{"id":46947,"date":"2026-05-22T11:18:45","date_gmt":"2026-05-22T09:18:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30018-780\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:46","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:46","slug":"30018-780","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30018-780\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Infrastruktur als ein Weg zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung &#8211; Potenzial von dezentralen Regenwassermanagementma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne Infrastruktur als ein Weg zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung<\/p>\n<p>Thema meines Forschungsaufenthaltes war die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung und ihre Anwendung in einem Wohngebiet in Polen. Zu diesem Zweck habe ich eine neue Einfamilienhaussiedlung in der N\u00e4he von meiner Heimatstadt Krakau gew\u00e4hlt, mit dem Bautr\u00e4ger kontaktiert und schlie\u00dflich die notwendige Daten erhalten. Auf dieser Grundlage habe ich ein Regenwasserkonzept f\u00fcr das Gebiet bearbeitet.<\/p>\n<p>Ziel der dezentralen Regenwassermanagement und dadurch auch Ziel meines Projektes ist das Regenwasser vor Ort zu bewirtschaften, ohne Ableitung in die Kanalisation, sodass der nat\u00fcrliche Wasserhaushalt erhalten werden kann. Ein wichtiges Problem in Stadtgebiete bez\u00fcglich Wassermanagement ist n\u00e4mlich die hohe Fl\u00e4chenversiegelung, die zum erh\u00f6hten Oberfl\u00e4chenabfluss beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Zur Ma\u00dfnahmen der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung geh\u00f6ren u.a. Mulden, Rigolen, Mulden-Rigolen und Dachbegr\u00fcnung, die mit Versickerung und Retention von Niederschlagswasser verbunden sind.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Als Planungsgrundlagen wurden ben\u00f6tigt: Bebauungsplan, Regendaten von mindestens 10 Jahren und Bodendaten, besonders kf-Wert, der Bodendurchl\u00e4ssigkeit beschreibt. Rechtliche und technische Aspekte sind in Arbeitsblatt DWA-A 138 enthalten.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der erste Schritt meines Projektes war die Bearbeitung von Daten in AutoCAD und ArcGIS. Danach folgte die Erstellung eines Modells im Programm STORM, die zur Bemessung und Planung von Regenwasserbewirtschaftungsanlagen dient, basierend auf Regelwerk DWA-A 138.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Im STORM erfolgte die Erstellung eines Modells und die Durchf\u00fchrung der drei Simulationen: zuerst f\u00fcr den sogenannten Ist-Zustand, der dem Bebauungsplan entspricht, und dann die Simulation der nat\u00fcrlichen unbebauten Zustandes als Referenzzustand. Der n\u00e4chste Schritt war der Vergleich der Abflussganglinien der beiden Modelle.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Bei der Planung von Regenwasserbewirtschaftungsanlagen wichtig ist, dass die Abflussganglinie des Zustandes mit geplanten Ma\u00dfnahmen so \u00e4hnlich wie m\u00f6glich zu dem nat\u00fcrlichen Zustand ist. Schlie\u00dflich habe ich die Regenwassermanagementma\u00dfnahmen zu dem Modell eingetragen. Aufgrund der Abflussganglinienanalyse kann eine Schlussfolgerung gezogen werden, dass die geplante Ma\u00dfnahmen nicht ausreichend f\u00fcr die Erstellung des Wasserhaushaltes sind, auch trotz der ausgef\u00fchrten Anpassungen der Abmessungen. Ein Teil von Regenwasser muss in die Kanalisation abgeleitet werden. Der Grund daf\u00fcr ist in erster Linie die gro\u00dfe Gel\u00e4ndeneigung. Au\u00dferdem ist wegen mittlerer Bodendurchl\u00e4ssigkeit auch gro\u00dfe Fl\u00e4chenbedarf zu merken, die verf\u00fcgbare Fl\u00e4che ist aber nicht ausreichend.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Es gibt jedoch einige Verbesserungsm\u00f6glichkeiten. Eine gute L\u00f6sung w\u00e4re die Anwendung von teilversiegelten Oberfl\u00e4chenbefestigungen f\u00fcr Zufahrten, Parkplatz und die Stra\u00dfe. Anwendbar w\u00e4re auch ein Regenr\u00fcckhaltebecken oder ein Regenteich, au\u00dferhalb aber des Siedlungsgebiets.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne Infrastruktur als ein Weg zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung Thema meines Forschungsaufenthaltes war die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung und ihre Anwendung in einem Wohngebiet in Polen. Zu diesem Zweck habe ich eine neue Einfamilienhaussiedlung in der N\u00e4he von meiner Heimatstadt Krakau gew\u00e4hlt, mit dem Bautr\u00e4ger kontaktiert und schlie\u00dflich die notwendige Daten erhalten. 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