{"id":46472,"date":"2026-05-22T11:08:39","date_gmt":"2026-05-22T09:08:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30009-213\/"},"modified":"2026-05-22T11:08:48","modified_gmt":"2026-05-22T09:08:48","slug":"30009-213","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30009-213\/","title":{"rendered":"Beurteilung der \u00f6kotoxikologischen Effekte von 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-diol (TMDD)"},"content":{"rendered":"<p>Beurteilung der \u00d6kotoxikologischen Effekte von 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-diol (TMDD)In deutschen Fl\u00fcssen wird zunehmend eine Chemikalie gemessen, deren Wirkung auf Umwelt und Leben derzeit nicht gekl\u00e4rt ist. TMDD (2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-4,7-diol) ist ein nicht-ionisches Tensid, das f\u00fcr diverse industrielle Zwecke eingesetzt wird, da es die Oberfl\u00e4chenspannung erniedrigt und damit die Benetzbarkeit erh\u00f6ht. Typische Anwendungsgebiete sind Druckertinten, Entsch\u00e4umungs- und Dispersionsmittel. Es wird allein in Deutschland \u00fcber tausend Tonnen TMDD pro Jahr hergestellt. Dieser Stoff ist im Wasser \u00e4u\u00dferst stabil und nach vorliegenden Informationen unter Kl\u00e4ranlagenbedingungen mikrobiell nur schwer abbaubar. Durch diese Eigenschaften ist TMDD in der Natur persistent. \u00dcber die Toxizit\u00e4t von TMDD wei\u00df man jedoch nur wenig, und eine \u00f6kotoxikologische Bewertung ist \u00fcberf\u00e4llig. Das Ziel des vorliegenden Projekts ist es daher, allgemeine Toxizit\u00e4t und spezifischen Effekte von TMDD auf Aquatische Organismen zu untersuchen. Durch \u00f6kotoxikologische Screeningtests kann das Ausma\u00df des biologischen Sch\u00e4digungspotentials bestimmt werden. Aus diesem Zweck wurden mit einer Fischzelllinie ein Zelltoxizit\u00e4tstest sowie zwei Gentoxizit\u00e4tstests durchgef\u00fchrt. Die embryotoxische und endokrine Wirkung von TMDD wurde mit dem Zebrafisch (Danio rerio) untersucht. Zus\u00e4tzlich wurde bei belastete Zebrafische nach histologischen Ver\u00e4nderungen in Leber, Kieme, Schilddr\u00fcse und Gonade gesucht. Die durchgef\u00fchrten Zelltests weisen sowie auf zelltoxisches als auch auf gentoxisches Potenzial von TMDD hin. Der Embryotest mit dem Zebrab\u00e4rbling zeigt bereits nach 24 Stunden Effekte. Bei niedrigeren TMDD-Konzentrationen konnten Ver\u00e4nderungen wie Entwicklungsz\u00f6gerungen, \u00d6dembildungen und St\u00f6rungen im Blutkreislauf beobachtet werden. Bei den h\u00f6chsten Konzentrationen waren die Fischeier nach wenigen Stunden koaguliert. Die Ergebnisse der endokrine und der histologischen Untersuchungen sind zur Zeit unter Bearbeitung. TMDD wurde bisher als gering toxisch f\u00fcr aquatische Organismen eingestuft. Subletale Effekte aus Langzeitexperimenten, Daten zur Gentoxizit\u00e4t, Embryotoxizit\u00e4t und endokrinen Wirkung wurden jedoch soweit nicht ermittelt. Die vorliegende Studie schlie\u00dft diese Datenl\u00fccken, daher ist es ein wichtiger Ausgangspunkt zum Orientierung. Die Risikobewertung von TMDD ist weiterhin schwierig, da die Effektschwellen \u00fcber den in der Umwelt gemessenen Konzentrationen liegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beurteilung der \u00d6kotoxikologischen Effekte von 2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-diol (TMDD)In deutschen Fl\u00fcssen wird zunehmend eine Chemikalie gemessen, deren Wirkung auf Umwelt und Leben derzeit nicht gekl\u00e4rt ist. TMDD (2,4,7,9-Tetramethyl-5-decyn-4,7-diol) ist ein nicht-ionisches Tensid, das f\u00fcr diverse industrielle Zwecke eingesetzt wird, da es die Oberfl\u00e4chenspannung erniedrigt und damit die Benetzbarkeit erh\u00f6ht. Typische Anwendungsgebiete sind Druckertinten, Entsch\u00e4umungs- und Dispersionsmittel. Es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2474],"class_list":["post-46472","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-ungarn"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30009\/213","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Vincze","dbu_stipendiaten_vorname":"Krisztina","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2009-09-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2010-08-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Ruprecht-Karls-Universit\u00e4t Heidelberg<br>Institut f\u00fcr Zoologie,<br>Aquatische \u00d6kologie und Toxikologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Thomas Braunbeck","dbu_stipendiaten_email_dienst":"viklaat@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46472","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46472\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60184,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46472\/revisions\/60184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}