{"id":101541,"date":"2024-08-15T09:05:35","date_gmt":"2024-08-15T07:05:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/?post_type=news&#038;p=101541"},"modified":"2024-08-15T12:31:42","modified_gmt":"2024-08-15T10:31:42","slug":"wissen-wo-wald-waechst-analyse-im-himmelsgrund-abgeschlossen","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/news\/wissen-wo-wald-waechst-analyse-im-himmelsgrund-abgeschlossen\/","title":{"rendered":"Wissen, wo Wald w\u00e4chst \u2013 Analyse im Himmelsgrund abgeschlossen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Wald_\u00a9Joern-Krueger_Bundesforst-1920x1280.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-101587\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Wald_\u00a9Joern-Krueger_Bundesforst-1920x1280.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Wald_\u00a9Joern-Krueger_Bundesforst-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Wald_\u00a9Joern-Krueger_Bundesforst-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Natur Natur sein lassen \u2013 so lautet das Ziel f\u00fcr die Entwicklung des Waldes auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Himmelsgrund. Auf rund 330 von 1.100 Hektar hat das DBU Naturerbe die forstliche Nutzung im Sinne des Naturschutzes bereits heute eingestellt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bad Klosterlausnitz\/Tautenhain. Mit einer Luftbildkarte vom Wald ausgestattet und sein Mountainbike griffbereit war Marius <strong>Schuster <\/strong>vom Forstb\u00fcro Lausitz viele Wochen auf der <a href=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/himmelsgrund\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/himmelsgrund\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">DBU-Naturerbefl\u00e4che Himmelsgrund<\/a> unterwegs. Im Auftrag der gemeinn\u00fctzigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat er den Wald kartiert, Baumh\u00f6hen und Durchmesser notiert, die Zusammensetzung der Baumarten und ihr Alter aufgenommen. Jetzt ist die sogenannte Forsteinrichtung abgeschlossen. \u201eMit dieser Ist-Erfassung vom Wald bekommen wir wichtige Daten, um Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre zu planen\u201c, erl\u00e4utert Susanne <strong>Belting<\/strong>, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Himmelsgrund dem Naturschutz gewidmet<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit der \u00dcbernahme durch das DBU Naturerbe 2008 ist der etwa 1.100 Hektar (ha) gro\u00dfe ehemalige Truppen\u00fcbungsplatz rund um Tautenhain dem Naturschutz gewidmet. \u201eIm Wald haben wir uns mit der \u00dcbertragung verpflichtet, die teils noch monotonen Nadelholzbest\u00e4nde zu naturnahen Laubmischw\u00e4ldern zu entwickeln und sie dann aus der Nutzung zu nehmen\u201c, so Belting. Schlie\u00dflich sei eins der erkl\u00e4rten Ziele auf allen Fl\u00e4chen im <a href=\"https:\/\/www.bmuv.de\/themen\/naturschutz\/gebietsschutz-und-vernetzung\/nationales-naturerbe\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bmuv.de\/themen\/naturschutz\/gebietsschutz-und-vernetzung\/nationales-naturerbe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nationalen Naturerbe<\/a>, die W\u00e4lder langfristig sich selbst zu \u00fcberlassen und dort im Sinne der Nationalen Biodiversit\u00e4tsstrategie nat\u00fcrliche Entwicklungen ohne menschliche Eingriffe zuzulassen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rund 30 Prozent der Waldfl\u00e4che ist bereits naturnah und wird sich selbst \u00fcberlassen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1272\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Revierleitung-Messner_\u00a9Joern-Krueger_Bundesforst-1920x1272.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-101585\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Revierleitung-Messner_\u00a9Joern-Krueger_Bundesforst-1920x1272.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Revierleitung-Messner_\u00a9Joern-Krueger_Bundesforst-800x530.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Revierleitung-Messner_\u00a9Joern-Krueger_Bundesforst-400x265.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Revierleiter Clemens Messner vom Bundesforstbetrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge gew\u00e4hrleistet beispielsweise die Verkehrssicherung von relevanten Wegen und Waldr\u00e4ndern sowie die weitere Entwicklung der Waldabschnitte hin zu mehr Naturn\u00e4he.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Himmelsgrund wachsen noch rund 70 Prozent Nadelb\u00e4ume, vor allem Kiefern. 30 Prozent sind Laubb\u00e4ume mit deutlichen Birken- und Buchenanteilen. Das ist mit rund 330 Hektar auch die Fl\u00e4che, auf der das DBU Naturerbe die forstliche Nutzung bereits heute einstellt. Natur Natur sein lassen \u2013 darum geht es dort. \u201eWir gewinnen wichtige Erkenntnisse, wenn wir den Wald in einem Zustand frei von menschlichem Einfluss beobachten. Der sogenannte Prozessschutz ist aber vor allem eine Naturschutzstrategie, damit sich Lebensr\u00e4ume f\u00fcr viele bedrohte Tiere und Pflanzen verbessern\u201c, sagt Belting. Dadurch w\u00fcrden vor allem Arten profitieren, die von hohen Totholzanteilen und sp\u00e4ten Baum-Altersstufen abh\u00e4ngig sind. \u201eIn den meisten W\u00e4ldern in Deutschland finden wir keine uralten B\u00e4ume und nur wenig Totholz, weil das Holz forstwirtschaftlich genutzt wird. Bei uns d\u00fcrfen die naturnahen Waldabschnitte alt werden. Dort ziehen wir in der Regel auch kein Totholz mehr aus der Fl\u00e4che\u201c, erl\u00e4utert die Fachliche Leiterin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vergleich der Altersklassen zeigt positive Entwicklung hin zu mehr Laubmischw\u00e4ldern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei seiner Kartierung verglich Schuster die Zusammensetzung in drei Altersklassen: Den Hauptbestand mit \u00e4lteren rund 30 Meter hohen B\u00e4umen, den Unterstand mit etwa 15 bis 20 Meter hohen Exemplaren sowie die Verj\u00fcngung mit S\u00e4mlingen und aufwachsenden B\u00e4umen. \u201eIm Hauptbestand sind die Kiefern pr\u00e4gend. Im Unterstand haben wir deutlich mehr Fichten, Buchen und Eichen, in der Verj\u00fcngung dann neben den Buchen und Eichen mehr Birken, Erlen und Eschen. Das zeigt eine gute Entwicklung hin zum Laubmischwald\u201c, best\u00e4tigt Dr. Andr\u00e9 <strong>Kopka<\/strong>, Leiter IT- und GIS-Koordination im DBU Naturerbe, der die Forsteinrichtung betreut hat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Forsteinrichter-Schuster_\u00a9Heike-Schneider_DBU-Naturerbe-1920x1440.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-101583\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Forsteinrichter-Schuster_\u00a9Heike-Schneider_DBU-Naturerbe-1920x1440.jpg 1920w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Forsteinrichter-Schuster_\u00a9Heike-Schneider_DBU-Naturerbe-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-Himmelsgrund_Forsteinrichter-Schuster_\u00a9Heike-Schneider_DBU-Naturerbe-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Marius Schuster vom Forstb\u00fcro Lausitz war viele Wochen mit dem Rad auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Himmelsgrund unterwegs, um f\u00fcr die weitere Naturschutzplanung den Ist-Zustand im Wald zu kartieren.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Waldentwicklung wird auf knapp 700 Hektar fortgesetzt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um dem Prozessschutz-Ziel n\u00e4her zu kommen, greifen die Natursch\u00fctzer dem Wald unter die Arme: Im Himmelsgrund werden auf rund 290 Hektar noch Nadelb\u00e4ume entnommen. So erhalten die vorhandenen Laubb\u00e4ume noch einmal etwas mehr Licht, um ihre Verbreitungschancen zu erh\u00f6hen. Nach zehn Jahren sollen diese Waldabschnitte dort auch sich selbst \u00fcberlassen werden. Auf weiteren rund 400 Hektar wird die Entwicklung aber noch \u00fcber mehrere Jahrzehnte dauern, weil zu viele B\u00e4ume gleicher Art und Altersklasse noch lange nicht den Charakter eines naturnahen Laubmischwalds haben. \u201eIn dieser Phase nehmen wir auch standortfremde Arten wie Roteichen und Douglasien aus den Best\u00e4nden\u201c, wei\u00df Kopka.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spezielle Waldbilder bleiben pflegeintensiv<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wer denkt, auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che wird es irgendwann gar keinen Maschineneinsatz mehr geben, der irrt: Sowohl auf den Wiesen und rund um Gew\u00e4sser sei kontinuierliche Arbeit wichtig. \u201eEs gibt im Himmelsgrund zudem auf rund 45 Hektar Wald, den wir langfristig weiter pflegen werden\u201c, erg\u00e4nzt Kopka. So gew\u00e4hrleiste das DBU Naturerbe mit Hilfe des <a href=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bundesimmobilien.de\/bundesforst\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bundesforst<\/a>betriebs Th\u00fcringen-Erzgebirge beispielsweise die Verkehrssicherung von Wegen und Waldr\u00e4ndern und pflege europ\u00e4isch gesch\u00fctzte Lebensraumtypen.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Medien &amp; Infos<\/h3>\n\n\n<div id='dbu_icon_mb-block-27be41e7-dede-41c5-b36e-f55e42a4252a' class='dbu-icon__container '><a id='dbu_icon_mb-block-27be41e7-dede-41c5-b36e-f55e42a4252a' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='\/app\/plugins\/hidden-send.php?id=IzDxuW7jROF3NMuQtqRCbXxC7gsiaSFVTPZrJovXvf%2FkxJqZhkbvDh2vBvhl6tCc'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-at'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>J\u00f6rn Kr\u00fcger<\/div><div class='dbu-icon__content-text'>Bundesforstbetrieb Th\u00fcringen-Erzgebirge<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-27be41e7-dede-41c5-b36e-f55e42a4252a' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-PM-093-2024-Himmelsgrund-Forsteinrichtung.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Pressemitteilung<\/div><\/div><\/a><a id='dbu_icon_mb-block-27be41e7-dede-41c5-b36e-f55e42a4252a' class='dbu-icon dbu-icon_light ' href='https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu_media-202406_Hintergrund-zum-DBU-Naturerbe.pdf'><div class='dbu-icon__image'><i class='fa-sharp fa-solid fa-file-pdf'><\/i><\/div><div class='dbu-icon__content'><div class='dbu-icon__content-headline'>Hintergrund zum DBU Naturerbe<\/div><\/div><\/a><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Forsteinrichtung im DBU Naturerbe zeigt: 30 Prozent des Waldes bereits strukturreich und naturnah<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":101583,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[433,2982,75,432,50,71],"class_list":["post-101541","news","type-news","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-naturerbe","tag-dbu-naturerbe","tag-himmelsgrund","tag-nationales-naturerbe","tag-naturerbe","tag-naturschutz","tag-thueringen"],"meta_box":{"dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[],"dbu_news_mail":"1","dbu_news_mail_status":"Mails wurden versandt"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/101541","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/news"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/101541\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101599,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/news\/101541\/revisions\/101599"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101583"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=101541"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=101541"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=101541"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}