{"id":47033,"date":"2026-05-22T11:20:12","date_gmt":"2026-05-22T09:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30020-874\/"},"modified":"2026-05-22T11:20:20","modified_gmt":"2026-05-22T09:20:20","slug":"30020-874","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30020-874\/","title":{"rendered":"Modellierung des Waldmikroklimas mittels Satellitenfernerkundung"},"content":{"rendered":"<p>NULL<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Kronendach puffert die Temperatureinwirkung gegen Hitze oder K\u00e4lte und erzeugt so im Unterholz ein spezifisches Mikroklima mit wichtigen Auswirkungen auf die dort lebenden Organismen. Diese Bedingungen werden jedoch in Klimamodellen meist vernachl\u00e4ssigt, da ihre Messungen fehlen. Die tats\u00e4chlichen Reaktionen der Waldflora bleiben daher h\u00e4ufig hinter den Klimamodellszenarien zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen, untersuchte ich das Potenzial der Satellitenfernerkundung zur indirekten Modellierung des Mikroklimas im Unterholz des Waldes. Ich kombinierte Daten aus einem Mikroklima-Sensornetzwerk mit ferngesteuerten Landoberfl\u00e4chentemperaturen MODIS AQUA und TERRA, um die saisonale und t\u00e4gliche Differenz, oder den Offset, zwischen den Temperaturen \u00fcber und unter den Kronend\u00e4chern zu berechnen. Anschlie\u00dfend habe ich mithilfe der Regressionsanalyse den Temperaturoffset bei extremen Temperaturen durch die Auswirkungen topografischer Faktoren und Vegetationsfaktoren im gesamten Gebiet Tschechiens modelliert.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Ergebnisse zeigten die Hauptf\u00e4higkeit des Kronendachs, saisonale und t\u00e4gliche Temperaturamplituden zu reduzieren. Im saisonalen Zyklus stellte sich heraus, dass die Temperaturen unter dem Kronendach in den Wintermonaten h\u00f6her und in den Sommermonaten niedriger waren. Zus\u00e4tzlich wurden die Unterschiede in Abh\u00e4ngigkeit von der Tageszeit und der Position der In-situ-Messungen unter dem Kronendach vergr\u00f6\u00dfert. Insbesondere die minimalen Tagestemperaturen wurden im Winter gesenkt, w\u00e4hrend der gr\u00f6\u00dfte Unterschied in den t\u00e4glichen Maximaltemperaturen im Sommer bestand. W\u00e4hrend die Bodentemperaturen widerstanden, folgten die Luft- und Bodentemperaturen meist \u00c4nderungen der Temperaturen \u00fcber dem Kronendach.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Basierend auf topografischen und Vegetationsfaktoren konnten Temperaturvers\u00e4tze bei extremen Ereignissen erkl\u00e4rt werden. Es wurde jedoch nur ein begrenzter Teil der Variabilit\u00e4t vorhergesagt, und insbesondere sollten Kronendachstrukturindizes bei weiteren Untersuchungen ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die L\u00f6sung dieser Aufgaben er\u00f6ffnete M\u00f6glichkeiten der Modellierung des Waldmikroklimas in weiten r\u00e4umlichen Ma\u00dfst\u00e4ben und der Einbeziehung des Puffereffekts des Kronendachs in die Modellierung der Auswirkungen des Klimawandels.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NULL Das Kronendach puffert die Temperatureinwirkung gegen Hitze oder K\u00e4lte und erzeugt so im Unterholz ein spezifisches Mikroklima mit wichtigen Auswirkungen auf die dort lebenden Organismen. Diese Bedingungen werden jedoch in Klimamodellen meist vernachl\u00e4ssigt, da ihre Messungen fehlen. Die tats\u00e4chlichen Reaktionen der Waldflora bleiben daher h\u00e4ufig hinter den Klimamodellszenarien zur\u00fcck. 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