{"id":46780,"date":"2026-05-22T11:14:54","date_gmt":"2026-05-22T09:14:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30015-552\/"},"modified":"2026-05-22T11:14:55","modified_gmt":"2026-05-22T09:14:55","slug":"30015-552","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30015-552\/","title":{"rendered":"Wassermanagement in der Bergbaufolgelandschaft mit dem Hinblick auf ihre touristische Nutzung"},"content":{"rendered":"<p>Entwicklung des nachhaltigen Tourismus in revitalisierten Gebieten<\/p>\n<p>Viele Bergbauregionen haben nicht nur in Deutschland derzeit \u00f6kologische sowie sozio-\u00f6konomische Probleme. Diese Probleme h\u00e4ngen mit der Verminderung der F\u00f6rderung der Braunkohle nach 1989 (Drebenstedt, 2014) zusammen. Das Lausitzer Braunkohlervier ist ein typisches Beispiel.<br \/>In diesen Regionen gibt es besch\u00e4digte Umwelt und zerst\u00f6rte Landschaft. Es ist n\u00f6tig eine Wiederherstellung und Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft durchzuf\u00fchren. Die Entwicklung der neuen Landschaft erfordert komplexe Planungen f\u00fcr weitere Nutzungen der Landschaft und anspruchsvolle technologische Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit und Wiederherstellung des \u00f6kologischen Potentials. Diese Ma\u00dfnahmen f\u00fcr eine Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit und technologische Grundlagen f\u00fcr weitere Nutzungen der Landschaft sind dem Bergrecht verpflichtend (Gr\u00fcnewald, 2012).<br \/>Der Prozess der Rekultivierung wird auf mehreren Ebenen gesteuert. Die h\u00f6chste<br \/>Ebene ist die Bundesregierung, vor allem das Finanzministerium. Im Prozess der Planung zur Wiederaufnahme der Landschaft in Braunkohlerevieren sind auf Landesebene auch Landesregierungen (in der Lausitz die Landesregierungen von Brandenburg und Sachsen) sowie zahlreiche Kommunen, Verb\u00e4nde, Beh\u00f6rden, und \u00c4mter der St\u00e4dte t\u00e4tig.<br \/>Die Ma\u00dfnahmen werden durch den StuBa (Steuerungs- und Budgetausschuss f\u00fcr die Braunkohlesanierung) gesteuert und finanziert. F\u00fcr die technische Durchf\u00fchrung ist das Unternehmen LMBV in der Lausitz verantwortlich.<br \/>Wichtigste technische Ma\u00dfnahme ist die Sanierung der Kippengebiete und den Uferrandb\u00f6schungen der Tagebaurestl\u00f6cher. Hierzu gibt es bew\u00e4hrte Methoden dies durchzuf\u00fchren. Dazu geh\u00f6ren z. B. die Sanierung der B\u00f6schungen und Gebiete mittels R\u00fctteldruckverdichtung aber auch der Verbau der B\u00f6schungen mittels Steinsch\u00fcttungen. Des Weiteren gibt es die Problematik des Grundwasserwiederanstieges auf besiedelten Gebieten, welche bew\u00e4ltigt werden muss. Die Flutung der k\u00fcnstlichen Seen und die Reinigung und positive Beeinflussung der Grundwasserchemie geh\u00f6rt ebenfalls zu den Aufgaben der Rekultivierung (Drebenstedt, 2014). <br \/>Die Ma\u00dfnahmen bei der Rekultivierung tragen nicht nur zur Wiederherstellung des \u00f6kologischen Potentials der Landschaft bei, sondern erm\u00f6glichen auch neue Nutzungen der Landschaft auszubauen. <br \/>In der Lausitz wurde die Landschaft nach dem Konzept der intenationalen Bauaustellung (IBA) ge\u00e4ndert. Die Tagebaurestl\u00f6cher nach der Abbaggerung wurden geflutet und es entstand ein Komplex von k\u00fcnstlichen Seen. Diese Seen bilden ein Erholungsgebiet und sie sind ein Zentrum der touristischen Region. Neben den k\u00fcnstlichen Seen wurde die Landschaft durch andere interessante unter anderem architektonischer Projekte erg\u00e4nzt und die Infrastruktur f\u00fcr die touristische Nutzung ausgebaut. Dank dieser Ma\u00dfnahmen wurde die neue Region mit touristischen Potential ausgebildet, welches heute Lausitzer Seenland genannt wird (Boshold, 1999).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung des nachhaltigen Tourismus in revitalisierten Gebieten Viele Bergbauregionen haben nicht nur in Deutschland derzeit \u00f6kologische sowie sozio-\u00f6konomische Probleme. Diese Probleme h\u00e4ngen mit der Verminderung der F\u00f6rderung der Braunkohle nach 1989 (Drebenstedt, 2014) zusammen. Das Lausitzer Braunkohlervier ist ein typisches Beispiel.In diesen Regionen gibt es besch\u00e4digte Umwelt und zerst\u00f6rte Landschaft. 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