{"id":46840,"date":"2026-05-22T11:18:01","date_gmt":"2026-05-22T09:18:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30016-635\/"},"modified":"2026-05-22T11:18:02","modified_gmt":"2026-05-22T09:18:02","slug":"30016-635","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30016-635\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeitskonzept als innovative L\u00f6sung f\u00fcr die Umweltbildung und die Entwicklung des Umweltbewusstseins"},"content":{"rendered":"<p>Die Rolle der Nachhaltigkeitsdebatte f\u00fcr die Umweltbildung.<\/p>\n<p style=\"line-height:150%;text-indent:35.45pt;\">Seit der Agenda, beschlossen in Rio de Janeiro 1992, wird den Hochschulen eine besondere Verantwortung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft zugewiesen \u0096 sie bilden die Entscheidungstr\u00e4ger_innen aus, die die Anforderungen an komplexe und nachhaltige Entscheidungen umsetzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"line-height:150%;text-indent:35.45pt;\">In diesem Zusammenhang kann man zumindest zwei Perspektiven zur Nachhaltigkeit sehen, die an Hochschulen gemanagt werden k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>1. <em>Hochschule f\u00fcr nachhaltige Entwicklung<\/em><\/p>\n<p style=\"line-height:150%;text-indent:35.45pt;\">In diesem Kontext stehen Hochschulen als Einrichtungen der Gesellschaft und tragen ihre besondere zukunftsorientierte Verantwortung im Rahmen des Wissenschaftssystems mit drei Aufgabenfeldern: Forschung, Lehre und Dienstleistung.<\/p>\n<p style=\"line-height:150%;\">2. <em>Die nachhaltige Hochschule<\/em><\/p>\n<p style=\"line-height:150%;text-indent:35.45pt;\">Die Institution Hochschule kann selber nachhaltiger werden, indem sie systematischer darauf schaut, von welchen materiellen und immateriellen Ressourcen sie abh\u00e4ngig ist und was sie heute daf\u00fcr tun kann, dass auch morgen noch alle lebenswichtigen Ressourcen zufliessen. Das heisst geht es aus \u00f6konomischer Perspektive um die Sicherung der Leistungsf\u00e4higkeit, aus \u00f6kologischer Perspektive um die Minimisierung der Betriebsauswirkungen auf die Natur und Umwelt und aus sozialer Perspektive darum, miteinander den Lebensraum Hochschule human zu gestalten.<\/p>\n<p style=\"line-height:150%;text-indent:35.45pt;\">Als Res\u00fcmee des Vorangegangen kann man folgende Kernpunkte dazu darstellen. Einerseits sollen in Lehre und Studium sowie der Weiterbildung die Hochschulen bei ihren Studierenden Wissen und Kompetenzen f\u00f6rdern, die es ihnen erm\u00f6glichen, die Probleme nachhaltiger Entwicklung in den interdisziplin\u00e4ren Zusammenh\u00e4ngen zu erkennen und zu beurteilen, um in ihren Disziplinen und beruflichen Arbeitszusammenh\u00e4ngen informiert und verantwortlich handeln zu k\u00f6nnen. Fach- und Spezialwissen muss sich dazu mit kommunikativen Kompetenzen f\u00fcr partizipative Entscheidungs- und Konfliktl\u00f6sungsprozesse verbinden. Der Verbindung von Forschung und Lehre und fach\u00fcbergreifend-interdisziplin\u00e4r angelegten Studienangeboten kommt daf\u00fcr zentrale Bedeutung zu. Aber andererseits spielt f\u00fcr die Entwicklung des Gesamtkonzepts zur einsparenden Ressourcennutzung ein komplexes Umweltmanagement an Hochschulen eine wichtige Rolle. Dies bedingt, dass sie in ihrer Organisation, in ihrer Kultur und Lebenswelt und in ihrem Wissenschaftsverst\u00e4ndnis den normativen Kriterien von Nachhaltigkeit folgen sollen. Also sollen sie anstreben, nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen und in allen Bereichen der Institution Hochschule zu verankern. Und nicht zuletzt soll dieser ganze Prozess mit Programmen und Initiativen staatlicher und nichtstaatlicher Akteure auf nationaler und internationaler Ebene verbunden sein.<\/p>\n<p><strong>Wirkungsm\u00f6glichkeiten von Nachhaltigkeitsorientierung und \u0096kultur in den Hochschulen in Kaliningrader Gebiet<\/strong><\/p>\n<p style=\"line-height:150%;text-indent:35.45pt;\">Durch die systematische Vorstellung und konsistente Beschreibung, wie der Nachhaltigkeitsgedanke an Hochschule im jeweiligen Handlungsfeld ganz konkret umgesetzt werden kann,vom einzelnen Beispiel des Gelinges (Leuphana Universit\u00e4t L\u00fcneburg), setzen wir uns unser n\u00e4chstes Ziel \u0096 Integrierung der Grunds\u00e4tze von Nachhatigkeit als Querschnittsthema an der Baltischen F\u00f6deralen Immanuel Kant Universit\u00e4t:<\/p>\n<ul>\n<li>nachhaltigkeitsrelevante Themen in Lehre und Forschung zu f\u00f6rdern;<\/li>\n<li>Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige zu dieser Frage zu motivieren und zu sensibilisieren;<\/li>\n<li>studentische Initiativen und Partizipation zu f\u00f6rdern;<\/li>\n<li>die Verwaltung bei der Einf\u00fchrung eines systematischen Nachhaltigkeitsleitbildes zu unterst\u00fctzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"line-height:150%;text-indent:35.45pt;\">Nat\u00fcrlich f\u00fcr die Transformation der Hochschulen spielen Studierende und ihre Bereitschaft zur Verantwortung und Pionierinitiative eine wichtige Rolle \u0096 doch zeigt die Akteursvielfalt des vorgestellten Beispiels, dass Ver\u00e4nderungen dann substantiell und erfolgreich sind, wenn alle Akteure \u0096 Studierende, Verwaltungsmitarbeiter_innen und Wissenschaftler_innen \u0096 vertrauensvoll zusammenarbeiten.<\/p>\n<p style=\"line-height:150%;text-indent:35.45pt;\">In Kooperation mit dem Botanischen Garten, mit der Verwaltung des Nationalparks Kurische Nehrung, mit dem regionalen Umweltbildungszentrum sowie Forschungs- und Lehrzentrum \u0084Fabrika\u0093 haben wir sehr gute potenziellen Ressourcen und M\u00f6glichkeiten, um nachhaltigkeitsrelevante Aktivit\u00e4ten, Initiativen und verschiedene Lehr- und Lernformen in Veramstaltungen im Rahmen der Universit\u00e4t zu entwickeln, z.B.:<\/p>\n<ol>\n<li>Ein interdisziplin\u00e4res Kursprogramm mit der komplexen Thematik einer nachhaltigen Entwicklung, z.B. solche Aspekte wie: Ethik, Gerechtigkeit, Inter- und Transdisziplinarit\u00e4t, Gender, Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, aber auch Mobilit\u00e4t, Ern\u00e4hrung, Energie usw.<\/li>\n<li>Selbstorganisierte Seminare im Rahmen der Diskusion und Reflexion der Projektarbeiten und andere praxisorientierte Aktivit\u00e4ten, offene Ringvorlesungen usw.<\/li>\n<li>Lehrveranstaltungen mit dem ganz erfahrungsorientierten Lernen durch Spiele, \u00dcbungen, Disskusionen, Gruppenaufgaben und Projekten.<\/li>\n<li>Runde Tische zur nachhaltigen Entwicklung mit Beteiligung der Studierenden, Kolleg_innen aus Forschung, Lehrpersonal sowie der Verwaltung der Universit\u00e4t und Kooperationspartner_innen, um gemeinsam Handlungsfelder zu identifizieren, Konzepte f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten und ganz konkrete Projekte und Massnahmen zur Umsetzung zu entwickeln.<\/li>\n<li>Nachhaltigkeitsb\u00fcro als eine interdisziplin\u00e4re Handlungsschnittstelle und eine Abteilung der Hochschule auf Grund der studentischen Initiative aus verschieden Studieng\u00e4ngen und mit der Universit\u00e4tsunterst\u00fctzung mit dem Fokus, um Ideen einer nachhaltigen Entwicklung in Lehre, Forschung, Betrieb und Hochschulgemeinschaft zu integrieren.<\/li>\n<li>Universit\u00e4tsjournal und Publikationsplattform f\u00fcr die wissenschaftlich nachhaltigkeitsrelevanten studentischen Artikel, Texte und Abschlussarbeiten aller Fachrichtungen, mit dem Ziel, bei Studierenden weitere wissenschaftliche Karrierewege in diesem Bereich zu belohnen und zu f\u00f6rdern.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rolle der Nachhaltigkeitsdebatte f\u00fcr die Umweltbildung. 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