{"id":46878,"date":"2026-05-22T11:18:12","date_gmt":"2026-05-22T09:18:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30017-695\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:18","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:18","slug":"30017-695","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30017-695\/","title":{"rendered":"Methoden zur Isolierung von Mikroplastikpartikeln aus Sedimentproben"},"content":{"rendered":"<p>Methoden zur Isolierung von Mikroplastikpartikeln aus Sedimentproben<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\"><span style=\"font-size:12pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span style=\"color:#000000;\">Die Verschmutzung der marinen Umwelt durch Kunstoffabf\u00e4lle erf\u00e4hrt zunehmende wissenschaftliche und umweltpolitische Aufmerksamkeit. \u00dcber Abwassersysteme, Fl\u00fcsse, durch den Wind oder menschliche Unachtsamkeit gelangen Kunststoffabf\u00e4lle in die Meere. Diese k\u00f6nnen unter Sonnenstrahlung und mechanischer Beanspruchung zu kleinen Mikropartikeln zerfallen. Die genaue Menge von Mikroplastik in der marinen Umwelt ist nicht bekannt. Auch wenn die Anzahl der Studien zu Mikroplastik stetig ansteigt, sind noch viele Fragen in Bezug auf die Menge, die Verteilung, den weiteren Abbau und die Auswirkungen auf Tiere und Menschen offen. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\"><span style=\"font-size:12pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span style=\"color:#000000;\">Im Rahmen dieses Projektes wurden im M\u00e4rz und August 2017 das Vorkommen und die Menge von Mikroplastik an Str\u00e4nden Sloweniens untersucht und mit einer Studie aus dem Jahr 2012 verglichen (Laglbauer et al. 2014). Im Sp\u00fclsaum der Str\u00e4nde wurden Sedimentproben in Abst\u00e4nden von 10 m entnommen. Dabei wurden mit Hilfe eines Metallrohrs (\u00d8 12,5 cm) eine Sedimentprobe abgesteckt, mit einem Metalll\u00f6ffel bis in eine Tiefe von 4 cm aushoben, in eine Aluminiumschale \u00fcberf\u00fchrt und mit Alufolie umwickelt. Im Labor wurden die Mikroplastikpartikel mit Hilfe von Dichtetrennung aus dem Sediment extrahiert. Kunststoffe besitzen eine geringere Dichte als Sedimentpartikel und steigen in Salzl\u00f6sungen mit einer h\u00f6heren Dichte an die Oberfl\u00e4che. Aufgestiegene Partikel wurden mit Glaspipette aufgenommen, auf einem 100 \u00b5m Metallfilter aufgefangen und mikroskopisch untersucht. Mutma\u00dfliche Mikroplastikpartikeln wurden fotografiert, ihre Eigenschaften (z.B. Form, Farbe) notiert und chemisch-physikalisch mittels Infrarotspektrometrie (ATR-FTIR) nach Polymertyp analysiert. Auch Kontamination im Bereich des Arbeitsplatzes wurde mit einem Filter in einer Petrischale kontrolliert.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\"><span style=\"font-size:12pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span style=\"color:#000000;\">Die Konzentration der visuell identifizierten Mikroplastikpartikel war in meiner Untersuchung (2017) deutlich geringer als im Sommer 2012 (Laglbauer et al. (2014). Im Sommer 2017 war die Anzahl der Mikroplastikpartikel h\u00f6her als im Fr\u00fchjahr 2017. Die h\u00e4ufigsten Mikroplastikpartikel waren Fasern, Folien und Fragmente. Die chemisch-physikalische Analyse der Mikroplastikpartikel ergab haupts\u00e4chlich Polyethylenterephthalat (PET), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) und Nylon 6. In den Kontrollen wurden keine Mikroplastikpartikel gefunden. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0.0001pt;margin-left:0cm;margin-right:0cm;margin-top:0cm;text-align:justify;\"><span style=\"font-size:12pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span style=\"color:#000000;\">Die Belastung der untersuchten slowenischen Str\u00e4nde durch Mikroplastik war sehr gering. Es traten jedoch saisonale Unterschiede auf, die auf erh\u00f6hte Tourismusaktivit\u00e4ten im Sommer zur\u00fcckzuf\u00fchren sein k\u00f6nnen. M\u00f6gliche weitere Belastungsfaktoren k\u00f6nnen Industrie, Aquakultur, Schiffs- und <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size:11pt;\"><span style=\"line-height:115%;\"><span style=\"color:#000000;\">Stra\u00dfenverkehr und Landwirtschaft sein.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size:11pt;\"><span><span style=\"color:#000000;\">Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass bei der neuerlichen Untersuchung nach f\u00fcnf Jahren deutlich weniger Mikroplastikpartikel nachgewiesen wurden als noch im Jahr 2012. Diese positive Entwicklung weist auf ein besseres Umweltbewusstsein der Besucher aber auch auf eine effektive Reinigung der Str\u00e4nde hin.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Methoden zur Isolierung von Mikroplastikpartikeln aus Sedimentproben Die Verschmutzung der marinen Umwelt durch Kunstoffabf\u00e4lle erf\u00e4hrt zunehmende wissenschaftliche und umweltpolitische Aufmerksamkeit. \u00dcber Abwassersysteme, Fl\u00fcsse, durch den Wind oder menschliche Unachtsamkeit gelangen Kunststoffabf\u00e4lle in die Meere. Diese k\u00f6nnen unter Sonnenstrahlung und mechanischer Beanspruchung zu kleinen Mikropartikeln zerfallen. Die genaue Menge von Mikroplastik in der marinen Umwelt ist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2472],"class_list":["post-46878","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-balkan"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30017\/695","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Korez Lup\u0161e","dbu_stipendiaten_vorname":"\u0160pela","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2017-02-07 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2018-02-06 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Alfred-Wegener-Institut f\u00fcr Polar- und Meeresforschung (AWI) Sektion: Funktionelle \u00d6kologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Dr. Reinhard Saborowski","dbu_stipendiaten_email_dienst":"spela.korez@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46878","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46878\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60591,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46878\/revisions\/60591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46878"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}