{"id":46501,"date":"2026-05-22T11:10:02","date_gmt":"2026-05-22T09:10:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30010-245\/"},"modified":"2026-05-22T11:10:05","modified_gmt":"2026-05-22T09:10:05","slug":"30010-245","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30010-245\/","title":{"rendered":"Mikrobielle Sulfatreduktion von Bergbauwasser in einem Bioreaktor mit bewegtem Sandbett"},"content":{"rendered":"<p>Mikrobielle Sulfatreduktion von Bergbauwasser in einem Bioreaktor mit bewegtem SandbettAls Resultat menschlicher Bergbauaktivit\u00e4ten entstehen saure Bergbauabw\u00e4sser, auch Acid Mine Drainage (AMD) genannt. AMD ist in den meisten F\u00e4llen Abwasser, das normalerweise hohe Konzentrationen gel\u00f6ster Metalle und oxidierte Schwefelspezies enth\u00e4lt. Solche W\u00e4sser zeigen oft eine typische orange bis gelbliche F\u00e4rbung, die ihre Ursache in den hohen Eisengehalten hat. Aufgrund der chemischen Charakteristik solcher AMD W\u00e4sser k\u00f6nnen z.B. Probleme durch die Kontamination von Trinkwasserreservoirs, Korrosionseffekte an der Infrastruktur durch S\u00e4ureeinwirkung und andere Probleme auftreten. Zum Reinigung der Bergbauabw\u00e4sser k\u00f6nnen die Sulfatreduzierende Bakterien  (SRB) verwendet werden. Es sind die anaerobe Organismen, die keinen Sauerstoff f\u00fcr ihren Metabolismus ben\u00f6tigen. Sie nehmen eine bedeutende Stellung im Kreislauf des Schwefels ein. Sie nutzen Sulfat als terminalen Elektronenakzeptor und gewinnen aus der Reduktion des Sulfats zu Sulfid Energie f\u00fcr ihre Lebensprozesse. Das so entstandene Sulfid kann dann wieder durch andere Mikroorganismen zu elementarem Schwefel oder Sulfat oxidiert werden.F\u00fcr diese biologische Sulfatreduktion wurde ein Bioreaktor mit bewegtem Sandbett eingesetzt. Der Bioreaktor wurde mit einem Mineralsalzmedium beschickt.Die sulfatreduzierende Mischkultur, die in den Bioreaktorversuchen verwendet worden ist,  wurde bereits 2 Monate vor Reaktorstart in Kulturflaschen kultiviert und an Methanol als Substrat adaptiert.Die Konzentration von Sulfat in L\u00f6sung (Zulauf bzw. Ablauf des Bioreaktors) wurde photometrisch bestimmt. Die Gesamtdauer des Versuches betrug 253 Tage. Nach eineinhalb Wochen konnte eine rapide Abnahme der Sulfatkonzentration beobachtet werden. Gesamtzeitraumes von 29 Tagen konnte die Sulfatkonzentration der L\u00f6sung von 2952 mg\/l auf 1157 mg\/l reduziert werden. Der Einfluss des pH-Wertes konnte u.a. an Tag 29 beobachtet werden, da zu diesem Zeitpunkt aufgrund eines Ansteigens des Wertes von 5,92 auf 6,4 eine starke Abnahme der Sulfatkonzentration beobachtet werden konnte.Die Resultate zeigen, dass der Bioreaktor mit bewegtem Sandbett f\u00fcr die biologische Sulfatreduktion einsetzbar ist. Mikrobielle sulfatreduzierende Prozesse mit Methanol k\u00f6nnen in der Praxis f\u00fcr die Behandlung sulfat- und schwermetallhaltiger saurer Bergbauw\u00e4sser (AMD) eingesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mikrobielle Sulfatreduktion von Bergbauwasser in einem Bioreaktor mit bewegtem SandbettAls Resultat menschlicher Bergbauaktivit\u00e4ten entstehen saure Bergbauabw\u00e4sser, auch Acid Mine Drainage (AMD) genannt. AMD ist in den meisten F\u00e4llen Abwasser, das normalerweise hohe Konzentrationen gel\u00f6ster Metalle und oxidierte Schwefelspezies enth\u00e4lt. Solche W\u00e4sser zeigen oft eine typische orange bis gelbliche F\u00e4rbung, die ihre Ursache in den hohen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2473],"class_list":["post-46501","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-tschechien-und-slowakei"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30010\/245","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Blaskova","dbu_stipendiaten_vorname":"Alzbeta","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2010-02-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2010-07-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Technische Universit\u00e4t Bergakademie Freiberg<br>Institut f\u00fcr Biowissenschaften<br>AG Umweltmikrobiologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Michael Schl\u00f6mann","dbu_stipendiaten_email_dienst":"alzbeta.blaskova@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46501","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46501\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60213,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46501\/revisions\/60213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}