{"id":47087,"date":"2026-05-22T11:20:36","date_gmt":"2026-05-22T09:20:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30021-934\/"},"modified":"2026-05-22T11:20:40","modified_gmt":"2026-05-22T09:20:40","slug":"30021-934","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30021-934\/","title":{"rendered":"Development of a water resources model for the assessment of the implementation potential of nature-based solutions (NBS) in river catchments"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Datenaufzeichnungen und Berichte zeigen, dass Extremwettersituationen tendenziell in ihrer H\u00e4ufigkeit zunehmen und damit erhebliche wirtschaftliche Sch\u00e4den und Verluste einhergehen. Klassische, wasserbauliche und wasserwirtschaftliche Methoden, um diese Gefahren abzuwehren sind zwar unverzichtbar aber sind h\u00e4ufig zu eng ausgelegt und beziehen sich haupts\u00e4chlich auf die technische Leistungsf\u00e4higkeit von L\u00f6sungen. Es wird gesellschaftlich immer relevanter, dass wasserbauliche und wasserwirtschaftliche L\u00f6sungen auch die nachhaltige Entwicklung von Regionen und St\u00e4dten mit ber\u00fccksichtigen. Die soll durch die Implementierung von naturbasierten L\u00f6sungen realisiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In s\u00fcdosteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern wie Serbien oder Bosnien und Herzegowina besteht gro\u00dfer Bedarf, hydrometeorologische Gefahren und Risiken vor allem D\u00fcrren, Binnenhochw\u00e4sser oder Hangrutschungen, nachhaltig zu mindern. Die M\u00f6glichkeiten, bestehende Infrastruktur zur Minderung dieser Risiken mittels NBS zu verbessern und zu erweitern werden zunehmend in Betracht gezogen und dem Grunde nach erforscht. Allerdings sind in der Regel belastbare Daten und Informationen kaum oder lediglich vereinzelt verf\u00fcgbar und das \u201eknow-how\u201c und Bewusstsein von Menschen und Institutionen in der Region ist meistens nicht ausreichend vorhanden. Es bedarf einer systematischen wissenschaftlichen Analyse des Potenzials der NBS sowie eines Ansatzes zur Implementierung der NBS in Regionen, die bisher wenig Erfahrungen mit entsprechenden Ans\u00e4tzen gemacht haben und f\u00fcr die nur wenig belastbares Datenmaterial im Hinblick auf die Analyse und Bewertung entsprechender Ma\u00dfnahmen verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Gesamtziel der Forschungen, in die die hier adressierten Arbeiten einflie\u00dfen, ist die Entwicklung und Umsetzung von Methoden und Ans\u00e4tzen f\u00fcr die Analyse des Potenzials von naturbasieren L\u00f6sungen. Mit Bezug zur vorliegenden Arbeit wird vornehmlich der s\u00fcdosteurop\u00e4ische Raum mit den dort vorhandenen Gew\u00e4ssereinzugsgebieten betrachtet. Der Fokus liegt hierbei eher auf gro\u00dfskalig und langfristig wirkenden Ma\u00dfnahmen in den Gew\u00e4ssereinzugsgebieten (z.B. \u201eRaum f\u00fcr Gew\u00e4sser schaffen\u201c) bzw. deren Kombination mit bestehender Infrastruktur. \u00dcbergeordnetes Ziel ist es, die Konsequenzen von extremen hydrometeorologischen Ereignissen zu mindern und gleichzeitig weitere positive Auswirkungen (co-benefits) f\u00fcr die Natur und Gesellschaft zu erzielen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Forschung zur Bewertung des Potenzials von NBS-Anwendungen wurde nach folgendem Schema durchgef\u00fchrt: i) Ermittlung der theoretischen Grundlage; ii) Zusammenstellung verf\u00fcgbarer Daten, Datenanalyse und Bewertung; iii) modelltechnische Umsetzung; iv) Evaluierung der Wirksamkeit er NBS; v) Synergie und \u00dcbertragbarkeit. Das Pilotgebiet zum Testen des Ansatzes ist das Einzugsgebiet des Flusses Vrbanja in Bosnien und Herzegowina mit erheblichen Hochwasser- und Erdrutschrisiken und einer geringen Datenverf\u00fcgbarkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Eine systematische wissenschaftliche Analyse der NBS im Einzugsgebiet des Vrbanja (geringe Datenverf\u00fcgbarkeit) wurde im Rahmen des Stipendienaufenthalts durchgef\u00fchrt, um methodische Ans\u00e4tze zur Bewertung des Potenzials von NBS und zum Schutz vor hydrometeorologischen Risiken insbesondere f\u00fcr den unteren Teil der Einzugsgebiete weiter zu verbessern. Die Auswahl der NBS-Ma\u00dfnahmen wurde aus dem RECONECT-Projektkatalog getroffen. Simulationen im hydrologischen Modul Kalypso best\u00e4tigten die positiven Effekte der geplanten Hochwasserschutzma\u00dfnahmen. Es wird empfohlen, diese Analysen im Rahmen des RECONECT-Projekts fortzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Schl\u00fcsselw\u00f6rter: Hydromethoerologische Risiken, Naturbasierte L\u00f6sungen, Analyse des Potenzials der NBS-Anwendung in Einzugsgebieten mit begrenzten Daten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Datenaufzeichnungen und Berichte zeigen, dass Extremwettersituationen tendenziell in ihrer H\u00e4ufigkeit zunehmen und damit erhebliche wirtschaftliche Sch\u00e4den und Verluste einhergehen. Klassische, wasserbauliche und wasserwirtschaftliche Methoden, um diese Gefahren abzuwehren sind zwar unverzichtbar aber sind h\u00e4ufig zu eng ausgelegt und beziehen sich haupts\u00e4chlich auf die technische Leistungsf\u00e4higkeit von L\u00f6sungen. 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