{"id":47009,"date":"2026-05-22T11:20:02","date_gmt":"2026-05-22T09:20:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30019-848\/"},"modified":"2026-05-22T11:20:12","modified_gmt":"2026-05-22T09:20:12","slug":"30019-848","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30019-848\/","title":{"rendered":"Molekulare Phylogenie von einfach thalloiden Lebermoosen mit Schwerpunkt auf Metzgeria"},"content":{"rendered":"<p>Bioinformatic analysis and interpretation of genomics data for species delimitation<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Molekulare Sequenzdaten sind eine wichtige Informationsquelle zur Artbestimmung und Artabgrenzung, vor allem in Kombination mit morphologischen Daten in sogenannten integrativen Ans\u00e4tzen. Mit der Entdeckung des genetischen Codes begann eine neue \u00c4ra der Taxonomie. Der genetische Code jedes einzelnen Organismus enth\u00e4lt die Informationen f\u00fcr die gesamte Art. Um diesen Code zu extrahieren, zu lesen und zu verstehen, ben\u00f6tigen wir bestimmte Methoden und Techniken. Aber wir alle wissen, dass es auf dem Planeten Millionen lebender Organismen gibt. So stellt sich die Frage: K\u00f6nnen wir den DNA-Code von jedem von ihnen lesen? K\u00f6nnen wir die gleiche Methodik anwenden, die wir auch f\u00fcr Tiere anwenden, um die DNA Sequenzinformation einer Pflanze zu erhalten? Mit nur geringf\u00fcgigen \u00c4nderungen ist dies m\u00f6glich. Eine wichtige Aufgabe ist die Auswahl der Gene oder genetischer Marker Regionen. Da wir in der Regel nicht das gesamte Genom, sondern nur bestimmte genetische Regionen sequenzieren, m\u00fcssen wir \u00e4u\u00dferst sorgf\u00e4ltig ausw\u00e4hlen. Je nach unserm Ziel m\u00fcssen wir entscheiden, ob wir sehr konservative Regionen oder Regionen mit hoher Mutationsrate ben\u00f6tigen. Zu beachten ist auch, dass die verschiedenen Organismengruppen unterschiedliche Genome besitzen. Pflanzen, als photosynthetisch aktiven Organismen, haben eine einzigartige Chloroplasten-DNA, welche bei Tieren fehlt. Grundlegende Schritte einer taxonomischen Forschung sind Probensammlung sowie die Erstellung von Herbar Belegen, Probenvorbereitung, DNA-Extraktion, Polymerasekettenreaktion und Sequenzierung. Mit diesen Schritten erhalten wir molekulare Sequenzdaten, die wir verwenden k\u00f6nnen, um unsere Forschungsfragen zu beantworten. Die Auswertung dieser Daten erfordert unterschiedliche bioinformatische Methoden: von der Bearbeitung der Rohdaten bis zur Berechnung phylogenetischer B\u00e4ume. Bei der Interpretation molekularer Phylogenien ist es wichtig auch die morphologischen Eigenschaften der bearbeiteten Proben mit ein zu beziehen um ein allumfassendes Bild zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bioinformatic analysis and interpretation of genomics data for species delimitation Molekulare Sequenzdaten sind eine wichtige Informationsquelle zur Artbestimmung und Artabgrenzung, vor allem in Kombination mit morphologischen Daten in sogenannten integrativen Ans\u00e4tzen. Mit der Entdeckung des genetischen Codes begann eine neue \u00c4ra der Taxonomie. 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