{"id":46748,"date":"2026-05-22T11:14:16","date_gmt":"2026-05-22T09:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30014-517\/"},"modified":"2026-05-22T11:14:24","modified_gmt":"2026-05-22T09:14:24","slug":"30014-517","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30014-517\/","title":{"rendered":"Behandlung von Abwasser aus der Pestizidherstellung und Eliminierungs- und Aufkonzentrierungsprozesse f\u00fcr Deponiesickerwasser"},"content":{"rendered":"<p>Abwasserreinigung<\/p>\n<p><strong>Behandlung von Abwasser aus der Pestizidherstellung<\/strong><\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Bedarf an Pflanzenschutzmitteln seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat weltweit zu einer massiven Produktion entsprechender Pestizide gef\u00fchrt, und wie an allen Produktionsstandorten f\u00e4llt auch bei der Pestizidherstellung ein Abwasser an. Aufgrund der Biotoxizit\u00e4t der Ausgangsstoffe ist dieses Abwasser sehr schwer zu behandeln und erfordert ein aufwendiges, mehrstufiges Reinigungsverfahren.<\/p>\n<p>Abwasser aus der Pestizidherstellung (im untersuchten Fall: Abwasser aus der Reinigung der Biofermenter) zeichnet sich durch hohe Konzentration CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf), Stickstoff, Kupfer, Salze (Chloride und Sulfide), starke F\u00e4rbung und Geruch aus, sowie naturgem\u00e4\u00df durch die Anwesenheit von Restmengen \u0084Aktiver Substanzen\u0093 (Pestiziden).<\/p>\n<p>Um das Abwasser einer biologischen Behandlung zuf\u00fchren zu k\u00f6nnen, ist zun\u00e4chst eine chemische Vorbehandlung zur Kupferentfernung n\u00f6tig, anschlie\u00dfend folgt eine Aktivkohle-Behandlung zur Entfernung von Rest-Organik und Aktiven Substanzen. Die Prozessschritte sind also folgende:<br \/>1. Zweistufige F\u00e4llung\/Flockung;<br \/>2. Biologische Behandlung im Membranbioreaktor;<br \/>3. Aktivkohle-Absorption.<\/p>\n<p>Um die Eignung des Gesamtkonzeptes zu testen, wurden die drei Teilschritte im Labor der Fa. Wehrle Umwelt GmbH getestet und optimiert:<\/p>\n<p>Zweistufige F\u00e4llung\/Flockung<br \/>Die Gegenwart hoher Kupfer-Konzentrationen kann den biologischen Abbau im Membranbioreaktor limitieren. Daher wurden zweistufigen Flockungstests zur Kupfer-Entfernung im Laborma\u00dfstab durchgef\u00fchrt. Die Konzentrationen von Kupfer, CSB und Gesamt-Stickstoff sind vor und nach jeder Flockungsstufe gemessen worden.<br \/>Membranbioreaktor (Biomembrat-Verfahren)<br \/>Das Biomembrat-Verfahren setzt sich zusammen aus:<br \/>&#8211; der Biologie (Denitrifikation und Nitrifikation) zur Entfernung der Kohlenstoffverbindungen und des Ammoniums und der Ultrafiltration;<br \/>&#8211; der Ultrafiltration zur Trennung des Schlammes und des gereinigten Wassers (Permeat).<br \/>Die Untersuchung dauerte 70 Tage und umfa\u00dfte die Variation verschiedener Betriebsparameter (pH, Dosierungsmengen der unterschiedlicher Chemikalien im Abh\u00e4ngigkeit vom Durchsatz und Inhalt des Zulaufwassers) sowie t\u00e4gliche Analysen von Ammonium, Nitrit, Nitrat, CSB, pH, Leitf\u00e4higkeit des Zulauf- und Ablaufswassers.<br \/>Eine der grundlegenden Zielsetzungen der Untersuchung ist die Bestimmung des biologischen Abbaugrads organischer Kohlenstoffverbindungen und Stickstoffverbindungen. Zus\u00e4tzlich wurden bemessungsrelevante Daten aufgenommen (Chemikalienbedarf, Reinigbarkeit der Ultrafiltrations\u00acmodule usw).<\/p>\n<p>Um eine Aktivkohlesorte zu bestimmen, die sich besonders gut f\u00fcr den R\u00fcckhalt der aktiven Substanzen eignet, wurde als Nachbehandlungsschritt Aktivkohlebehandlung getestet. Hierzu wurden drei verschiedene Typen von Aktivkohle getestet; Untersuchungsparameter waren CSB, Gesamtstickstoff, F\u00e4rbung sowie aktive Substanzen (im externen Labor).<\/p>\n<p>Ergebnisse<br \/>Kupfer konnte nach der Flockung aus dem Abwasser entfernt werden, eine biologische Behandlung des vorbehandelten Wassers war im MBR m\u00f6glich. Die Ergebnisse nach dem MBR zeigen, dass die Entfernung von CSB >90% betrug, und die Stickstoffkonzentration fiel auf Werte <50 mg\/L. Diese Ergebnisse erf\u00fcllen bereits die vertraglichen Anforderungen des Auftraggebers. Die Ergebnisse werden nach der Aktivkohle-Behandlung noch niedrigere Konzentration der erforderlichen Parameter ergeben.<br \/>Im Folgenden sind die Betriebskosten f\u00fcr die einzelnen Verfahrensschritte zu erfassen und der Prozess hinsichtlich Chemikalienverbrauch zu optimieren.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Moderne Eliminierungs- und Aufkonzentrierungsprozessen in der Sickerwasserbehandlung und Vergleich zur Situation in Serbien<\/strong><\/p>\n<p>Sanit\u00e4re Deponierung ist der h\u00e4ufigste Weg, um feste Siedlungsabf\u00e4lle zu beseitigen. Ein wichtiges Problem bei Deponien ist die Produktion von Sickerwasser. Aufgrund seines Vorkommens an entfernten Standorten und seiner Schadstoffbelastung muss das Sickerwasser vom kommunalen Abwasser getrennt behandelt werden.<\/p>\n<p>Diese Studie hat zum Ziel, Informationen zu sammeln, technologische Konzepte aufzuzeigen und L\u00f6sungen f\u00fcr die Sickerwasserbehandlung einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Entwicklung einer angemessenen Sickerwasserbehandlungstechnik kann in unterschiedliche Richtungen f\u00fchren. Dabei sind die Elimination oder die Aufkonzentrierung von Schadstoffen die zentralen Vorg\u00e4nge in einer solchen Sickerwasserbehandlungsanlage. Behandlungsmethoden f\u00fcr Sickerwasser mit Membranbioreaktoren und Umkehrosmose werden in diesem Artikel verglichen.<\/p>\n<p><em>Stichwort: Sickerwasserbehandlung, Membranbioreaktor (MBR), Umkehrosmose (RO)<\/em><br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abwasserreinigung Behandlung von Abwasser aus der Pestizidherstellung Der gro\u00dfe Bedarf an Pflanzenschutzmitteln seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat weltweit zu einer massiven Produktion entsprechender Pestizide gef\u00fchrt, und wie an allen Produktionsstandorten f\u00e4llt auch bei der Pestizidherstellung ein Abwasser an. 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