{"id":46926,"date":"2026-05-22T11:18:37","date_gmt":"2026-05-22T09:18:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30018-759\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:37","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:37","slug":"30018-759","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30018-759\/","title":{"rendered":"Nachhaltige Bestandsoptimierung bei Altbauten mit komplexer Eigent\u00fcmerstruktur"},"content":{"rendered":"<p>Nachhaltige Bestandsoptimierung bei Altbauten mit komplexer Eigent\u00fcmerstruktur<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>Nachhaltige Bestandsoptimierung bei Altbauten mit komplexer Eigent\u00fcmerstruktur<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In Europa (EU) sowie in der Republik Serbien (RS) ist der Geb\u00e4udesektor der gr\u00f6\u00dfte Energieverbraucher mit einem Anteil von fast 40% am Gesamtenergieverbrauch und folglich verantwortlich f\u00fcr 36% an den Treibhausgasemissionen. Ungef\u00e4hr 65 % des Gesamtenergieverbrauchs in der EU und in der RS werden f\u00fcr die Heizung verwendet, wobei der Geb\u00e4udebestand der gr\u00f6\u00dfte Verbraucher ist. Der Geb\u00e4udesektor spielt eine zentrale Rolle, um die in der EU und in der RS festgelegten Energiesparziele zu erreichen. In der RS ist dabei die innl\u00e4ndische Kohle der Hauptenergietr\u00e4ger mit ca. 60%. Diese ist zus\u00e4tzlich von schlechter Qualit\u00e4t(Braunkohle) und folglich verantwortlich f\u00fcr eine schlechte Luftqualit\u00e4t und hohe CO, Werte im st\u00e4dtischen Wohnraum. Es bietet einehohe Energieunabh\u00e4ngigkeit des Landes und die Erzeugung von Strom zu relativ niedrigen und stabilen Preisen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um die in der EU und in der RS festgelegten Energiesparziele zu erreichen, wurde den Kommunen nicht gen\u00fcgend Aufmerksamkeit gewidmet und Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung des Nachr\u00fcstprozesses wurden nicht umgesetzt. Da es keine fundierten Leitf\u00e4den\/Richtlinien\/Entwicklungspl\u00e4ne, Pl\u00e4ne und Ma\u00dfnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase und des Energieverbrauchs gibt, wurde \u00fcbersehen, dass das gr\u00f6\u00dfte Potenzial in der Nachr\u00fcstung des bestehenden Wohngeb\u00e4udebestands liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der Schwerpunkt der Forschung lag zun\u00e4chst auf dem Verst\u00e4ndnis und der Analyse der energetischen und funktionalen Optimierung bestehender Mehrfamilienh\u00e4user mit Eigent\u00fcmergemeinschaften (WEGs). Die genaue Untersuchung bezieht sich auf das Prozessverst\u00e4ndnis und der Entwicklung von Verbesserungsvorschl\u00e4gen f\u00fcr den Sanierungsprozess in der EU und Deutschland. Im folgenden Arbeitsprozesses, werden die Bestandsaufnahme, das Identifizieren der Schl\u00fcsselbarrieren und die involvierten Stakeholder Gruppen n\u00e4her betrachtet, die mit der Optimierung bestehender Geb\u00e4ude unter verschiedenen Eigentumsverh\u00e4ltnissen verbunden sind. Ziel ist es, ein Kosten-Nutzen Optimum innerhalb der WEGs und die effizienteste Art der Entscheidungsfindung zu er\u00f6rtern und die Planung, Umsetzung und das Qualit\u00e4tsmanagement w\u00e4hrend des gesamten Prozesses zu verbessern. Basierend auf den bereits erfolgreichen Beispielen guter Praxis werden neue Ans\u00e4tze und Verbesserungsstrategien entwickelt und als Leitsatz zum Gesetztesentwurf ausformuliert.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die weitere Forschung konzentrierte sich auf die Ist-Situation der Geb\u00e4udeentwicklung in RS. Der durchschnittliche j\u00e4hrliche Heizenergieverbrauch in den meisten Bestandsgeb\u00e4uden in RS ist deutlich h\u00f6her, sogar 2-3 Mal h\u00f6her, als im Neubausektor. Wohngeb\u00e4ude die in den 70-er und 80-er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut wurden, sind durch \u00fcberm\u00e4\u00dfig hohe Transmissionsw\u00e4rmeverluste mit einem durchschnittlichen Endenergiebedarf von 230 kWh\/m2a gekennzeichnet. Weil diese Geb\u00e4ude ohne oder mit unzureichender W\u00e4rmed\u00e4mmung gebaut wurden, stellen sie heute die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr die Ressourceneffizienz in Serbien dar. Im Laufe der Jahre wurde der Wohnbaubestand vernachl\u00e4ssigt und schlecht erhalten, da eine klare Managementstruktur f\u00fcr diesen fehlt. Der seit vielen Jahren im Vergleich zur EU niedrige Strompreis wirkt sich auf die geringe Sanierungsrate aus, weil Eigent\u00fcmer kaum ein wirtschaftliches Interesse daran haben. Eine klare Unterst\u00fctzung durch den Staat und die Kommunen bei Verordnungen und der effektiven Umsetzung der Vorschriften ist entscheidend f\u00fcr die Verbesserung des bestehenden Wohngeb\u00e4udebestandes.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Basierend auf den Erfahrungen aus den EU-L\u00e4ndern hat sich gezeigt, dass die Verbesserung auf allen Ebenen notwendig ist (Individuum und Eigent\u00fcmergemeinschaften, sowie Bezirk, Stadt, Region und Land). Das Engagement der Kommunen ist entscheidend f\u00fcr die Verbesserung der Luftqualit\u00e4t und die Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Einsparung von Energie durch die gesteigerte Energieeffizienz von Mehrfamilienh\u00e4usern &#8211; bestehende WEGs sind einer der gr\u00f6\u00dften Energieverbraucher und haben somit das gr\u00f6\u00dfte Verbesserungspotenzial. Dar\u00fcber hinaus sollte der Optimierung des Sanierungsprozesses und vor allem seiner Vorbereitung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Erfolg kann nur erzielt werden, wenn die Eigent\u00fcmer von Begin an in den Prozess eingebunden sind, alle Informationen des L\u00f6sungsanatzes f\u00fcr jeden zur Verf\u00fcgung stehen und vor allem ein Bewusstsein f\u00fcr den Nutzen der Sanierungsma\u00dfnahme geschaffen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltige Bestandsoptimierung bei Altbauten mit komplexer Eigent\u00fcmerstruktur Nachhaltige Bestandsoptimierung bei Altbauten mit komplexer Eigent\u00fcmerstruktur In Europa (EU) sowie in der Republik Serbien (RS) ist der Geb\u00e4udesektor der gr\u00f6\u00dfte Energieverbraucher mit einem Anteil von fast 40% am Gesamtenergieverbrauch und folglich verantwortlich f\u00fcr 36% an den Treibhausgasemissionen. Ungef\u00e4hr 65 % des Gesamtenergieverbrauchs in der EU und in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2472],"class_list":["post-46926","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-balkan"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30018\/759","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"M\u00fcgge","dbu_stipendiaten_vorname":"Milica","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2018-02-07 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2019-02-06 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Fraunhofer-Institut f\u00fcr Bauphysik IBP Standort Holzkirchen Energieeffizienz und Raumklima","dbu_stipendiaten_betreuer":"Georgi Georgiev","dbu_stipendiaten_email_dienst":"ninosevic.milica@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60639,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46926\/revisions\/60639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}