{"id":46477,"date":"2026-05-22T11:08:39","date_gmt":"2026-05-22T09:08:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30010-218\/"},"modified":"2026-05-22T11:08:51","modified_gmt":"2026-05-22T09:08:51","slug":"30010-218","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30010-218\/","title":{"rendered":"Die Integration alternativer Energiequellen ins Stromnetz und in den Energiemarkt"},"content":{"rendered":"<p>Die Integration alternativer Energiequellen ins Stromnetz und in den EnergiemarktIm Jahr 1991 haben sich die Vorstellungen \u00fcber die Weiterentwicklung der Energieversogung in Deutschland stark ver\u00e4ndert. Damals wurde entschieden, dass zuk\u00fcnftig mehr Energie mit Hilfe von alternativen Energiequellen erzeugt werden muss. Um die Entwicklung der Branche von erneuerbaren Energien zu f\u00f6rdern, setzte die deutsche Regierung am 1. Januar 1991 das Stromeinspeisungsgesetz (StrEG) in Kraft. Dieses wurde am 1. April 2000 durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) abgel\u00f6st. Beide Gesetze vepflichten die Netzbetreiber Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig abzunehmen und garantieren den \u00d6kostromanbietern  festgelegte Verg\u00fctungss\u00e4tze f\u00fcr 20 Jahre. Im Zeitraum von 1991 bis 2009 ist der Anteil der alternativen Energie im Bruttostromvebrauch Deutschlands von 3% auf \u00fcber 16% gestiegen. Gem\u00e4\u00df EEG muss der Strom aus eneuerbaren Energien 30 % des Stromverbrauchs Deutschlands bis zum Jahr 2020 decken. In der Europ\u00e4ischen Union muss der Anteil der erneuerbaren Energien im Gesamenergieverbrauch auf bis zu 20 % steigen.Die Erh\u00f6hung des Anteils regenerativer Energien ver\u00e4ndert die klassische Strom- und W\u00e4meversorgung massiv. Der \u00dcbergang vom zentralen zum dezentralen Energieerzeugungmodel ist nicht nur mit der Ver\u00e4nderung des Konzeptes der Energieerzegung sondern auch mit der deutlichen Ver\u00e4nderungen der Struktur des Stromnezes und vielen weiteren Herausforderungen verbunden. Aus diesem Grund wollte ich die w\u00e4hrend des meinen Studiums und der praktischen T\u00e4tigkeit im Bereich Energietechnik erworbenen Kenntnisse vertiefen und die technischen Probleme bei den Anschl\u00fcssen von Eigenerzeugungsanlagen an das Stromnetz n\u00e4her kennenlernen. W\u00e4hrend der ersten sechs Monate meiner Forschung bei der envia Netz GmbH besch\u00e4ftigte ich mich mit den Herausforderungen, welche mit den Anschl\u00fcssen von Eigenerzeugungsanlgen ans Mittelspannungsnetz verbunden sind. Dabei analysierte ich die Normen und Richtlinien und die hierin bestimmten technischen Anforderungen f\u00fcr den Aschluss von Erzeugungsanlagen an das Stromnetz. Au\u00dferdem lernte ich den Ausbau und die Netzr\u00fcckwirkungen von den Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kennen. Um die Grobplanung der Anschl\u00fcssen von Eigenerzeugungsanlagen ans Netz selbst\u00e4ndig durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, lernte ich spezielle Software kennen und sammelte praktische Erfarungen durch die Mitarbeit bei den Anschlussbewertungen.Die Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werden nicht nur ans Mittespnungsnetz, sondern auch ans Hochspannungs- und Niederspannungsnetz angeschlosen. Die Anschl\u00fcsse von Eigenerzeugungsanlagen ans NS-Netz k\u00f6nnen nicht nur zu unzul\u00e4ssigen \u00dcberlastungen der Netzbetriebsmittel f\u00fchren sondern auch die Qualit\u00e4t der Vesorgungsspannung deutlich verringern. Sehr oft wird bei dem Anschluss von Stromquellen ans NS-Netz die zul\u00e4ssige Grenze der Spannungs\u00e4nderungen (Laut EN 50160 \u00b1 10 %) \u00fcbeschritten. Liegt die Spannungsh\u00f6he im unzul\u00e4ssigen Bereich, k\u00f6nnen die elektrischen Gr\u00e4te besch\u00e4digt werden. Laut der technischen Richtlinien k\u00f6nnen die Erzeugungsanlagen nicht nur dreiphasig (symetrisch), sondern auch einphasig (unsymmetrisch) an das Niederspannungsnetz angschlossen werden. Bei dem Anschluss von unsymmetrischen Erzeugungsanlagen werden die Spannungs\u00e4nderungen deutlich h\u00f6her als bei dem Anschluss von Drehstromanlagen. Dabei ist die Ermittlung von Spannungs\u00e4nderungen bei der unsymmetrischen Einspeisung sehr kompliziert. Laut der Richtlinie \u0084Technische Regeln zur Beurteilung der Netzr\u00fcckwirkungen\u0093 kann man in der Praxis annehmen, dass die Spannungsanhebung der einphasigen Einspeisung den sechsfchen Wert im Vergleich zu gleicher symmetrisch angeschlossener Leistung betr\u00e4gt. Trotzdem m\u00fcssen die Spannungs\u00e4nderungen oft bei den netztechnischen Berechnungen genau ermittelt werden. Aus diesem Grund habe ich mein Augenmerkt auf die Entwicklung eines  praxisorientierten Verfahrens zur Berechnung der Spannungs\u00e4nderungen bei der unsymmetrschen Einspeisung im Niederspannungsnetz gerichtet. In der Praxis werden die Eigenerzeugungsanlagen nicht nur einphasig, sondern auch zweiphsig angeschlossen. Bei dem Anschluss von dreiphasigen Erzeugungsanlagen, kann die angeschlossene Leistung in jeder Phase unterschiedlich sein. Dabei wird bei dem Anschluss von elektrischen Anlagen ans Netz die Sternschaltung oder Dreieckschaltung verwendet. Die Vielzahl von Zuschaltvarianten von Anlagen macht die Berechnung von Spannungs\u00e4ndrungen im Niederspannungsnetz sehr kompliziert. Trotz dem konnte ich ein EXCEL-Tool erstellen, das mit der Ber\u00fccksichtigung der Verschaltung von Erzeugungsanlgen die Ermittlung der Spannungs\u00e4nderungen im Netz erm\u00f6glicht. Dabei weden in Abh\u00e4ngigkeit von den Netzparametern und Daten der dezentralen Erzeugungsanlgen die Spannungs\u00e4nderungen in jeder Phase mit hoher Genauigkeit berechnet. Damit hat das Tool praktische Bedeutung und kann als Hilfstool bei der Planung der Aschl\u00fcsse von Eigenerzeugungsanlagen an das Niederspannungsnetz verwendet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Integration alternativer Energiequellen ins Stromnetz und in den EnergiemarktIm Jahr 1991 haben sich die Vorstellungen \u00fcber die Weiterentwicklung der Energieversogung in Deutschland stark ver\u00e4ndert. Damals wurde entschieden, dass zuk\u00fcnftig mehr Energie mit Hilfe von alternativen Energiequellen erzeugt werden muss. 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