{"id":5842,"date":"2023-03-09T16:36:31","date_gmt":"2023-03-09T15:36:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/naturerbeflaechen\/marienfliess\/"},"modified":"2025-08-04T12:41:55","modified_gmt":"2025-08-04T10:41:55","slug":"marienfliess","status":"publish","type":"naturerbeflaechen","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/naturerbeflaechen\/marienfliess\/","title":{"rendered":"Marienflie\u00df"},"content":{"rendered":"<header id='dbu_header_mb-block-4b535622-dfd9-41c1-8dde-4b7f0f8c4bd7'><div class='dbu-header dbu-header_fixedheight  '><div class='swiper-wrapper'><div id='dbu_header_mb-block-4b535622-dfd9-41c1-8dde-4b7f0f8c4bd7' class='dbu-header dbu-header_fixedheight  swiper-slide' style='background-image: url(https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-7.jpg)'><div class='dbu-header__content'><h1 class='dbu-header__content-headline'>DBU-Naturerbefl\u00e4che Marienflie\u00df<\/h1><\/div><\/div><\/div><\/div><\/header>\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<p>Die DBU-Naturerbefl\u00e4che Marienflie\u00df setzt sich aus zwei Teilfl\u00e4chen zusammen und hat insgesamt eine Gr\u00f6\u00dfe von 474 Hektar. Sie liegt ca. 15 Kilometer s\u00fcdlich von Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern, direkt an der Grenze zu Brandenburg. Das Landschaftsbild wird bestimmt von gro\u00dffl\u00e4chigen Offenlandschaften mit Sandmagerrasen und Heide, aber auch Kiefernbest\u00e4nden. Die DBU-Naturerbefl\u00e4che \u00fcberschneidet sich mit dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Naturschutzgebiet \u201eMarienflie\u00df\u201c.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gebietsbeschreibung<\/h3>\n\n\n\n<p>Auf dem ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatz entstanden durch st\u00f6rende Eingriffe wie Panzerfahr\u00fcbungen oder Fl\u00e4chenbr\u00e4nde infolge von Schie\u00df\u00fcbungen wertvolle offene Landschaftsbereiche. Die B\u00f6den sind \u00fcberwiegend trocken und enthalten wenige N\u00e4hrstoffe und wenig Kalk. Unter diesen Bedingungen entwickelten sich gro\u00dffl\u00e4chige Sandmagerrasen und Calluna- sowie Besenginsterheiden zu den landschaftspr\u00e4genden Elementen. Im Sommer und Herbst wird das Landschaftsbild von der Calluna-Heide dominiert, die die Fl\u00e4che in ein lilafarbenes Bl\u00fctenmeer verwandelt. Nur hochspezialisierte, an Trockenheit und Hitze angepasste Arten besiedeln diese selten gewordenen Lebensr\u00e4ume. Dazu z\u00e4hlen Strand-Grasnelke (Armeria maritima), Breitbl\u00e4ttriger Hohlzahn, Sand-Strohblume (Galeopsis ladanum), Sand-Thymian (Thymus serpyllum), Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis), Hasen-Klee (Trifolium arvense), Wildes Stiefm\u00fctterchen (Viola tricolor) und Heidekraut. Als charakteristische Vogelarten des Offenlandes finden hier Heidelerche, Neunt\u00f6ter und Ziegenmelker einen Lebensraum. Auch die Blaufl\u00fcgelige \u00d6dlanschrecke (Oedipoda caerulescens) und die Rostbinde (Hipparchia semele), eine Tagfalter-Art, kommen als Spezialisten trockener Standorte auf der Fl\u00e4che vor. Neben den offenen Landschaftsbereichen sind auf der DBU-Naturerbefl\u00e4che Marienflie\u00df auch W\u00e4lder in verschiedenen Entwicklungsstadien zu finden. Besonders h\u00e4ufig sind Kiefernforste. Die DBU-Naturerbefl\u00e4che \u00fcberschneidet sich mit dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und Naturschutzgebiet \u201eMarienflie\u00df\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Entwicklungsziele<\/h3>\n\n\n\n<p>Um die Verbuschung von offenen Landschaften zu verhindern und so das \u00dcberleben der auf sp\u00e4rlich bewachsene Standorte spezialisierten Arten zu sichern, weiden regelm\u00e4\u00dfig Schafe auf der Fl\u00e4che. Zudem wird die Heide \u2013 wie schon vor Jahrhunderten \u2013 kontrolliert abgebrannt, sofern die Munitionsbelastung dieses zul\u00e4sst. Aus den brandfesten Samen der Besenheide sprie\u00dfen im darauffolgenden Jahr wieder kleine Pfl\u00e4nzchen. Die strukturreichen Laubmischw\u00e4lder werden ihrer nat\u00fcrlichen Entwicklung \u00fcberlassen. Die Waldr\u00e4nder sowie die j\u00fcngeren, lichteren W\u00e4lder und Waldr\u00e4nder bleiben durch pflegende Eingriffe als R\u00fcckzugsraum f\u00fcr die Arten des Offenlandes erhalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Milit\u00e4rische Vornutzung<\/h3>\n\n\n\n<p>Von 1933 bis 1945 wurde der Ostteil der DBU-Naturerbefl\u00e4che Marienflie\u00df als \u00dcbungsplatz f\u00fcr die Deutsche Wehrmacht genutzt. Anschlie\u00dfend, von 1945 bis 1992, \u00fcbten die sowjetischen Truppen auf dem Gel\u00e4nde. Der Ostteil diente als Bombenabwurfplatz (\u201eBombodrom\u201c) und der Westteil als Panzerschie\u00dfplatz der Landstreitkr\u00e4fte. Infolgedessen ist ein Teil der Fl\u00e4che stark mit Kampfmitteln belastet. Hier herrscht ein strenges Betretungsverbot. Aufgrund der starken Bodenbelastung erfolgte die Kartierung der Pflanzenwelt und Erfassung des Bodenreliefs mit Hilfe von ferngesteuerten Drohnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" data-id=\"5919\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5919\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-7.jpg 1200w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-7-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-7-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) ist mittlerweile nur noch selten anzutreffen. Sie riecht starkt aromatisch und wurde in der Volksmedizin als Heilpflanze eingesetzt. (Foto: \u00a9 Dominik Poniatowski\/DBU Naturerbe GmbH)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"900\" data-id=\"5917\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5917\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-6.jpg 1200w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-6-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-6-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Um die Verbuschung von offenen Landschaften zu verhindern, weiden hier regelm\u00e4\u00dfig Schafe. Zudem wird die Heide \u2013 wie schon vor Jahrhunderten \u2013 kontrolliert abgebrannt. (Foto: \u00a9 Klaus-Peter F\u00fchrer\/Bundesforst)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" data-id=\"5915\" src=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-5-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5915\" srcset=\"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-5-1.jpg 1200w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-5-1-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/phpThumb_generated_thumbnail-5-1-400x267.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) ist eine nacht- und d\u00e4mmerungsaktive Vogelart offener Landschaften und lichter W\u00e4lder. Er ist auf seinem Bodenbrutplatz gut getarnt und verschmilzt mit der Umgebung. (Foto: \u00a9 Egbert Brunn)<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-wordpress-dbu-dbu-container\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Heidepflege mit gesch\u00fctzter Technik<\/h2>\n\n\n\n<p>Das sogenannte Bombodrom als Teilfl\u00e4che der DBU-Naturerbefl\u00e4che Marienflie\u00df umfasst neben wertvollen Waldlebensr\u00e4umen gro\u00dfe, zum Teil geh\u00f6lzreiche Heidefl\u00e4chen und Trockenrasen. Aufgrund der hohen Munitionsbelastung ist die Pflege der halboffenen Heidelandschaft im FFH-Gebiet eine gro\u00dfe Herausforderung. Lange Jahre war daher fraglich, wie in dem heutigen Naturschutzgebiet 15 Kilometer s\u00fcdlich von Plau am See die europ\u00e4isch gesch\u00fctzten Lebensr\u00e4ume \u2013 vor allem die Heidefl\u00e4chen \u2013 gepflegt und langfristig offengehalten werden k\u00f6nnen. Mit finanzieller Unterst\u00fctzung des Staatlichen Amtes f\u00fcr Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg in H\u00f6he von rund 1.006.000 Euro aus Mitteln des Europ\u00e4ischen Landwirtschaftsfonds f\u00fcr die Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums (ELER) wurde 2020 von der DBU Naturerbe GmbH das Spezialunternehmen Pyreco mit der Abwicklung der Ersteinrichtung der Heidepflege beauftragt. Nach gro\u00dffl\u00e4chigen Kampfmittelsondierungen und -ber\u00e4umungen mit innovativer Technik konnten die ben\u00f6tigten Trassen eingerichtet werden, von denen aus dann im Herbst nach umfangreicher Geh\u00f6lzbeseitigung 2023 erstmalig die Heidefl\u00e4che mit kampfmittelgesch\u00fctzter Technik kontrolliert gebrannt wurde. Das kontrollierte Brennen stellt den letzten Schritt des Vorhabens zur Wiederherstellung des wertvollen Lebensraumtyps der Trockenen Heiden dar. Die ber\u00e4umten Trassen k\u00f6nnen zuk\u00fcnftig sicher von Feuerwehr und Rettungskr\u00e4ften genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Hier investiert Europa in die l\u00e4ndlichen Gebiete. Informationen unter <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/agriculture\/rural-development-2014-2020\">http:\/\/ec.europa.eu\/agriculture\/rural-development-2014-2020<\/a><\/p>\n\n\n<div id='dbu_list_img_mb-block-d454a667-0b32-479a-b8f5-62d527a2af16' class='dbu-list__container  dbu-list__img'><div id='dbu_list_img_mb-block-d454a667-0b32-479a-b8f5-62d527a2af16' class='dbu-list__img-entry' style='background-image: url(https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-logos-landessignet-mit-zusatz-lm-400x282.jpg)'><\/div><div id='dbu_list_img_mb-block-d454a667-0b32-479a-b8f5-62d527a2af16' class='dbu-list__img-entry' style='background-image: url(https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-logos-logo-gemeinsame-fondsverwaltung-mv-400x248.jpg)'><\/div><div id='dbu_list_img_mb-block-d454a667-0b32-479a-b8f5-62d527a2af16' class='dbu-list__img-entry' style='background-image: url(https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/dbu-media-logos-eu-logo-eler-400x92.jpg)'><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":5919,"parent":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[63],"class_list":["post-5842","naturerbeflaechen","type-naturerbeflaechen","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","tag-mecklenburg-vorpommern"],"meta_box":{"dbu_naturerbeflaechen_ansprechpartner":"Matthias Weber","dbu_naturerbeflaechen_ansprechpartner_email":"","dbu_naturerbeflaechen_leitbild":[{"sizes":{"full":{"file":"261016033852_264802-pdf.jpg","width":1058,"height":1497,"mime-type":"image\/jpeg","filesize":440660},"medium":{"file":"261016033852_264802-pdf-565x800.jpg","width":565,"height":800,"mime-type":"image\/jpeg","filesize":152794},"thumbnail":{"file":"261016033852_264802-pdf-283x400.jpg","width":283,"height":400,"mime-type":"image\/jpeg","filesize":40850}},"filesize":1426731,"ID":"5925","name":"261016033852_264802.pdf","path":"\/var\/www\/vhosts\/dbu.de\/httpdocs\/web\/app\/uploads\/261016033852_264802.pdf","url":"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/261016033852_264802.pdf","title":"261016033852 264802"}],"dbu_naturerbeflaechen_steckbrief":[{"sizes":{"full":{"file":"010217020823_972151-pdf.jpg","width":1058,"height":1497,"mime-type":"image\/jpeg","filesize":598982},"medium":{"file":"010217020823_972151-pdf-565x800.jpg","width":565,"height":800,"mime-type":"image\/jpeg","filesize":237442},"thumbnail":{"file":"010217020823_972151-pdf-283x400.jpg","width":283,"height":400,"mime-type":"image\/jpeg","filesize":102843}},"filesize":7021513,"ID":"5927","name":"010217020823_972151.pdf","path":"\/var\/www\/vhosts\/dbu.de\/httpdocs\/web\/app\/uploads\/010217020823_972151.pdf","url":"https:\/\/www.dbu.de\/app\/uploads\/010217020823_972151.pdf","title":"010217020823 972151"}],"karte_im_gis":"https:\/\/portal.namis-dbu.de\/arcgis\/apps\/experiencebuilder\/experience\/?id=a5158a464cbd485fabfd3006b982d839&find=Marienflie%C3%9F","dbu_naturerbeflaechen_groesse":"474"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/naturerbeflaechen\/5842","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/naturerbeflaechen"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/naturerbeflaechen"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/naturerbeflaechen\/5842\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":143868,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/naturerbeflaechen\/5842\/revisions\/143868"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5842"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5842"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5842"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}