{"id":46619,"date":"2026-05-22T11:12:15","date_gmt":"2026-05-22T09:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30012-372\/"},"modified":"2026-05-22T11:12:15","modified_gmt":"2026-05-22T09:12:15","slug":"30012-372","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30012-372\/","title":{"rendered":"Reproduktive \u00d6kologie von gesch\u00fctzten Pflanzenarten"},"content":{"rendered":"<p>Reproduktive \u00d6kologie von gesch\u00fctzten Pflanzenarten<\/p>\n<p>Im Laufe des Projekts wurden vielf\u00e4ltige Labor- und Freilandsmethoden zur Erforschung der reproduktiven Systeme der Pflanzen erlernt und angewandt. Das Objekt der Studie ist Haberlea rhodopensis Friv., Gesneriaceae, Tertiarrelikt und endemische f\u00fcr die Balkanhalbinsel Pflanzenart, mit stark fragmentiertem Habitat und schwer zug\u00e4ngige Populationen. Die Fragestellung der Studie: welche Vermehrungsmechanismen sichern die Pflanzenreproduktion hat teilweise Antwort gekriegt. Anhand Material vom Botanischen Garten der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz und nat\u00fcrlichen Standorten in Bulgarien wurden Bl\u00fcten- und Bl\u00fctenstandsentwicklung, Selbstkompatibilit\u00e4t, Selbstbest\u00e4ubungsf\u00e4higkeit, Barrierenmechanismen, Ph\u00e4nologie, Best\u00e4uber und Keimungsf\u00e4higkeit untersucht. Aufnahmen unter Fluoreszenzmikroskop zeigen, dass die Art selbstfertil ist. Trotzdem wird Selbstbest\u00e4ubung durch r\u00e4umliche und zeitliche Trennung der generativen Organe verhindert. Zur Fruchtbildung ist unbedingt ein Vektor notwendig. Haberlea rhodopensis ist nicht auf eine bestimmte Insektenart spezialisiert. Die kleinen Nektarmengen machen die Bl\u00fcten f\u00fcr Sozialbienen unattraktiv. Unter nat\u00fcrlichen Bedingungen zeigen die einzelnen Individuen Verschiebung der Aufbl\u00fchphasen, was Fremdbest\u00e4ubung beg\u00fcnstigt. Die Werte von Pollen\/Eizellen Verh\u00e4ltnis erg\u00e4nzen das gesamte Bild des Reproduktionsystems.<br \/>Nach Teilnahme am 21st International Symposium \u0084Biodiversity and Evolutionary Biology\u0093 der Deutschen Botanischen Gesellschaft in Mainz habe ich Anregungen gekriegt, die neue Ergebnisse erbrachten: bei H. rhodopensis habe ich Wurzelendophyt entdeckt, was wahrscheinlich Myccorhizza &#8211; Beziehungen bedeutet und das Keimverhalten der Pflanzen erkl\u00e4rt. Zus\u00e4tzlich habe ich vor Ort demographische Beobachtungen durchgef\u00fchrt, die extrem langsames Wachstum der Pflanze zeigen und neues Pflanzenmaterial gesammelt. Das Letzte wurde f\u00fcr DNA \u0096 Analyse von 18 verschiedenen Populationen mit Kerngenom und Chloroplasten- Markern verwendet um Informationen \u00fcber Alter, Evolution und Genaustausch unter der Populationen der Art zu gewinnen<br \/>Die Mehrheit der Ergebnisse sind v\u00f6llig neue Informationen und die meisten werden vorbereitet zum ver\u00f6ffentlichen.<br \/>Der Forschungsaufenthalt in Johannes- Gutenberg Universit\u00e4t war f\u00fcr mich eine wertvolle Erfahrung, bei der ich sehr viel gelernt habe, gute Spezialisten und sehr nette Kollegen kennengelernt habe.<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reproduktive \u00d6kologie von gesch\u00fctzten Pflanzenarten Im Laufe des Projekts wurden vielf\u00e4ltige Labor- und Freilandsmethoden zur Erforschung der reproduktiven Systeme der Pflanzen erlernt und angewandt. 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