{"id":46498,"date":"2026-05-22T11:10:02","date_gmt":"2026-05-22T09:10:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30010-241\/"},"modified":"2026-05-22T11:10:02","modified_gmt":"2026-05-22T09:10:02","slug":"30010-241","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30010-241\/","title":{"rendered":"Der Einfluss von arbuskul\u00e4rer Mykorrhiza auf die Genexpression und die Abgabe von Duftstoffen von Wildem Tabak: Bedeutung f\u00fcr die Landwirtschaft und den biologischen Pflanzenschutz"},"content":{"rendered":"<p>Der Einfluss von arbuskul\u00e4rer Mykorrhiza auf die Genexpression und die Abgabe von Duftstoffen von Wi<\/p>\n<p>Die Mykorrhiza Pflanzen und bestimmte Pilze haben im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte gelernt , in einer engen Assoziation im Boden, der Mykorrhiza, eine \u00e4u\u00dferst erfolgreiche Symbiose miteinander einzugehen. Die Lebensgemeinschaft mit Mykorrhizapilzen stellt Pflanzen mineralische N\u00e4hrstoffe und Wasser zur Verf\u00fcgung und gilt als evolution\u00e4re Grundlage f\u00fcr die Entwicklung der Landpflanzen. Heute ist bekannt, dass arbuskulare Mykorrhiza (AM) insbesondere unter widrigen Bedingungen, wie N\u00e4hrstoffmangel, Trocken-, Salz- oder Schwermetallstress sowie Pathogenbefall, f\u00fcr die Pflanze von Nutzen ist. Der pilzliche AM-Partner wird im Gegenzug mit Kohlenhydraten versorgt. Zum besseren Verst\u00e4ndnis der Interaktion zwischen Pflanze und AM ist es wichtig die Gene zu kennen, die durch die Infektion der Pflanze mit dem Pilz aktiviert oder herunterreguliert werden. Eine Ver\u00e4nderung in der Genexpression gibt wichtige Hinweise, welche Signaltransdutionswege m\u00f6glicherweise durch die Infektion ver\u00e4ndert sind, und damit die Resistenz gegen\u00fcber Sch\u00e4dlingen und Krankheiten beeinflussen. Die \u00fcbergeordnete Zielsetzung des Projektes ist die Untersuchung der Rolle von AM auf Herbivorie, und damit auf die Darwinsche Fitness der Pflanze. Es steht die Frage im Vordergrund, ob AM die Signaltransduktion und die Bildung von Abwehrstoffen gegen\u00fcber Sch\u00e4dlingen beeinflusst. Bei der Abwehr gegen\u00fcber Sch\u00e4dlingen unterscheidet man zwischen direkter und indirekter Abwehr. Die Abgabe fl\u00fcchtiger Pflanzenstoffe als Antwort auf Fra\u00dfsch\u00e4den z\u00e4hlt zu den Mechanismen, die als indirekte Abwehr bezeichnen werden. Diese Pflanzenstoffe fungieren offensichtlich als eine Art Hilferuf. Mit dieser chemischen Duftspur werden n\u00e4mlich Feinde der Sch\u00e4dlinge, wie r\u00e4uberische Insekten oder Parasiten angelockt. Es wurde gezeigt, dass dieser Hilferruf tats\u00e4chlich auch in Freiland funktioniert, und dass bereits einzelne Komponenten der Duftfahne ausreichen, um eine Wirkung zu erzielen (Science, 16.M\u00e4rz 2001.).Bislang liegen nur wenige Untersuchungen vor, die experimentell zeigen konnten, dass Mykorrhiza das Duftstoffbouquet der Pflanze beeinflusst. In N. attenuata konnte gezeigt werden, dass nach Befall mit Herbivoren zuerst die sogenannten Gr\u00fcneblattduftstoffe (\u201egreen leaf volatiles \u2013GLV\u201c wie C6-Alkohole und -Aldehyde), abgegeben werden, danach weitere Volatile wie Hexenyl- und Methylesters und nach 24 Stunden verst\u00e4rkt Terpenoide. Au\u00dferdem geben die Bl\u00fcten ein spezifisches Duftbouquet ab, das unterschiedliche Best\u00e4uber anlockt. Die F\u00e4higkeit der Pflanze zur indirekten Abwehr von Fra\u00dffeinden und die Infektion mit Mykorrhizapilzen findet in der modernen, intensiven Landwirtschaft nur wenig Beachtung, k\u00f6nnte jedoch zur umweltfreundlichen Bek\u00e4mpfung von Schadinsekten in Zukunft an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Einfluss von arbuskul\u00e4rer Mykorrhiza auf die Genexpression und die Abgabe von Duftstoffen von Wi Die Mykorrhiza Pflanzen und bestimmte Pilze haben im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte gelernt , in einer engen Assoziation im Boden, der Mykorrhiza, eine \u00e4u\u00dferst erfolgreiche Symbiose miteinander einzugehen. 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