{"id":46648,"date":"2026-05-22T11:12:25","date_gmt":"2026-05-22T09:12:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30012-403\/"},"modified":"2026-05-22T11:12:31","modified_gmt":"2026-05-22T09:12:31","slug":"30012-403","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30012-403\/","title":{"rendered":"Genotypische Evaluierung deutscher und rum\u00e4nischer obstgenetischer Ressourcen bei Birne im Hinblick auf Resistenz gegen\u00fcber Feuerbrand (Erwinia amylovora)"},"content":{"rendered":"<p>Genotypische Evaluierung deutscher und rum\u00e4nischer obstgenetischer Ressourcen bei Birne<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>Genotypische Evaluierung deutscher und rum\u00e4nischer genetischer Ressourcen bei Birne im Hinblick auf Resistenz gegen\u00fcber Feuerbrand (Erwinia amylovora)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0\u00a0 Meine Studie besch\u00e4ftigt sich mit der Erstellung von DNA-Fingerprints f\u00fcr 190 verschiedene Birnengenotypen der Nationalen Obstgenbank Deutschlands. Diese befindet sich am  Institut f\u00fcr Z\u00fcchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen und Obst des Julius K\u00fchn-Instituts in Dresden-Pillnitz.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Birne Pyrus ssp. ist eine der bedeutendsten Obstbaumkulturen der gem\u00e4\u00dfigten Regionen weltweit. Der Feuerbrand, eine Erkrankung welche durch eine Infektion mit dem gram-negativen Bakterium Erwinia amylovora ausgel\u00f6st wird, ist eines der gr\u00f6\u00dften Probleme im Birnenanbau. Aufgrund des hohen Schadpotentials kann ein Befall zu signifikanten \u00f6konomischen Verlusten im Anbau f\u00fchren.<br \/>Eine Vorbeugung bzw. Behandlung bei Befall ist nur sehr eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich. Erw\u00e4hnenswert sind zum Beispiel die Anwendung antimikrobiell wirksamer Substanzen sowie die Entfernung infizierter Pflanzenteile. Die Nutzung von Antibiotika ist als besonders kritisch zu betrachten, da in verschiedenen Studien eine Behandlung mit z.B. Streptomycin zu einer nachweisbaren Anreicherung des Antibiotikums in den Fr\u00fcchten f\u00fchrte und vielfach Streptomycin-resistente Bakterienst\u00e4mme nachgewiesen werden konnten. Aufgrund dessen unterliegt die Anwendung von Streptomycin (Plantomycin\u00ae) in vielen L\u00e4ndern strengen gesetzlichen Richtlinien bzw. ist nur mit bestimmten Einschr\u00e4nkungen m\u00f6glich.<br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Anbau resistenter Kultivare stellt folglich eine vielversprechende Alternative dar, wobei die Mehrzahl der gegenw\u00e4rtig im Anbau befindlichen Birnensorten eine hohe Anf\u00e4lligkeit gegen\u00fcber Feuerbrand aufweist. Eines der Hauptziele der meisten Birnenzuchtprogramme weltweit ist daher die Z\u00fcchtung und Selektion hochresistenter Sorten. (Dar\u00fcber hinaus gibt es im Garten- und Obstbau, aufgrund der globalen Erw\u00e4rmung, eine steigende Nachfrage nach Pflanzenmaterial mit verbesserten Eigenschaften. Z\u00fcchter sehen sich daher, neben einer Verbesserung von Ausbeute und Qualit\u00e4t der Fr\u00fcchte, mit einer Verbesserung der Anpassungsf\u00e4higkeit der Pflanzen an sich \u00e4ndernde klimatische Bedingungen konfrontiert.)<br \/>Von besonderer Bedeutung f\u00fcr die Z\u00fcchtung ist die Nutzung der biologischen Vielfalt an Wild- und Kulturbirnen. Aufgrund der Limitierung des Erwerbsobstanbaus auf eine vergleichsweise geringe Zahl an Birnensorten besteht jedoch das Risiko des Verlustes potentieller Resistenzquellen durch deren Aussterben. Um diese wertvollen genetischen Ressourcen f\u00fcr die Z\u00fcchtung zu bewahren werden diese in klonalen Genbanken, wie z.B. den nationalen Birnensammlungen Deutschlands und Rum\u00e4niens, auf entsprechenden Feldfl\u00e4chen erhalten. <br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Beide Birnensammlungen wurden bisher genotypisch nicht untersucht, sodass in den Sammlungen Duplikate oder falsch bezeichnete Arten vorliegen k\u00f6nnten. Das Ziel dieser Studie liegt daher auf der Evaluierung der gesammelten Birnenakzessionen der beiden Sammlungen unter Verwendung molekularer Marker. Hierdurch k\u00f6nnen die vorhandenen Akzessionen auf ihre korrekte Bezeichnung hin \u00fcberpr\u00fcft und m\u00f6gliche Fehler behoben sowie ein \u00dcberblick \u00fcber die vorhandenen Genotypen gewonnen werden. Um m\u00f6gliche Duplikate oder falschbezeichnete Genotypen identifizieren zu k\u00f6nnen, habe ich ein Set von 12 sogenannten Mikrosatelliten-Markern zur Unterscheidung der Genotypen ausgew\u00e4hlt. Nachdem das Fingerprinting der Genotypen der deutschen Birnensammlung abgeschlossen ist, werde ich mit der Evaluierung der rum\u00e4nischen Genbank beginnen.<br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Von besonderer Bedeutung ist das Screening der Birnensammlungen mit insgesamt neun Markern f\u00fcr bekannte Resistenzgene gegen verschiedene bakterielle, pilzliche bzw. durch Insekten hervorgerufene Erkrankungen wie z.B. Feuerbrand, Schwarzfleckenkrankheit oder Blattlausbefall. Da Feuerbrand eine der bedeutendsten Erkrankungen der Birne darstellt, werden weiterhin Inokulationsversuche an Birnenfr\u00fcchten zur Bewertung der Feuerbrandresistenz durchgef\u00fchrt.<br \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die zu erwartenden Daten sollten dem effektiven Erhalt der biologischen Vielfalt bei Birne beitragen und die Bedeutung bzw. Eignung der einzelnen Kultivare f\u00fcr die Z\u00fcchtung \u0096 besonders auch im Hinblick auf m\u00f6gliche Resistenzen \u0096 zeigen. Durch die Identifizierung geeigneter Kreuzungspartner f\u00fcr zuk\u00fcnftige Zuchtprogramme k\u00f6nnten Nachkommen erhalten werden, welche sich durch eine hohe Fruchtqualit\u00e4t und gute Resistenzeigenschaften auszeichnen. Hierdurch kann die Studie in der Zukunft zu einer Verringerung des Einsatzes an Pflanzenschutzmitteln und der damit einhergehenden Umweltverschmutzung beitragen und ist somit wichtig f\u00fcr das Ziel einer \u00f6kologischen und nachhaltigen Landwirtschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Keywords: Birne, Feuerbrand, Genotyp, Resistenz;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genotypische Evaluierung deutscher und rum\u00e4nischer obstgenetischer Ressourcen bei Birne Genotypische Evaluierung deutscher und rum\u00e4nischer genetischer Ressourcen bei Birne im Hinblick auf Resistenz gegen\u00fcber Feuerbrand (Erwinia amylovora) \u00a0\u00a0 Meine Studie besch\u00e4ftigt sich mit der Erstellung von DNA-Fingerprints f\u00fcr 190 verschiedene Birnengenotypen der Nationalen Obstgenbank Deutschlands. 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