{"id":46879,"date":"2026-05-22T11:18:12","date_gmt":"2026-05-22T09:18:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30017-696\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:19","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:19","slug":"30017-696","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30017-696\/","title":{"rendered":"\u00d6kotoxikologische Effekte des Pestizids Imidacloprid auf Flohkrebse entlang eines Schadstoffgradienten in einem Flie\u00dfgew\u00e4sser"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00f6kotoxikologische Wirkung des Pestizids auf Flohkrebse<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.1in;\"><strong><span style=\"line-height:120%;\">Der Hintergrund<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.1in;\"><span style=\"font-weight:normal;\"><span style=\"line-height:115%;\">Sauberes S\u00fc\u00dfwasser ist nicht nur f\u00fcr die Trinkwasserversorgung essentiell, auch die Integrit\u00e4t aquatischer \u00d6kosysteme z.B. in Fl\u00fcssen und Seen ist stark von der Wasserqualit\u00e4t abh\u00e4ngig. F\u00fcr den Menschen dienen Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser jedoch nicht nur der Trinkwassergewinnung, sondern sie werden auch genutzt um Abw\u00e4sser abzuleiten, die sch\u00e4dliche Chemikalien enthalten k\u00f6nnen. Des weiteren gelangt Wasser, das nach Niederschl\u00e4gen oberfl\u00e4chlich abflie\u00dft, in Gew\u00e4sser, die Chemikalien aus Landwirtschaft oder Verkehr enthalten k\u00f6nnen. Der Belastungsgrad eines Gew\u00e4ssers mit Chemikalien spiegelt sich in den Organismen wider, die man in dem Gew\u00e4sser findet; empfindliche Arten fehlen, wenn die Belastung h\u00f6her ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.1in;\"><strong><span style=\"line-height:120%;\">Die Zielsetzung<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span style=\"font-weight:normal;\">In dieser Studie wird die Frage nachgegangen, ob Individuen des Flohkrebses <\/span><em><span style=\"font-weight:normal;\">Gammarus pulex<\/span><\/em> <span style=\"font-weight:normal;\">sich an die gegebenen Bedingungen anpassen k\u00f6nnen, d.h. in unbelastetem wie auch belastetem Wasser \u00fcberleben k\u00f6nnen, oder ob die Belastung eines Gew\u00e4ssers mit Chemikalien zu einer Auslese besonders toleranter Individuen f\u00fchrt und dies sich in einer Verkleinerung der genetischen Vielfalt \u00e4u\u00dfert. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span style=\"font-weight:normal;\"><strong>Die Methoden<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span style=\"font-weight:normal;\">Individuen von <\/span><em><span style=\"font-weight:normal;\">G. pulex<\/span><\/em> <span style=\"font-weight:normal;\">wurden an verschiedenen Probennahmestellen mit unterschiedlichem Belastungsgrad am Fluss Holtemme gesammelt. Hierf\u00fcr wurde in den gesammelten Tieren eine Genregion von Cytochrom Oxidase I sequenziert und verglichen, wobei sich herausstellte, dass die Population der Art in dem Gew\u00e4sser recht homogen zu sein scheint. Die unterschiedlichen Belastungsgrade der Probenstandorte konnte durch den Nachweis unterschiedlicher Konzentrationen von Umweltkontaminanten mit chemisch-analytischen Methoden best\u00e4tigt werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:115%;\">Die Studie wurde an der Holtemme, einem Flie\u00dfgew\u00e4sser in Sachsen-Anhalt, das im Harz entspringt, durchgef\u00fchrt. Der Flu\u00dfoberlauf liegt im Nationalpark Harz und ist unbelastet. Die Gew\u00e4sserbelastung nimmt entlang des Flusslaufs durch die Einleitung von Kl\u00e4ranlagenausfl\u00fcssen und durch Chemikalien aus der Landwirtschaft zu. <em>Gammarus pulex <\/em>tritt entlang des Gew\u00e4ssers z.T. h\u00e4ufig auf. Flohkrebse wurden an drei Standorten entlang der Holtemme gesammelt: Die erste Probenstelle liegt in der N\u00e4he des Nationalparks Harz, die zweite flussabw\u00e4rts von einem Kl\u00e4ranlagenausfluss (Kl\u00e4ranlage Silstedt), und die dritte in einem landwirtschaftlich stark genutzten Gebiet flussabw\u00e4rts von einem Wehr. Physikochemische Wasserparameter (pH-Wert, Leitf\u00e4higkeit, O2 S\u00e4ttigung, Temperatur) wurden an den Probenstellen aufgenommen; zus\u00e4tzlich wurde die Konzentration des Pestizids Imidacloprid und anderer potentiellen sch\u00e4dlichen Stofe im Wasser mit Hochleistungsfl\u00fcssigchromatographie (HPLC\/MS) und Massenspektrometrie gemessen. F\u00fcr populationsgenetische Untersuchungen von <em>G. pulex<\/em> wurde ein Abschnitt des Cytochrom-Oxidase-Genes (COI) von 20 Individuen der verschiedenen Standorte sequenziert und es wurden Vergleiche durchgef\u00fchrt. Im Labor wurden desweiteren toxikologische Versuche mit Imidacloprid durchgef\u00fchrt (130 \u00b5g\/L und 270 \u00b5g\/L). Der unterschiedliche chemische Belastunsgzustand der verschiedenen Gew\u00e4sserabschnitte konnte best\u00e4tigt werden. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><strong><span style=\"line-height:115%;\">Die Ergebnisse<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:115%;\">Die populationsgenetischen Daten weisen darauf hin, dass Tiere an den verschiedenen Standorten auf Basis des COI Abschnitts nicht distinkten Populationen angeh\u00f6ren. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:100%;\">Im toxikologischen Experiment wurden drei Standorte getestet. Die Sterblichkeiten waren am h\u00f6chsten im Ansatz mit der h\u00f6heren Imidacloprid Konzentration und etwas geringer im Ansatz mit der niedrigeren Imidacloprid-Konzentration. In den Kontrollen traten ebenfalls Mortalit\u00e4ten auf, die durch Kannibalismus bedingt war. Im vergleich von LT50 (Lethal time von 50% Tiere) sieht man, dass die Tiere von Standort Wernierode LT50 wert 30 Stunden sp\u00e4ter erreichen als die Tiere von Standort nach dem Kl\u00e4ranlage, und 62 Stunden sp\u00e4ter als die von am belasteten Standort Gross Quenstedt.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:100%;\">Die Tiere von Wernigerode, die am Expositionsbegin am wenigsten belasten waren durch den Versuch auch aktiver als die Tiere von anderen Standorten. Die detektierte Bewegung war bei denen 20 Prozent h\u00f6her als bei den anderer zwei Tiergruppen. Zus\u00e4tzlich sehen wir das selbe beim kumulativ H\u00e4utungsvergleich.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:100%;\">Die Aufnahme Ergebnisse zeigen kein Unterschied zwischen Amphipoden von belastete und unbelastete Standorte. Die Tiere nehmen Imidacloprid schnell auf. Die Spitze der Aufnahme ist nach 3 Tage Erreicht bei 260 \u00b5g\/L Extrakt Konzentration. Nachdem gibt es ein R\u00fcckgang, der noch st\u00e4rker mit Eliminationsansatz ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><strong><span style=\"line-height:120%;\">Die Schlussfolgerungen<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.04in;margin-top:0.04in;\"><span style=\"line-height:100%;\">Alle Standorte, die sich flussabw\u00e4rts der Kl\u00e4ranlage Silstedt befinden, sind stark belastet durch vom Menschen produzierte Chemikalien. Dazu geh\u00f6rt auch Imidacloprid als Pestizid. Imidacloprid wurde auch in Amphipoden gefunden, wobei die Konzentrationen flussabw\u00e4rts stark ansteigen. Die Amphipoden der Holtemme geh\u00f6ren auf Basis der COI-Analysen zu einer Population. Die Unterschiede zwischen Toleranz der Amphipoden k\u00f6nnten durch die Unterschiede der Gewebestoffkonzentrationen erkl\u00e4rt werden. Die Waren 5 mal h\u00f6her in den Populationen von Belasteten Standorten als die aus Wernigerode. Weil die Amphipoden schon belastet sind hat jedes zus\u00e4tzlich Stressfaktor gro\u00dfes Einfluss auf die Tiere. Deswegen konnte unsere relativ H\u00f6he Konzentration sich ganz klar in der Mortalit\u00e4t der Amphipoden gespiegelt. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.04in;margin-top:0.04in;\"><span style=\"line-height:100%;\">Die Tiere von belasteten Standorten haben sich weniger Bewegt, was auch auf gr\u00f6\u00dfer Einfluss von Imidadakloprid zeigt. Zusatzlich zu das war in das selben Amphipoden niedrige H\u00e4utungfrekvenz beobachtet. In der Kutikula lagern die Arthropoden die Schadstoffe, die durch H\u00e4utung entfernt sind. Weil der Prozess vermeidet war, k\u00f6nnte das bedeuten, dass auch mehrere Stoffe in den Amphipoden von belasteten Standorten in den Gewebe geblieben sind.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:100%;\">Die Aufnahme Experiment zeigt, das die Amphipoden Physiologisch keine Gr\u00f6\u00dfe Unterschiede zwischen einander zeigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\"><span style=\"line-height:100%;\">Mein Experiment zeigt, das die Amphipoden auf die Schadstoffe, die Mensch nutzt um die Gewinne zu verbessern, sehr empfindlich sind. Deswegen ist gute \u00dcberwachung \u00fcber Pestiziden verbrauch immer n\u00f6tig. Zus\u00e4tzlich dient mein Arbeit zu eine gute Basis f\u00fcr weiter Versuche mit Amphipoden und ihre genetische Struktur die mit den ekotoxikologishen Daten verbunden und erkl\u00e4rt ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0in;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00f6kotoxikologische Wirkung des Pestizids auf Flohkrebse Der Hintergrund Sauberes S\u00fc\u00dfwasser ist nicht nur f\u00fcr die Trinkwasserversorgung essentiell, auch die Integrit\u00e4t aquatischer \u00d6kosysteme z.B. in Fl\u00fcssen und Seen ist stark von der Wasserqualit\u00e4t abh\u00e4ngig. 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