{"id":46842,"date":"2026-05-22T11:18:01","date_gmt":"2026-05-22T09:18:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30016-638\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:04","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:04","slug":"30016-638","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30016-638\/","title":{"rendered":"Verifikation der Modell- und Geologiedaten f\u00fcr die Klimaforschung"},"content":{"rendered":"<p>Verifikation der Modell- und Geologiedaten<\/p>\n<p style=\"text-align:right;\"><strong>&#8216;Unser Klima ist vermutlich das komplexeste und\u00a0<br \/>umstrittenste Thema aller Zeiten&#8230;&#8217;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:right;\">(Rapley und Macmillan, 2015).<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Bei der Interpretation der Meeresdaten kann man in die Vergangenheit zur\u00fcckblicken, auf verschiedene Erdsystemmodelle und statistische Methoden zur\u00fcckgreifen und diese Methoden f\u00fcr die Zukunftsprognosen benutzen.\u00a0Wegen der globalen Erw\u00e4rmung unseres Planeten kn\u00fcpfen sich an die Klimaproblematik wirtschaftliche, politische und ethische Fragen. Bei manchen Aspekten wie, zum Beispiel, den Faktoren der Klima\u00e4nderungen in der Vergangenheit, ist unser Wissen zur Zeit l\u00fcckenhaft.<br \/>\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0<br \/>Als Stipendiatin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt habe ich meine Forschungsarbeit am Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Polar- und Meeresforschung gemacht. Ich analysierte erdgeschichtliche Klimaver\u00e4nderungen, die das Klimasystem vergangener Epochen bestimmt haben. W\u00e4hrend meines Praktikums habe ich das sogenannte Interglazialpal\u00e4oklima modelliert. Das hei\u00dft, das Klima, dass vor 130 Tausend Jahren herrschte. In meinem Abschlussbericht m\u00f6chte ich die Ergebnisse darstellen, die ich bekommen habe.\u00a0\u00a0 \u00a0<\/p>\n<p>Ich benutzte daf\u00fcr das Erdsystemmodell \u0093COSMO\u0094 des Alfred-Wegener-Instituts. Dieses hochentwickelte Modell erlaubt die \u00c4nderungen der wesentlichen Komponenten der Erde zu simulieren, und zwar: die Atmosph\u00e4re, den Ozean, die Eisdecke und das Festland.<\/p>\n<p><strong>Die Ziele<\/strong> meines Projektes sind die folgenden:<\/p>\n<p>1) Das Interglazialklima erfolgreich zu simulieren;<br \/>2) Die Modellierungsergebnisse mit den geologischen Daten zu vergl0eichen;<br \/>3) Die Vergleichsmethoden zu entwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Dabei ist das Hauptziel meiner Forschungsarbeit, die Meeres- und Modelldaten zusammenzustellen und eine Datenvergleichsanalyse durchzuf\u00fchren. Der Datenvergleich ist bisher einzigartig im Bereich der Klimawissenschaften und der Ozeanographie in Kaliningrad. So dient dieses Projekt der gegenseitigen Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern aus Geologie und Modellierung.\u00a0<\/p>\n<p>Meine Forschungsarbeit besteht aus <strong>f\u00fcnf Teilen:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align:justify;\">Analyse der thematischen Literatur und Sammlung von relevanten Informationen zu den Themen: \u0093stabile Wasser-Isotope\u0094, \u0093Letztes Interglazial\u0094, \u0093Klimamodellierung\u0094;<\/li>\n<li style=\"text-align:justify;\">Modellierung des Interglazialklimas im Nordatlantik mit dem globalen Klimamodell;<\/li>\n<li style=\"text-align:justify;\">\u00dcberpr\u00fcfung der Ergebnisse von Simulationen mit statistischen Methoden;<\/li>\n<li style=\"text-align:justify;\">Visualisierung des vergangenen Klimas mit \u0093Python\u0094;<\/li>\n<li style=\"text-align:justify;\">Zusammenstellung der Simulations- und Geologiedaten.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align:justify;\"><strong>Literatur\u00fcberblick<\/strong> mit dem Fokus auf die Ver\u00e4nderungen im Nordatlantik.\u00a0Ich analysierte pal\u00e4oozeanische Daten aus dem Nordatlantik. Der subpolare Nordatlantik spielt im Weltozean eine besondere Rolle als der wichtigste Impulsgeber des weltweiten Zirkulationssystems (Demmler, 2011). Im Nordatlantik bewegt sich von S\u00fcden nach Norden eine gro\u00dfe Menge Warmwasser: der Golfstrom (Abb. 1). Diese Meeresstr\u00f6mung transportiert \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme aus den niederen Breiten in die Polarregionen und \u00fcbt trotz ihrer abgelegenen Lage einen erheblichen Einfluss auf das Klima in Europa aus. Dies h\u00e4ngt besonders mit den bedeutenden Kopplungsprozessen zwischen der sogenannten Kryosph\u00e4re (Eisschilde, Meereis, Schnee und Permafrost) und der atmosph\u00e4rischen Zirkulation zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um Klimaver\u00e4nderungen zu analysieren, benutzt man verschiedene Klimaarchive, und zwar: geologische Angaben, Ergebnisse der Satellitenbeobachtungen und simulierte Daten. W\u00e4hrend des Praktikums besch\u00e4ftigte ich mich mit dem Vergleich von Geologie- und Modelldaten, weil der kombinierte Ansatz der Analyse von Klimaarchivdaten und Modelldaten uns helfen kann, ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr\u00a0\u00a0 \u00a0Klima\u00fcberg\u00e4nge, ihre Antriebe und die R\u00fcckkopplungsmechanismen im Klimasystem zu entwickeln.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Am Anfang meines Praktikums arbeitete ich durch mir die Dokumentationen des globalen Klimamodells (den Quellcode des Modells), das AWI Dateisystem (Supercomputer- und Linux-Struktur), die Modellkomponenten (ECHAM6, MPIOM, JSBACH) und statistische Methoden (CDO, NCL), mit deren Hilfe ich die Ergebnisse der Simulationen durchf\u00fchren und analysieren konnte.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">F\u00fcr die Experimente nutzte ich das gekoppelte Ozean-Atmosph\u00e4ren- und Erdsystemmodell \u0093COSMOS\u0094. Das\u00a0Modell stellt eine Kombination aus folgenden Komponenten dar: ein allgemeines \u00a0Zirkulationsmodell des Ozeans (MPIOM), eine fortschrittliche Betrachtung der terrestrischen Biosph\u00e4re (JSBACH) und das allgemeine Zirkulationsmodell der Atmosph\u00e4re (ECHAM6). Diese Komponentenmodelle f\u00fchren die geo- und biochemischen, geologischen und physisch-geographischen Daten aus modernen Satellitenbeobachtungen zusammen. Zu diesen Daten geh\u00f6ren unter anderem: Temperatur, Salzgehalt, Meereisparameter (die Dicke und die Ausdehnung der Polarmeereises), Vegetation des terrestrischen Bereichs, Niederschlagsrate und einiger weitere.\u00a0Ich hoffe dieses Projekt wird die gegenseitige Zusammenarbeit von Geologie und Modellierung verbessern.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Eine der Ergebnisse, die ich w\u00e4hrend meines Praktikums erhalten habe, zeigen k\u00e4ltere Bedingungen im Nordatlantik vor 130 Tausend Jahren. Ich habe auch die Sauerstoffisotopewerte bekommen, die ich mit den modernen Daten und die Daten von den anderen Simulationen vergleichen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich hoffe dieses Projekt wird die gegenseitige Zusammenarbeit von Geologie und Modellierung verbessern.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verifikation der Modell- und Geologiedaten &#8216;Unser Klima ist vermutlich das komplexeste und\u00a0umstrittenste Thema aller Zeiten&#8230;&#8217; (Rapley und Macmillan, 2015). 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