{"id":46858,"date":"2026-05-22T11:18:01","date_gmt":"2026-05-22T09:18:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30016-674\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:11","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:11","slug":"30016-674","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30016-674\/","title":{"rendered":"Kontrollierung des Kartoffelk\u00e4fers ohne Pestizide"},"content":{"rendered":"<p>Kontrollierung des Kartoffelk\u00e4fers ohne Pestizide<\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0cm;\"><span style=\"line-height:150%;\">Die Kartoffel ist weltweit eine sehr wichtige Kulturpflanze. Sie hat viele Feinden, z.B den Kartoffelk\u00e4fer, <em>Phytophthora <\/em>und verschiedene Viren, die j\u00e4hrlich viele Sch\u00e4den verursachen. Um diese Sch\u00e4den zu reduzieren werden Pestiziden eingesetzt. Die Nutzung von Pestiziden hat aber negative Auswirkung sowohl auf die Umwelt als auch auf die Gesundheit der Menschen. Eine m\u00f6gliche Methode die Kartoffelk\u00e4fer und andere Sch\u00e4den zu bek\u00e4mpfen, w\u00e4re die Resistenz der Pflanzen zu erh\u00f6hen (host resistance), und zwar durch die Einf\u00fchrung von Genen aus wilden Verwandten. Die \u00dcbertragung von Genen aus wilden Verwandten, in diesem Fall aus <em>Solanum chacoense <\/em>Bitt. in die kultivierte Kartoffel w\u00e4re hilfreich. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0cm;\"><span style=\"line-height:150%;\">Diese w\u00e4re m\u00f6glich durch die Manipulation der Rekombination w\u00e4hrend der Meiose. Das Manipulieren der meiotischen-Rekombination ist deswegen wichtig, weil die Rekombination zwischen den Chromosomen der wilden Verwandten und der kultivierten Pflanzen sehr niedrig ist und die Resistenz-Gene nicht ausgetauscht werden k\u00f6nnten. Ver\u00e4nderte <em>S. chacoense <\/em>Bitt., mit einer Mismatch-Reparatur Defizienz (MSH2 Mismatch-Reparaturproteine defizient) wurden benutzt um somatische Hybride zu erzeugen. Diese regenerierten somatichen Hybride zeigen Resistenz gegen Kartoffelk\u00e4fer. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0cm;\"><span style=\"line-height:150%;\">In der ersten f\u00fcnf Monate meiner Stipendiumszeit wurde die Geneexpression von <em>MSH2<\/em>, <em>SPO11-1<\/em> und <em>SPO11-2<\/em> Genen untersucht. Wir haben bemerkt, dass die Geneexpression von diesen Genen zwischen der Hybriden unterschiedlich ist. Wir konnten feststellen, dass z.T Introns aus cDNS nicht herausgespliced wurden. <\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0cm;\"><span style=\"line-height:150%;\">In den letzten sechs Monaten meiner Stipendiumszeit habe ich mich mit einer neuen Gen\u00e4nderungstechnik besch\u00e4ftigt. Diese hei\u00dft: Genome Editing.<\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom:0cm;\"><span style=\"line-height:150%;\">Genome Editing (CRISPR\/Cas9 oder \u0084Molekulare Schere\u0094) ist eine neue Technik in der Kartoffelz\u00fcchtung und zeigt eine gro\u00dfe Potenzial um die-Resistenz gegen Sch\u00e4dlingen zu erh\u00f6hen. Mit dieser neue Technik wurde Mutationsinduktion in <em>MSH2<\/em> Gen bei der Kartoffel durchgef\u00fchrt. Die <em>Agrobacterium<\/em> vermittelte Transformation war erfolgreich bis hin zur Sprossinduktion. Die DNS freies Transformation mit Protoplasten war bisher nicht <span>erfolgreich, deswegen sind hier weitere Protokoll-Optimierungen n\u00f6tig. Die Transformation wurde mit dieser neuen Technik durchgef\u00fchrt, weil sie eine sehr pr\u00e4zise Transformationstechnik ist und das End-Produkt kein genetisches Material aus fremden Organismen enth\u00e4lt,da f\u00fcr die Transformation keine DNA benutzt wird.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontrollierung des Kartoffelk\u00e4fers ohne Pestizide Die Kartoffel ist weltweit eine sehr wichtige Kulturpflanze. Sie hat viele Feinden, z.B den Kartoffelk\u00e4fer, Phytophthora und verschiedene Viren, die j\u00e4hrlich viele Sch\u00e4den verursachen. Um diese Sch\u00e4den zu reduzieren werden Pestiziden eingesetzt. 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