{"id":46571,"date":"2026-05-22T11:10:46","date_gmt":"2026-05-22T09:10:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30011-320\/"},"modified":"2026-05-22T11:10:54","modified_gmt":"2026-05-22T09:10:54","slug":"30011-320","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30011-320\/","title":{"rendered":"Hochbrandgips zur Restaurierung umweltgesch\u00e4digter architektonischer Details im Gebiet des Ordenslandes in Preu\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Hochbrandgips zur Restaurierung umweltgesch\u00e4digter architektonischer DetailsDas Forschungsprojekt ist auf die Bed\u00fcrfnisse des Schutzes deutsch-polnischer Kulturg\u00fcter ausgerichtet und beinhaltet die Entwicklung von Reparaturm\u00f6rteln zur Bewahrung von Kulturg\u00fctern aus Gips im Sinne der Umweltvertr\u00e4glichkeit.Gegenstand des Projektes sind die mittelalterlichen Gipsm\u00f6rtel, die ein verbreitetes Baumaterial f\u00fcr architektonische Details im Herrschaftsgebiet des Deutschen Ritterordens waren (Ma\u00dfwerke, Konsolen, Balustraden etc.). Trotz der grunds\u00e4tzlich geringen Wasserresistenz des Gipses sind einige der mittelalterlichen Gipsm\u00f6rtel auch im Au\u00dfenbereich und in arch\u00e4ologischen Funden \u00fcberraschend gut erhalten. Die Best\u00e4ndigkeit und Festigkeit historischer Gipsm\u00f6rtel resultieren vermutlich aus dem mittelalterlichen Herstellungsverfahren, einem Mischbrand bei Temperaturen bis 1000\u00b0C. Dabei entsteht so genannter Hochbrandgips. Dank dessen besonderer Eigenschaften sind viele der mittelalterlichen Gips-Architekturelemente bis in die heutige Zeit erhalten, ben\u00f6tigen aber in mehreren F\u00e4llen dennoch Konservierungs- und Restaurierungsma\u00dfnahmen, um ihr \u00dcberdauern in die n\u00e4chsten Jahrhunderte zu sichern. Die Alterungsprozesse, besonders in Au\u00dfenbereich von der Umwelt stark beeinflusst, sind fortschreitend. Rissbildungen und Materialverluste durch Wasser- und Frostwirkung, und auch durch historische mechanische Sch\u00e4den verursacht, waren bereits im 19. Jahrhundert Anlass f\u00fcr umfangreiche Erg\u00e4nzungen, die sich aber nur zum Teil als dauerhaft erwiesen. Um weitere Zerst\u00f6rungen des historischen Gipses zu  vermeiden, ist insbesondere die Erg\u00e4nzung der Fehlstellen n\u00f6tig.Das Problem der Auswahl eines geeigneten Reparaturm\u00f6rtels hat zwei Aspekte:1. Heutige markt\u00fcbliche Gipsbindemittel unterscheiden sich in ihren Eigenschaften deutlich von den mittelalterlichen &#8211; besonders in der Wetterbest\u00e4ndigkeit. 2. Es gibt keine labortechnisch \u00fcberpr\u00fcften restauratorischen Richtlinien f\u00fcr Erg\u00e4nzungen an architektonischen Gipsornamenten. Hierf\u00fcr fehlen insbesondere ausf\u00fchrliche Untersuchungen der Eigenschaften der historischen M\u00f6rtel.Inzwischen wurde die historische Technologie des Gipsbrandes in Deutschland rekonstruiert. Die Baustoffmanufaktur Technisches Denkmal Ziegelei Hundisburg e.V. stellt in nach historischen Vorbildern gebauten \u00d6fen Hochbrandgipse her, die in ihren Eigenschaften den mittelalterlichen Gipsm\u00f6rteln sehr nahe kommen. Diese Bindemittel wurden in verschiedenen Restaurierungsarbeiten in Deutschland bereits mit Erfolg verwendet, in Polen sind sie aber bislang kaum bekannt. Vergleichende Untersuchungen historischer Gipsm\u00f6rtel und der auf der Basis der Hundisburger Gipse nachgestellten M\u00f6rtel sollen zur Entwicklung eines auf die denkmalpflegerischen Ziele ausgerichteten M\u00f6rtels f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hochbrandgips zur Restaurierung umweltgesch\u00e4digter architektonischer DetailsDas Forschungsprojekt ist auf die Bed\u00fcrfnisse des Schutzes deutsch-polnischer Kulturg\u00fcter ausgerichtet und beinhaltet die Entwicklung von Reparaturm\u00f6rteln zur Bewahrung von Kulturg\u00fctern aus Gips im Sinne der Umweltvertr\u00e4glichkeit.Gegenstand des Projektes sind die mittelalterlichen Gipsm\u00f6rtel, die ein verbreitetes Baumaterial f\u00fcr architektonische Details im Herrschaftsgebiet des Deutschen Ritterordens waren (Ma\u00dfwerke, Konsolen, Balustraden etc.). [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2469],"class_list":["post-46571","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-polen"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30011\/320","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Jakubek","dbu_stipendiaten_vorname":"Magdalena","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2011-03-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2012-02-29 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"IWT Stiftung Institut f\u00fcr Werkstofftechnik Amtliche Materialpr\u00fcfungsanstalt Bremen Analytische Baustoffmikroskopie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Dr. Herbert Juling","dbu_stipendiaten_email_dienst":"terrakotta@tlen.pl"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46571\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60283,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46571\/revisions\/60283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}