{"id":46853,"date":"2026-05-22T11:18:01","date_gmt":"2026-05-22T09:18:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30016-669\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:09","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:09","slug":"30016-669","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30016-669\/","title":{"rendered":"Projektierung von Passivh\u00e4usern unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten"},"content":{"rendered":"<p>Projektierung von Passivh\u00e4usern unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Allein im Jahr 2015 wurden nur aus dem Geb\u00e4udesektor 3,5 Gigatonnen CO2 aus fossilen Brennstoffen in die Erdatmosph\u00e4re emittiert. Dies entspricht ca. einem Drittel aller Kohlen-dioxid Emissionen pro Jahr. Gerade im Bausektor besteht also ein gro\u00dfes Potential, den CO2 Eintrag in die Atmosph\u00e4re erheblich zu reduzieren. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Angesichts heute optimierter Baumethoden und mit Blick auf die verf\u00fcgbaren Baustoffe, -materialen und -komponenten sowie aufbauend auf der Grundlage des Kyoto-Protokolls, der EU-Geb\u00e4uderichtlinie 2010, den Weltklimakonferenzen u. v. m. ist davon auszugehen, dass die Jahre 2019-<\/span><span style=\"font-size:12pt;\">2021 <\/span><span style=\"font-size:12pt;\">Schl\u00fcsseljahre werden<\/span><span style=\"font-size:12pt;\">, <\/span><span style=\"font-size:12pt;\">in denen die erste Phase eines l\u00e4ngeren Entwicklungsprozesses insbesondere im Bereich des energiesparenden Bauens erfolgreich abgeschlossen werden kann. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Bis zum Jahr 2050 soll der Prim\u00e4renergiebedarf gegen\u00fcber 2008 um 80% gesenkt werden.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 [Quelle: Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie &#8211; bmwi.de] <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Das gesteckte Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 im Bereich des Bauwesens Klimaneutralit\u00e4t zu erreichen, d. h. die Geb\u00e4udebewirtschaftung wird dann keine <span style=\"background:#FFFFFF;\">Treibhausgasemissionen und damit auch keine Klimaver\u00e4nderung mehr verursachen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">F\u00fcr das Erreichen dieses hoch ambitionierten Ziels spielt die die energetische Sanierung des Geb\u00e4udebestandes eine wesentliche Rolle.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Es gibt schon heute Altbauten, die erfolgreich auf Plusenergie-Standard energetisch optimiert worden sind, so z. B. im Jahr 2013 die evangelische Christuskirche in Heinsberg, NRW, Deutschland (Architekt: RoA) aus dem Ursprungsbaujahr 1953, die gleichzeitig das erste nach EnerPHit zertifizierte Nichtwohngeb\u00e4ude mit einer Innend\u00e4mmung war. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Mit derartigen Bauma\u00dfnahmen sind wir schon ein St\u00fcck auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t. \u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Das Hauptziel meines Studienaufenthaltes im B\u00fcro ROA RONGEN ARCHITEKTEN PartG mbB (kurz \u0084RoA\u0093) ist, gerade in diesem Bereich wertvolle Erfahrungen zu sammeln und meine bei RoA gesammelten Erfahrungen sp\u00e4ter auch in Bulgarien zu nutzen und damit auch in meiner Heimat zum klima- und umweltgerechten Bauen beizutragen. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Mein Studienaufenthalt im Architekturb\u00fcro ROA RONGEN ARCHITEKTEN PartG mbB hat es mir erm\u00f6glicht, theoretische wie auch praktische Kenntnisse und Methoden zur Planung und Realisierung von Passiv-, Null- und Plusenergiegeb\u00e4uden zu sammeln. Mein Betreuer war der Architekt und Stadtplaner <\/span><span style=\"font-size:12pt;\">Prof. Dipl.-Ing. Ludwig Rongen, der gleichzeitig auch Zertifizierter Passivhaus Planer und Passivhaus Zertifizierer ist.<\/span><span style=\"font-size:12pt;\"> Prof. Rongen bildet an der University of Applied Sciences, FH Erfurt, seit 2008 auch \u0084Zertifizierte Passivhaus Planer(innen)\u0093 aus. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">W\u00e4hrend meiner Zeit bei RoA konnte ich auch mehr \u00fcber den Einsatz von \u0084Erneuerbaren Energieen\u0093 und \u00f6kologisch unbedenklichen Bau- insbesondere D\u00e4mmstoffen lernen. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Ein hoch energieeffizientes Geb\u00e4ude mit gut ged\u00e4mmter, w\u00e4rmebr\u00fcckenfreier und luftdichter Geb\u00e4udeh\u00fclle sowie Fenstern mit sehr guten U-Werten (um 0,6 W\/m\u00b2K) und einer verantwortungsbewusst geplanten Energieversorgung mit selbstverst\u00e4ndlich einem m\u00f6glichst gro\u00dfen Anteil \u0084Erneuerbarer Energieen\u0093 ist alleine noch keine Garantie f\u00fcr eine insgesamt gute \u00d6kobilanz. Das alleine ist auch noch kein Indiz f\u00fcr \u0084gute Architektur\u0093.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">\u0084Gute Architektur\u0093 hat selbstverst\u00e4ndlich immer den Anspruch auf eine hohe \u00e4sthetische Qualit\u00e4t. Aber auch das alleine macht noch lange keine \u0084gute Architektur\u0093 aus. Das ist mehr, n\u00e4mlich u. a. auch energiesparendes, \u00f6kologisch unbedenkliches, wirtschaftliches und insbesondere auch klima- und umweltgerechtes Bauen. Dabei sind neben dem bevorzugten Einsatz von \u0084Erneuerbaren Energieen\u0093 auch die Verwendung nachwachsender und receycelbarer Baustoffe und ein verantwortungsbewusstes Wassermanagement eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Erheblichen Einfluss darauf haben die ausgew\u00e4hlten Baustoffe<\/span><span style=\"font-size:12pt;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Die regionalen, nat\u00fcrlichen Materialen verbessern des Wohnklima, verringern die CO2 Emissionen bis zu negativen Kennwerten und helfen au\u00dferdem Kosten einzusparen. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Eine altbew\u00e4hrte Baumethode ist das Bauen mit Stroh, Lehm und Holz. Diese Baustoffe haben in den vergangenen Jahren in Deutschland eine Renaissance erfahren. Die entsprechenden Bauweisen konnten sich damit zu hoch modernen Bauweisen entwickeln. Sie gewinnen auch in Bulgarien zunehmend an Bedeutung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:150%;\"><span style=\"font-size:12pt;\">Die Projektierung und Realisierung von Passivh\u00e4usern blickt inzwischen auf eine mehr als 25-j\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcck. Der Passivhaus Standard ist mittlerweile in allen Industrienationen eingef\u00fchrt und l\u00e4ngst der weltweit anerkannt h\u00f6chste Standard im Energie sparenden Bauen. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:115%;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:115%;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;line-height:115%;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Projektierung von Passivh\u00e4usern unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten Allein im Jahr 2015 wurden nur aus dem Geb\u00e4udesektor 3,5 Gigatonnen CO2 aus fossilen Brennstoffen in die Erdatmosph\u00e4re emittiert. Dies entspricht ca. einem Drittel aller Kohlen-dioxid Emissionen pro Jahr. Gerade im Bausektor besteht also ein gro\u00dfes Potential, den CO2 Eintrag in die Atmosph\u00e4re erheblich zu reduzieren. 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