{"id":47063,"date":"2026-05-22T11:20:29","date_gmt":"2026-05-22T09:20:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30020-909\/"},"modified":"2026-05-22T11:20:32","modified_gmt":"2026-05-22T09:20:32","slug":"30020-909","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30020-909\/","title":{"rendered":"Mercury (Hg) tolerance and accumulation assay of a native plant species naturally growing on a highly Hg-polluted site in Romania"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Nicht biologisch abbaubare Schwermetalle sind ein allgegenw\u00e4rtiger Bestandteil des Bodens, der entweder durch nat\u00fcrliche Prozesse entsteht oder sich durch menschliche Aktivit\u00e4t akkumuliert (Mic\u00f3 et al., 2006; Alloway, 2013; Kabata-Pendias, 2011). Bestimmte Minerale werden f\u00fcr das \u00dcberleben, Entwicklung und Wachstum von Pflanzen ben\u00f6tigt, jedoch wird die Metallaufnahme streng durch die Wurzeln der Pflanzen kontrolliert. Ein \u00dcberschuss an Mineraln\u00e4hrstoffen oder auch die Aufnahme nicht-essentieller Metalle beeintr\u00e4chtigt Pflanzenwachstum und Ertrag erheblich. Quecksilber (Hg) ist eines der giftigsten Elemente f\u00fcr Pflanzen, da es bereits in sehr niedrigen Konzentrationen zu Toxizit\u00e4t f\u00fchrt. Sobald Hg in die Oberfl\u00e4chenschichten des Bodens gelangt, wird die Vegetation in diesen Gebieten sp\u00e4rlich. Mit Hg kontaminierte B\u00f6den stellen eine Bedrohung f\u00fcr die Umwelt dar, nicht nur durch Wertminderung jeglicher landwirtschaftlicher B\u00f6den oder eines erh\u00f6hten Risikos f\u00fcr die Luft\/Wind Verbreitung dieser Metallpartikel, jedoch auch durch Pflanzen, die diese B\u00f6den besiedeln k\u00f6nnen, da Hg auf diese Weise in die Nahrungskette gelangt. Ebenfalls ist Hg toxisch f\u00fcr das Tierreich. Die Minamata-Krankheit umfasst unterschiedliche Krankheitssymptome, die durch die Aufnahme von Hg beim Menschen entstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Hg kann als Nebenprodukt weniger weit verbreiteten Industriezweigen, die auf Verbrennung fossiler Brennstoffe oder dem aktiven Abbau von Hg beruhen, zu den oberfl\u00e4chlichen, organischen Schichten gelangen. Gelangt es in die globale Atmosph\u00e4re, kann Hg letztendlich wieder in die B\u00f6den gelangen (Pacyna et al., 2006). Obwohl in den letzten Jahren die Hg Emission auf dem europ\u00e4ischen Kontinent abnimmt, sind die negativen Folgen des umfassenden Einsatzes von Hg immer noch fortlaufend (Pirrone et al., 2010).<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um Hg verschmutze B\u00f6den nachhaltig wieder herzustellen, w\u00fcrde die zurzeit m\u00f6glichst am wenigsten umweltsch\u00e4digende Methode zur Extraktion des Hg ben\u00f6tigt. Eine vielversprechende Methode zur Beseitigung toxischer Metalle ist die Pflanzen vermittelte Bodensanierung (Ali et al., 2013; Liu et al., 2018; Montpetit and Lachapelle, 2017). Diese alternative biologische Strategie Pflanzen f\u00fcr die Aufnahme und Speicherung toxischer Metalle einzusetzen, ist auf eine auf nat\u00fcrliche Weise erworbene, beeindruckende Eigenschaft weniger, aber angepassteren \u00a0Pflanzen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Pflanzen, die in der Lage sind Metalle zu akkumulieren sind selten in der Natur zu finden, aber perfekte Werkzeuge um einen bestimmten Schadstoff aus der Umwelt zu entfernen, den die Pflanze bereits kennt und angepasst hat, sowie tolerant diesem gegen\u00fcber ist.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Weltweit gibt es immer noch Orte mit gef\u00e4hrlichen Mengen an Hg. Trotzdem muss die Zukunft nicht dunkel aussehen, wenn wir einen genaueren Blick auf diese Pflanzen, die in der Lage sind jene Gebiete selbst zu besiedeln, werfen. Hierf\u00fcr k\u00f6nnten die bereits wenigen unerforschten\/ Pioneer Pflanzen, die jene Gebiete besiedeln, der Schl\u00fcssel f\u00fcr die Kontrolle des Hg Gehalts im Boden sein. Dieses Projekt ist darauf aus gerichtet das Potenzial zur Hg Akkumulation und\/oder Stabilisierung einer nativen Pflanzenart zu untersuchen und zu bewerten, die in einem Hg verschmutzen Standort in Rum\u00e4nien vorkommt und so potenziell zur Wiederherstellung und Sanierung der B\u00f6den an diesem Standort verwendet werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Referenzen:<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ali, H., Khan, E., &#038; Sajad, M. A. (2013). Phytoremediation of heavy metals\u2014concepts and applications. Chemosphere, 91(7), 869-881.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Alloway, B. J. (2013). Sources of heavy metals and metalloids in soils. In <em>Heavy metals in soils<\/em> (pp. 11-50; 195-209). Springer, Dordrecht.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Kabata-Pendias, A., 2011. Trace Elements of Soils and Plants, fourth ed. CRC Press,Taylor &#038; Francis Group, pp. 28-534.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Liu, L., Li, W., Song, W., &#038; Guo, M. (2018). Remediation techniques for heavy metal-contaminated soils: principles and applicability. Science of the Total Environment, 633, 206-219.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Mic\u00f3, C., Recatal\u00e1, L., Peris, M., &#038; S\u00e1nchez, J. (2006). Assessing heavy metal sources in agricultural soils of an European Mediterranean area by multivariate analysis. <em>Chemosphere<\/em>, <em>65<\/em>(5), 863-872.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Montpetit, \u00c9., &#038; Lachapelle, E. (2017). New environmental technology uptake and bias toward the status quo: The case of phytoremediation. Environmental Technology &#038; Innovation, 7, 102-109.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Pacyna, E. G., Pacyna, J. M., Steenhuisen, F., &#038; Wilson, S. (2006). Global anthropogenic mercury emission inventory for 2000. <em>Atmospheric environment<\/em>, <em>40<\/em>(22), 4048-4063.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Pirrone, N., Cinnirella, S., Feng, X., Finkelman, R. B., Friedli, H. R., Leaner, J., &#8230; &#038; Telmer, K. (2010). Global mercury emissions to the atmosphere from anthropogenic and natural sources. <em>Atmospheric Chemistry &#038; Physics<\/em>, <em>10<\/em>(13).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht biologisch abbaubare Schwermetalle sind ein allgegenw\u00e4rtiger Bestandteil des Bodens, der entweder durch nat\u00fcrliche Prozesse entsteht oder sich durch menschliche Aktivit\u00e4t akkumuliert (Mic\u00f3 et al., 2006; Alloway, 2013; Kabata-Pendias, 2011). Bestimmte Minerale werden f\u00fcr das \u00dcberleben, Entwicklung und Wachstum von Pflanzen ben\u00f6tigt, jedoch wird die Metallaufnahme streng durch die Wurzeln der Pflanzen kontrolliert. Ein \u00dcberschuss [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2476],"class_list":["post-47063","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-rumaenien"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30020\/909","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Tiodar","dbu_stipendiaten_vorname":"Dana Emanuela","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2020-09-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2021-10-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Ruhr-Universit\u00e4t Bochum (RUB) Fakult\u00e4t f\u00fcr Biologie und Biotechnologie Lehrstuhl f\u00fcr Molekulargenetik und Physiologie der Pflanzen","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Ute Kr\u00e4mer","dbu_stipendiaten_email_dienst":"ema.tiodar@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/47063","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/47063\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60776,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/47063\/revisions\/60776"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}