{"id":46512,"date":"2026-05-22T11:10:02","date_gmt":"2026-05-22T09:10:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30010-258\/"},"modified":"2026-05-22T11:10:14","modified_gmt":"2026-05-22T09:10:14","slug":"30010-258","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30010-258\/","title":{"rendered":"Die Einsch\u00e4tzung der Hangstabilit\u00e4t und die Entwicklung der computergest\u00fctzten Modelle f\u00fcr die Prognose"},"content":{"rendered":"<p>Die Einsch\u00e4tzung der Hangstabilit\u00e4t und die Entwicklung der computergest\u00fctzten Modelle f\u00fcr die Progn<\/p>\n<p>Obwohl in den letzten Jahren gro\u00dfe Fortschritte bei der Erkennung, Vorhersage, Schadenminderung und -vermeidung gemacht wurden, fordern Hangbewegungen immer noch einen hohen gesellschaftlichen und \u00f6konomischen Tribut. Die in j\u00fcngerer Zeit stattgefundenen Hangbewegungen demonstrieren die Notwendigkeit eines tieferen Verst\u00e4ndnisses der geologischen und mechanischen Vorg\u00e4nge, die zu einem spontanen Versagen eines nat\u00fcrlichen Hanges f\u00fchren k\u00f6nnen. Fortschritte bei der Beurteilung der Hangrutschgef\u00e4hrdung wird es erst geben, wenn die Ausl\u00f6sevorg\u00e4nge sowie die Kinematik der Bewegungen besser verstanden werden.<\/p>\n<p>Meine Arbeit besteht aus dem Erlernen der Bergrutschungen, die oft in Alpengebirge stattfinden. Der Lehrstuhl f\u00fcr die Ingenieurgeologie, wo ich mein Stipendium hatte, besch\u00e4ftigt sich mit diesen Erscheinungen. Die digitalen und feindetaillen Karten, die mittels ArcGIS-Software gemacht werden, sowie GPS-Kartierung sind sehr n\u00fctzlich f\u00fcr mich. Au\u00dferdem macht mein Lehrstuhl die Modellierung unstabiller H\u00e4nge, Kartierung des Untergrundwassers, bodenmechanische Versuche. W\u00e4hrend des erstes Teil des Stipendiums nahm ich an GIS-Blockkursen, an einem ingenieurgeologischen Gel\u00e4ndepraktikum, an einer Kartierungs\u00fcbung der Hangbewegungen, an der praktischen \u00dcbung &#8220;Alpine Karstologie&#8221; und an den Geologisch-gletscherkundlichen Untersuchungen in der \u00d6tztaler Alpen teil. Vorn sind die Laborversuche, Kartendigitalisierungen, Untersuchungen der Geologie und ingenieurgeologische Gel\u00e4nde\u00fcbung Ostalpen.<\/p>\n<p>Interessant f\u00fcr mich scheint auch die neue Methode der Rutschmassenbeobachtung. Die besteht aus GNSS (Satellitenpositionsmessungen), TPS (ann\u00e4hernd fl\u00e4chendeckende Oberfl\u00e4chenmessungen) und TDR (Bohrungen mit Tiefenmessungen). Die st\u00e4ndig \u00fcbergegebenen Daten k\u00f6nnen in einem 3D-Fr\u00fchwarnsystem benutzt werden. Es ist wichtig f\u00fcr die nutzerzentrierten Warnungsysteme und gibt auch gute Vorstellungen von dem Mechanismus instabillen H\u00e4nge. Im Rahmen meiner Forschung wurde die Methode im Vorfeld der wesentlich komplexeren FE-Analyse angewandt, um einige Fragen vorab kl\u00e4ren zu k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine erste Bewertung der geotechnischen Eingangsparameter und der Modellgeometrie.<\/li>\n<li>Beurteilung der m\u00f6glichen Vereinfachungen f\u00fcr die numerische Modellierung, insbesondere der m\u00f6glichen Zusammenfassung der verschiedenen Lockergesteins-Horizonte (\u201eLayers\u201c).<\/li>\n<li>Entwicklung einer Modellierungsstrategie, die grunds\u00e4tzlich auch f\u00fcr die numerische Modellierung anwendbar ist.Dazu wurde ein Softwareprodukt der Firma Rocscience benutzt. Die Modellierungsstrategie umfasste im Wesentlichen.<\/li>\n<li>Eine Untersuchung der Modellgeometrie, insbesondere Modellaufbau (Anzahl Schichten) und Geometrie der Gleitfl\u00e4che.<\/li>\n<li>Eine Untersuchung der wesentlichsten Einflussfaktoren, insbesondere ges\u00e4ttigte\/trockene Verh\u00e4ltnisse und Auswirkungen von Porenwasser-\u00fcberdrucken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Zusammenhang zwischen ansteigendem Grundwasser und einer damit verbundenen Reduzierung der SRF-Werte (Strength Reduction Factor) konnte nicht im allen Betrachtungen nachgewiesen werden. Bei einzelnen Berechnungen kam es sogar zu einer Stabilisierung des Hanges, was nicht zweifelsfrei begr\u00fcndet bzw. logisch nachvollzogen werden kann. Zusammenfassend kann aus den oben beschriebenen Berechnungen gefolgert werden, dass der Hang trotz dieser hohen Gesteinsparametern unter bestimmten Voraussetzungen versagt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einsch\u00e4tzung der Hangstabilit\u00e4t und die Entwicklung der computergest\u00fctzten Modelle f\u00fcr die Progn Obwohl in den letzten Jahren gro\u00dfe Fortschritte bei der Erkennung, Vorhersage, Schadenminderung und -vermeidung gemacht wurden, fordern Hangbewegungen immer noch einen hohen gesellschaftlichen und \u00f6konomischen Tribut. Die in j\u00fcngerer Zeit stattgefundenen Hangbewegungen demonstrieren die Notwendigkeit eines tieferen Verst\u00e4ndnisses der geologischen und mechanischen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2478],"class_list":["post-46512","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-ukraine"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30010\/258","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Ambroziak","dbu_stipendiaten_vorname":"Mykola","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2010-03-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2010-12-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) Fakult\u00e4t f\u00fcr Bauingenieur- und Vermessungswesen Lehrstuhl f\u00fcr Ingenieurgeologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Kurosch Thuro","dbu_stipendiaten_email_dienst":"mykola.ambroziak@gmx.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46512\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60224,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46512\/revisions\/60224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}