{"id":46567,"date":"2026-05-22T11:10:46","date_gmt":"2026-05-22T09:10:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30011-316\/"},"modified":"2026-05-22T11:10:50","modified_gmt":"2026-05-22T09:10:50","slug":"30011-316","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30011-316\/","title":{"rendered":"Aktueller Zustand des Fisches Alosa fallax im Kurischen Haff"},"content":{"rendered":"<p>Aktueller Zustand des Fisches Alosa fallax im Kurischen HaffEines der globalen Probleme der Menschheit ist die st\u00e4ndige Verringerung der Biodiversit\u00e4t. Die Artenvielfalt ist massiv bedroht. Durch menschliche Nutzung der Natur ist die Rate des Artensterbens 100 bis 1000 mal h\u00f6her als der nat\u00fcrliche Verlust \u0096 alle 12 Minuten stirbt eine Art aus. Weil jede Art auch eine bestimmte Funktion in ihrem Lebensraum hat, sind durch das Artensterben sogar ganze \u00d6kosysteme gef\u00e4hrdet.<br \/>In der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts war die Finte (Alosa fallax), ein heringsartiger Fisch, eine gewerblich genutzte Art. Der Fang aus der Kurischem Haff hat 40 \u0096 60 Tonnen pro Jahr erreicht. In der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts begannen die F\u00e4nge zu sinken und sie hat ihre fischereiliche Bedeutung verloren. Die Ursachen dieses R\u00fcckganges sind bis heute nicht eindeutig gekl\u00e4rt. <br \/>Wegen dieser Situation wurde  diese Art im Jahre 2000 in die zweite Auflage der Roten Liste Russlands aufgenommen. In den letzten Jahren gab es im Kurischen Haff der Ostsee w\u00e4hrend der Fischfangsaison im Mai \u0096 Juni wieder Finten. Einzelne Exemplare erreichen das Gewicht von einem und sogar mehreren Kg. Seit 2005 ist die Finte aus der Roten Liste Litauens gestrichen, seit 2010 aus der Roten Liste des Kaliningrader Gebietes und seit 2011 aus der Roten Liste der Russischen F\u00f6deration. Die Art wurde aus dem Roten Buch Litauens und Russlands gestrichen, weil sich der Bestand wieder erholt hat. <br \/>In der Ostsee der Bundesrepublik war die Finte seit Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts ausgestorben bzw. verschollen. Seit Anfang der 90er Jahre werden wieder zunehmend Finten in der Ostsee und in den inneren K\u00fcstengew\u00e4ssern Vorpommerns gefangen. Die Finte wird daher nach wie vor bundesweit als \u0084stark gef\u00e4hrdet&#8221; eingestuft (BFN 1998) und ist auch im Rahmen der FFH-Richtlinie als gef\u00e4hrdete Fischart von gemeinschaftlichem Interesse (Anhang II der FFH-RL) ausgewiesen. <\/p>\n<p>Das Ziel der Arbeit ist die Bewertung des aktuellen Zustands der Finte (Alosa fallax) in der s\u00fcdlichen Ostsee. Dazu werden gefangene Finten biologisch- und morphometrisch analysiert. Durch genetische Untersuchungen soll erstmals ihre Populationsstruktur innerhalb der Ostsee und ihr Verh\u00e4ltnis zu den Nordseebest\u00e4nden gekl\u00e4rt werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktueller Zustand des Fisches Alosa fallax im Kurischen HaffEines der globalen Probleme der Menschheit ist die st\u00e4ndige Verringerung der Biodiversit\u00e4t. Die Artenvielfalt ist massiv bedroht. Durch menschliche Nutzung der Natur ist die Rate des Artensterbens 100 bis 1000 mal h\u00f6her als der nat\u00fcrliche Verlust \u0096 alle 12 Minuten stirbt eine Art aus. 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