{"id":46791,"date":"2026-05-22T11:14:54","date_gmt":"2026-05-22T09:14:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30015-564\/"},"modified":"2026-05-22T11:15:03","modified_gmt":"2026-05-22T09:15:03","slug":"30015-564","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30015-564\/","title":{"rendered":"Wie kann Polen die deutsche Erfahrung in der \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung im Umweltschutz nutzen? Unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Umweltmediationen als L\u00f6sungsmethoden f\u00fcr Konflikte im Umweltbereich &#8211; in Anbetracht zunehmender Umweltkonflikte in Polen"},"content":{"rendered":"<p>Soziale Teilnahme, Umweltmediation.<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">Wie kann Polen die deutsche Erfahrung in der \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung im Umweltschutz nutzen? Unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Umweltmediationen als L\u00f6sungsmethoden f\u00fcr Konflikte im Umweltbereich &#8211; in Anbetracht zunehmen der Umweltkonflikten in Polen.\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0   Der Druck der Zivilisationsentwicklung auf die Umwelt hat berechtigte Furcht um den \u00d6kosystemstand und ihren Einfluss auf die Sicherheit, den Wohlstand und die Gesundheit des Menschen verursacht. Die Bewusstseins-, Aktivit\u00e4tssteigerung und die Bedeutung der \u00f6ffentlichen Meinung im Umweltbereich tragen dazu bei, dass Umweltkonflikte immer sichtbarer sind.  In Polen bewegt das Handeln im Umweltbereich starke und negative Gem\u00fcter. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, der polnischen Gesellschaft zu erm\u00f6glichen, an Entscheidungsprozessen teilzunehmen, neue Streitl\u00f6sungen zu suchen sowie \u00d6ffentlichkeitsbeteiligungsmethoden zu entwickeln und zu verwenden. Sich mit der deutschen Erfahrung und Praxis in der Modellerschaffung der \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung und  Umweltmediationen bekannt zu machen, erm\u00f6glicht, neue L\u00f6sungen vorzuschlagen und die in Polen zu bewerben.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0   Es gibt viele \u00d6ffentlichkeitsbeteiligungsmethoden, die als Streitl\u00f6sungen im Umweltschutz dienen, z.B. Wasser- und Abfallbewirtschaftung, Verkehr, Gesellschaftsentwicklung.  Diese Methoden sind vor allem in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, wie z.B. Deutschland, D\u00e4nemark oder \u00d6sterreich sowie auch in den USA, zu Ansehen gekommen. Zu den popul\u00e4ren \u00d6ffentlichkeitsbeteiligungsmethoden n in Deutschland werden die Planungszelle (eine von Peter C. Dienel in den 1970er Jahren entwickelte Methode)  und Konsensus-Konferenz (ein d\u00e4nisches Modell aus dem Jahr 1987)  gez\u00e4hlt. Die Mediationsmethode und Runder Tisch sind auch ziemlich weit verbreitet.  Zu den unbestrittenen Vorteilen der Sozialpartizipation geh\u00f6ren: <br \/>&#8211;\tIntegration der Personen mit unterschiedlichen Meinungen, <br \/>&#8211;\tDarstellung von verschiedenen Perspektiven und Bed\u00fcrfnissen, <br \/>&#8211;\tProbleml\u00f6sung unter Ber\u00fccksichtigung unterschiedlicher Interessen,<br \/>&#8211;\tWahrscheinlichkeitssteigerung der Partizipationsakzeptanz, <br \/>&#8211;\tDauerhaftigkeit der Partizipationsergebnisse, <br \/>&#8211;\tSparsamkeit (Zeit und Geld) <br \/>&#8211;\tGesellschaftsbildung im Umweltschutzbereich.  <br \/>Au\u00dferdem treibt die Sozialpartizipation die Gesellschaft an sowie tr\u00e4gt zur Steigerung des sozialen Kapitals und Vertrauens bei.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0   Die Mediation ist die wichtigste und einfachste von den alternativen Methoden der Streitl\u00f6sungen (ADR \u0096 alternative dispute resolution) und ist in verschiedenen Bereichen verwendet. Die Umweltmediation findet ihre Anwendung u.a. in \u00d6sterreich, Deutschland, den USA, Korea, Indonesien und Nepal. In Deutschland wurde die erste Umweltmediation in 1984 in Bielefeld durchgef\u00fchrt, die eine neue Raumbewirtschaftung einer Abfalldeponie betroffen hat. Seit dem ist die Position der Mediation und alternativen Methoden der Streitl\u00f6sungen in der wissenschaftlichen Diskussion st\u00e4rker geworden und sie werden h\u00e4ufiger verwendet. Bis 2004 wurden insgesamt ca. 150 Mediationen durchgef\u00fchrt. Sie haben vor allem Themen aus der Abfallwirtschaft umgefasst (Konzept-, Standort- und Planvorbereitung einer Abfalldeponie). Sie haben aber auch Rekultivierung der Altlast, Umweltschutz, Verkehr, Energie, Gentechnik und Chemie betroffen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0   Meiner Meinung nach, ist die \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung und Umweltmediation eine der wichtigsten und schwersten Herausforderungen f\u00fcr Polen im Umweltbereich. Polen f\u00e4ngt erst die Mechanismen f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsbeteilligung und Umweltmediation an, zu bilden, deshalbist es begr\u00fcndet, das deutsche Wissen, seine Erfahrung und L\u00f6sungen in diesem Bereich aus zu nutzen. <\/p>\n<p>Bibliografie<br \/>1.\tCentrum Informacji o Srodowisku Ekoportal, Konflikt ekologiczny. Materialy pokonferencyjne, Warschau 2007<br \/>2.\tGr\u00fcne Liga Berlin e.V., Towarzystwo Naukowe Prawa Ochrony Srodowiska, UfU, DBU, Aktiv werden. B\u00fcrgerbeteiligung und Umweltrecht in Polen und Deutschland, Berlin, M\u00e4rz 1999<br \/>3.\tJoss S., Die Konsensuskonferenz in Theorie und Anwendung, Stuttgart 2000<br \/>4.\tSchicktanz S., Naumann J. (Hrsg.) , Burgerkonferenz: Streitfall Gendiagnostik. Ein Modellprojekt der Burgerbeteiligung AM bioethischen Diskurs, Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Opladen 2003<br \/>5.\tZille\u00dfen H. (Hrsg.), Mediation. Kooperatives Konfliktmanagemenet in der Umweltpolitik, Opladen: Westdt. Verl., 1998<br \/>6.\twww.partizipation.at<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Soziale Teilnahme, Umweltmediation. Wie kann Polen die deutsche Erfahrung in der \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung im Umweltschutz nutzen? Unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Umweltmediationen als L\u00f6sungsmethoden f\u00fcr Konflikte im Umweltbereich &#8211; in Anbetracht zunehmen der Umweltkonflikten in Polen.\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 Der Druck der Zivilisationsentwicklung auf die Umwelt hat berechtigte Furcht um den \u00d6kosystemstand und ihren Einfluss auf die Sicherheit, den [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2469],"class_list":["post-46791","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-polen"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30015\/564","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Ra?kos","dbu_stipendiaten_vorname":"Ma?gorzata","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2015-03-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2015-08-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Unabh\u00e4ngiges Institut f\u00fcr Umweltfragen (UFU) e. V. Umweltrecht & Partizipation","dbu_stipendiaten_betreuer":"Dr. Silke Domasch","dbu_stipendiaten_email_dienst":"kotkowicz.malgorzata@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46791\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60503,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46791\/revisions\/60503"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}