{"id":47049,"date":"2026-05-22T11:20:20","date_gmt":"2026-05-22T09:20:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30020-894\/"},"modified":"2026-05-22T11:20:28","modified_gmt":"2026-05-22T09:20:28","slug":"30020-894","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30020-894\/","title":{"rendered":"Laborversuch kosteng\u00fcnstiger Sanierungsstrategien: Quecksilberimmoilisierung in B\u00f6den unter variierenden Redoxbedingungen"},"content":{"rendered":"<p>NULL<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Ziel dieses Projekts war, kostg\u00fcnstige in situ Sanierungsmetoden f\u00fcr Quecksilberbelastete B\u00f6den zu erforschen. Daf\u00fcr wurden vier Bodenzusatzmitteln untersucht: Aktivkohle, Bentonit, Zementofenstaub und Nanohydroxyapatit. Diese Materialien haben in fr\u00fcheren Experimenten die Eigenschaft Schwermetalle zu immobilisieren gezeigt. Die Immobilisierung des Quecksilbers k\u00f6nnte sowohl die Auswaschung ins Grund- und Oberfl\u00e4chenw\u00e4sser als auch die Aufnahme von Pflanzen reduzieren. Diese M\u00f6glichkeit ist besonders interessant bei den Auenb\u00f6den, welche oft f\u00fcr Landwirtschaft genutzt werden. Folglich stellen diese B\u00f6den einen potenziellen Eintrittspunkt von Quecksilber in die Nahrungskette dar.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Wegen seiner F\u00e4higkeiten zur Bioakkumulation und Biomagnifikation, sowie seiner hohen Toxizit\u00e4t ist Quecksilber eine Bedrohung f\u00fcr die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Jedoch sind nicht alle Formen von Quecksilber gleich sch\u00e4dlich. Die Speziierung des Quecksilbers als auch Toxizit\u00e4t verschiedener Formen h\u00e4ngen von mehreren Faktoren ab, in erster Linie von pH wert und Redoxbedingungen. Daher zielte dieses Projekt darauf ab, die Wirksamkeit der oben genannten Bodenzusatzmittel unter dynamischen Redoxbedingungen zu bewerten. Zu diesem Zweck wurde ein biogeochemisches Mikrokosmos-Experiment durchgef\u00fchrt. Der Mikrokosmos verf\u00fcgt \u00fcber ein automatisches Kontroll-System, mit dem Redoxbedingungen in Suspension einer Bodenprobe gesteuert werden k\u00f6nnen. Mit dieser Boden-Wasser-Mischung wird das Milieu eines zeitweise \u00fcberfluteten Auenbodens nachgestellt. Demzufolge dient dieses Experiment als ein Zeitraffer variierender Bedingungen in der Natur.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Flutperioden werden bei niedrigeren Redoxwerten simuliert, w\u00e4hrend Perioden, in denen der Boden trocken und mit Luft gef\u00fcllt ist, bei h\u00f6heren Redoxwerten, d.h. unter oxischen Bedingungen, simuliert werden. Um das Verhalten von Quecksilberverbindungen unter diesen unterschiedlichen Bedingungen zu untersuchen, wurden zu vordefinierten Zeitpunkten Proben bei vordefinierten Redoxwerten entnommen und anschlie\u00dfend analysiert. Analysiert wurden dabei folgende Parameter: Quecksilbergehalt, sowie die Konzentration die Eisen II Ionen und verschiedener Anionen. Die derzeitigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Aktivkohle ein vielversprechendes Bodenzusatzmittel sein k\u00f6nnte. Weitere Analysen sind notwendig, um die Wirksamkeit der untersuchten Bodenzusatzmittel zu bewerten und das Verst\u00e4ndnis ihres Einflusses auf biogeochemische Prozesse und das Verhalten von Quecksilber zu verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NULL Das Ziel dieses Projekts war, kostg\u00fcnstige in situ Sanierungsmetoden f\u00fcr Quecksilberbelastete B\u00f6den zu erforschen. Daf\u00fcr wurden vier Bodenzusatzmitteln untersucht: Aktivkohle, Bentonit, Zementofenstaub und Nanohydroxyapatit. Diese Materialien haben in fr\u00fcheren Experimenten die Eigenschaft Schwermetalle zu immobilisieren gezeigt. 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