{"id":46906,"date":"2026-05-22T11:18:31","date_gmt":"2026-05-22T09:18:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30017-739\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:32","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:32","slug":"30017-739","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30017-739\/","title":{"rendered":"Pilzm\u00fccken &#8211; untersch\u00e4tzt in der Rettung der Natur"},"content":{"rendered":"<p>Pilzm\u00fccken &#8211; untersch\u00e4tzt in der Rettung der Natur<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:center;\"><span style=\"font-size:10pt;\"><span><span>Pilzm\u00fccken &#8211; untersch\u00e4tzt in der Rettung der Natur<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\">Ich hei\u00dfe Aneliya Pavlova aus Bulgarien und besch\u00e4ftigte mich am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn im Rahmen meines 10-monatigen MOE-Stipendiums mit der Inventarisierung und genetischen Charakterisierung von Pilzm\u00fccken (Superfamilie Sciaroidea).<br \/>Pilzm\u00fccken haben ihren Namen erhalten, weil sich die meisten als Larven in pilzlichen Substraten entwickeln. Unter den Pilzm\u00fccken gibt es auch H\u00f6hlenbewohner, wie z.B. die ber\u00fchmten \u0084glowworms\u0093 in Neuseeland und Australien. Zu ihrer hohen Artenvielfalt in Bulgarien, ihrer Schutzw\u00fcrdigkeit sowie ihrer Eignung als Bioindikatoren ist noch relativ wenig bekannt.<br \/>Daher hat Frau Aneliya Pavlova w\u00e4hrend ihres MOE-Stipendiums in Deutschland M\u00fccken aus Bulgarien, der T\u00fcrkei und \u00d6sterreich sortiert, faunistisch und taxonomisch beschrieben sowie genetisch charakterisiert. Dabei wurde DNA barcoding angewandt: ein Markergen aus Mitochondrien wird dabei vervielf\u00e4ltigt und sequenziert. Die erhaltenen Sequenzen \u0096 unterschiedlich f\u00fcr verschiedene Arten \u0096 werden anschlie\u00dfend mit bioinformatischen Methoden so sortiert, dass eine Baumstruktur der Verwandtschaftsverh\u00e4ltnisse untereinander entsteht. Zur Gewinnung der M\u00fccken wurden zum einen Malaise-Fallen (Zeltfallen zum Fang von fliegenden Insekten) verwendet sowie auch Vogelnester sowie drau\u00dfen aufgestellte Joghurtbecher.<br \/>Das untersuchte Material aus \u00d6sterreich enthielt z.B. insgesamt 16.000 Insekten. Davon waren 578 Pilzm\u00fccken-Individuen aus 80 Arten. Dabei wurden 10 neue Arten, von denen einige sogar in den Alpen vorkommen, identifiziert. Dies zeigt, dass selbst in gut untersuchten Naturr\u00e4umen noch Wissensl\u00fccken zur Biodiversit\u00e4t und somit zur Schutzw\u00fcrdigkeit eines Gebietes bestehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pilzm\u00fccken &#8211; untersch\u00e4tzt in der Rettung der Natur Pilzm\u00fccken &#8211; untersch\u00e4tzt in der Rettung der Natur Ich hei\u00dfe Aneliya Pavlova aus Bulgarien und besch\u00e4ftigte mich am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn im Rahmen meines 10-monatigen MOE-Stipendiums mit der Inventarisierung und genetischen Charakterisierung von Pilzm\u00fccken (Superfamilie Sciaroidea).Pilzm\u00fccken haben ihren Namen erhalten, weil sich die meisten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2475],"class_list":["post-46906","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-bulgarien"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30017\/739","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Pavlova","dbu_stipendiaten_vorname":"Aneliya","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2017-08-19 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2018-06-18 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig Leibniz-Institut f\u00fcr Biodiversit\u00e4t der Tiere Zentrum f\u00fcr Molekulare Biodiversit\u00e4tsforschung Molekulare Taxonomie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Bj\u00f6rn Rulik","dbu_stipendiaten_email_dienst":"aneliapav@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46906\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60619,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46906\/revisions\/60619"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}