{"id":46894,"date":"2026-05-22T11:18:21","date_gmt":"2026-05-22T09:18:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30017-725\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:28","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:28","slug":"30017-725","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30017-725\/","title":{"rendered":"Die Moosflora von Frischwassergebieten in Europa und ihre Verbindung zur Wasserqualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Die Moosflora von Frischwassergebieten in Europa und ihre Verbindung zur Wasserqualit\u00e4t<\/p>\n<p style=\"line-height:150%;margin-bottom:0.2cm;margin-top:0.2cm;\"><strong>Die Moosflora von Frischwassergebieten in Europa und ihre Verbindung zur Wasserqualit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n<p>Die Verf\u00fcgbarkeit und der Zustand von Frischwasser sind von \u00e4u\u00dferster Bedeutung f\u00fcr die ganze Welt. Die Flora und Fauna von Frischwassergebieten gibt Auskunft \u00fcber die Wasserqualit\u00e4t und k\u00f6nnte zudem eine Vielzahl von Informationen bez\u00fcglich der Bioderversit\u00e4t bergen, die noch nicht g\u00e4nzlich erforscht wurden. Insbesondere Moose k\u00f6nnen gute Indikatoren f\u00fcr den Zustand des Gebietes sein. Die Moose stellen ebenso Mikrohabitate f\u00fcr andere Arten wie Algen, Insekten und Wirbellose dar.<\/p>\n<p>Ziel des Projektes ist es, Moose in Frischwassergebieten, wie z. B. Quellen und B\u00e4che, zu untersuchen und ihre Eignung als Wasserqualit\u00e4tsindikatoren zu pr\u00fcfen. Die dort gefundenen Moosarten k\u00f6nnten dann potenziell als Indikatoren f\u00fcr Wasserqualit\u00e4t dienen. Die zu untersuchenden Gebiete befinden sich in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Im Verlauf des Projektes werden ungef\u00e4hr 20 Quellen oder Quellb\u00e4che untersucht. Um die Bedeckung vorgefundener Moosarten abzusch\u00e4tzen, werden 20 cm x 20 cm Quadrate genutzt. Vor Ort werden 5 Quadrate, inklusiver fotografischer Dokumentation, eingesetzt. Diejenigen Arten, die nicht w\u00e4hrend der Feldarbeit identifiziert werden konnten, werden im Labor identifiziert. Wassereigenschaften wie Sauerstoffkonzentration, pH-Wert, Leitf\u00e4higkeit sowie Inhalt von N\u00e4hrstoffen (PO3, NH4, NO3) werden gemessen und dokumentiert. Die Daten werden analysiert, um die Beziehung zwischen Moosbiodiversit\u00e4t und Wasserqualit\u00e4t zu untersuchen.<\/p>\n<p>Die statistische Anlyse zeigt keine signifikante Verbindung zwischen dominanten Arten und Artenreichtum. Des Weiteren gab es keine signifikante Verbindung zwischen Artenreichtum und dem Deckungsgrad jeder einzelnen Art.<\/p>\n<p>Die Korrelationsmatrix aller Variablen zeigt, dass der Deckungsgrad von <em>M. hornum<\/em> mit der Sauerstoffkonzentration und dem pH-Wert signifikant korreliert. Keine Weiteren Verbindungen waren zu finden.<\/p>\n<p>Zudem habe ich mehrere Regressionen durchgef\u00fchrt, bei denen pH-Wert, Sauerstoffkonzentration und Leitf\u00e4higkeit als unabh\u00e4ngige Variablen einflossen. Als abh\u00e4ngige Variable habe ich alle Deckungsgrade und Vorkommen aller Arten definiert.<\/p>\n<p>Die Analysen zeigen, dass es eine positive Korrelation zwischen Vorkommen von <em>B. rivulare<\/em> und pH-Wert des Wassers gibt (p=0,01) und eine negative Korrelation zwischen <em>B. rutabulum <\/em>und pH-Wert (p=0,01). Die Analyse zeigt auch , dass der Deckungsgrad von <em>Hypnum cupressiforme <\/em>mit der Sauerstoffkonzentration positiv korreliert ist (p=0,01). Das Vorkommen und der Deckungsgrad der anderen Arten zeigt keine signifikante Korrelation zur Sauerstoffkonzentration, dem pH-Wert oder die Leitf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Die Analyse der N\u00e4hrstoffe ist noch nicht durchgef\u00fchrt, weil alle Proben noch nicht gemessen worden sind. Die statistischen Analysen mit N\u00e4hrstoffen folgen in der lezten Wochen des Stipendiums und w\u00e4hrend meiner Doktorarbeit in Estland.<\/p>\n<p>Zusammengenommen wurden 46 verschiedene Moosarten gefunden, die im Wasser oder an der Wassergrenze wuchsen. Eine Aufz\u00e4hlung der Funde ist in Tabelle 4 zu sehen.<\/p>\n<p>Die Anzahl der gefundenen Kalkquellen (5) ist f\u00fcr einen sinnvollen Vergleich der Ergebnisse zwischen Deutschland und Estland zu niedrig. Dazu m\u00fcssten mehr Kalkquellen in Deutschland untersucht werden.<\/p>\n<p>Die statistische Analyse zeigt einige Verbindungen zwischen Wassereigenschaften wie pH-Wert und Sauerstoffkonzentration und einige Moosarten. Es gibt keine Verbindungen zwischen Leitf\u00e4higkeit und Moosarten. Die Verbindung zwischen N\u00e4hrstoffkonzentration und alle Arten muss noch w\u00e4hrend meiner Doktorarbeit \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse aus der im Anschluss erfolgenden Datenanalyse (etwaige Indikatorarten, Artenreichtum) k\u00f6nnten in der Zukunft dabei helfen, die Qualit\u00e4t von Frischwassergebieten einzusch\u00e4tzen. Dies vereinfacht die Auswahl der zu sch\u00fctzenden Gebieten, wenn es um Frischwasser- und Biodiversit\u00e4tschutz geht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Moosflora von Frischwassergebieten in Europa und ihre Verbindung zur Wasserqualit\u00e4t Die Moosflora von Frischwassergebieten in Europa und ihre Verbindung zur Wasserqualit\u00e4t. Die Verf\u00fcgbarkeit und der Zustand von Frischwasser sind von \u00e4u\u00dferster Bedeutung f\u00fcr die ganze Welt. Die Flora und Fauna von Frischwassergebieten gibt Auskunft \u00fcber die Wasserqualit\u00e4t und k\u00f6nnte zudem eine Vielzahl von Informationen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2470],"class_list":["post-46894","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-baltikum"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30017\/725","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Rikka","dbu_stipendiaten_vorname":"Miina","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2017-02-07 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2018-02-06 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Universit\u00e4t Bielefeld Lehrstuhl f\u00fcr Experimentelle \u00d6kologie und \u00d6kosystembiologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Wolfram Beyschlag","dbu_stipendiaten_email_dienst":"miinarikka@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46894","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46894\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60607,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46894\/revisions\/60607"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}