gr\u00fcnde f\u00fcr das Land, im Wirtschafts- und Energiesektor mit einer eigenen Energiewende unabh\u00e4ngiger zu werden.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-774e7710-0cb5-468f-bb2e-bcca5d8b4a63' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-774e7710-0cb5-468f-bb2e-bcca5d8b4a63' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-102-2024-Moldau-Reise-1.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DBU-Delegationsreise \u2013 Bioenergie-Erzeugung mit Agrarabf\u00e4llen<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":102937,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[2433],"tags":[2729,2690,47,51,53],"class_list":["post-102903","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dbu-presse","tag-biogas","tag-internationales-projekt","tag-klimaschutz","tag-ressourcenschonung","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/102903","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/102903\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102940,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/102903\/revisions\/102940"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/102937"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102903"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=102903"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=102903"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}