{"id":46465,"date":"2026-05-22T11:08:39","date_gmt":"2026-05-22T09:08:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30009-206\/"},"modified":"2026-05-22T11:08:45","modified_gmt":"2026-05-22T09:08:45","slug":"30009-206","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30009-206\/","title":{"rendered":"Kennenlernen der verschiedenen Kompostierungstechniken und der Organisation in der Abfallverwertung"},"content":{"rendered":"<p>Kennenlernen der verschiedenen Kompostierungstechniken und der Organisation in der AbfallverwertungMeine Zielsetzung war die Kompostierung in der Praxis kennenzulernen und Erfahrungen von Ort zu sammeln, um einen \u00dcberblick \u00fcber bayerische Kompostierungsanlagen \u0096 meistens mit Verarbeitungskapazit\u00e4t unter 6000 t pro Jahr \u0096 zu erhalten und auch theoretische Fachkenntnisse zu bekommen.In den Siedlungsabf\u00e4llen betr\u00e4gt der Anteil des biologisch abbaubaren Gr\u00fcngut- und Bioabfalls meistens abh\u00e4ngig von der Siedlungsstruktur ca. 27-40 %. Die Nebenprodukte der Landschaftspflege und die Erntereste der landwirtschaftlichen Ackerbaufl\u00e4chen stellen auch noch eine bedeutende Menge dar. Um diese n\u00e4hrstoffhaltige Materialien wieder verwerten zu k\u00f6nnen und die Bodenfruchtbarkeit und den Humusbilanz mittels nat\u00fcrliches Bodenverbesserungsmittels wiederherzustellen, hat die Kompostierung eine wichtige Rolle \u00fcbernommen.Kompostierung ist ein nat\u00fcrlicher simultaner Abbau- und Aufbauprozess von biologisch abbaubaren Stoffen. W\u00e4hrend der Zersetzung der organischen Materialien entstehen mineralische Stoffen wie z.B. CO2, H2O, NO3 sowie sogenannte Huminstoffe, die in sehr unterschiedlichen Strukturen vorkommen. Es werden viele verschiedene N\u00e4hrstoffe eingelagert, die zu einem entsprechenden Zeitpunkt f\u00fcr die Pflanzen frei gesetzt werden.In den Kompostierungsanlagen laufen die gleichen biologischen Prozesse wie in der Natur ab, nur mit dem Unterschied der Prozessgeschwindigkeit. In der Prozessbeschleunigung (Abbau und Aufbau) spielt nicht nur der gew\u00e4hlte Anlagetyp sondern auch die Betriebsf\u00fchrung eine wichtige Rolle. Mit der entsprechenden Steuerung der Temperatur, des pH-Wertes, des Wasser- und Sauerstoffgehaltes, der Materialmischung und des C\/N Verh\u00e4ltnisses der Ausgangmaterialien \u0096 um nur die wichtigsten Faktoren zu erw\u00e4hnen \u0096 ist es m\u00f6glich, in den verschiedenen Anlagentypen das Produkt Kompost in ca. 8 bis 52 Wochen herzustellen.Das nat\u00fcrliche Bodenverbesserungsmittel Kompost nimmt eine wichtige Rolle ein, besonders zu Zeiten, in denen die Bodenfruchtbarkeit im gro\u00dfen Teil nur mit Chemikalien gesichert ist. Nicht nur der N\u00e4hrstoffgehalt, sondern auch die Bodenstruktur gew\u00e4hrleistet die langfristige Bodenfruchtbarkeit.Nach der Ergebnisse der bifa Studie \u0084\u00d6koeffizient Verwertung von Bioabfall und Gr\u00fcngut\u0093 (bifa-Text Nr. 47)  \u00fcbernimmt die Kompostierung eine bedeutende Rolle (neben den Biogasanlagen) in den kommenden Jahrzehnten im Bereich der umweltfreundlichen Abfallentsorgung.Ich habe theoretische und praktische Erfahrungen \u00fcber Methoden und Ergebnisse bei der Kompostierung beim und mithilfe des Bayerisches Landesamt f\u00fcr Umwelt erhalten. Die theoretischen Fachgrundlagen konnte ich mir durch das Studium verschiedener Fachliteratur erarbeiten.Literaturangaben zum Studium der theoretischen Fachkenntnisse:\u0095 Vom Gr\u00fcngut zum Kompost \u0096 Bayerisches Staatsministerium f\u00fcr Landesentwicklung und Umweltfragen \u0096 Juli 1991\u0095 \u0084Biom\u00fcllverwertung durch Kompostierung\u0093 von der Seite 331 im Buch \u008450 -jahre Abfallwirtschaft in der Steiermark \u0096 Graz 2005\u0093\u0095 Dezentrale Kompostierung im Landkreis Kronach \u0096 Vor- und Nachteile, neue Aspekte, Thomas Mattes, Landkreis Kronach \u0096 Augsburg 2002\u0095 VDMA-Einheitsblatt \u0096 Anlagen und Komponenten zur aeroben Abfallbehandlung (Kompostierung biogener Abf\u00e4lle) VDMA 24216 \u0096 Juni 1997 \u0096 Zu beziehen durch Beuth-Verlag GmbH, 10772 Berlin\u0095 Kompost, G\u00fctesicherung, RAL-GZ 251 \u0096 Februar 2007\u0095 Fachtechnische Hinweise zur Planung, Errichtung und zum Betrieb von Kompostieranlagen \u0096 Bayerisches Landesamt f\u00fcr Umweltschutz \u0096 April 1994\u0095 Merkblatt &#8220;Kompostierung von Pflanzenabf\u00e4llen auf dezentralen Kompostierungspl\u00e4tzen&#8221; \u0096 Nds. Umweltministerium \u0096 14.10.2003\u0095 VDI-Richtlinien (VDI 3475), Emissionsminderung, Biologische Abfallbehandlungsanlagen (Kompostierung und (Co-) Verg\u00e4rung, Anlagenkapazit\u00e4t bis ca. 6000 t\/a \u0096 D\u00fcsseldorf 2005 \u0096 Zu beziehen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin\u0095 Stand der Technik der Kompostierung (Richtlinie des Bundesministeriums f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) \u0096 10.02.2005 (\u00f6sterreichische Literatur)\u0095 Stand der Technik der Kompostierung, Grundlagenstudie \u0096 lebensministerium.at \u0096 29.09.2005\u0095 DLG-Fortbildungstage: Kompostierung und Anwendung von Kompost &#8211; Seminarunterlagen, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. \u0096 1994\u0095 Die Eigenkompostierung von Bioabf\u00e4llen \u0096 Bayerisches Landesamt f\u00fcr Umweltschutz, 1994 \u0096 2. \u00fcberarbeitete Anlage\u0095 Bioabfallkompostierung \u0096 Verfahren und Verwertung \u0096 Bayerisches Landesamt f\u00fcr Umweltschutz 1997\u0095 PDK Scheffold \u0096 Kompostierung von Abf\u00e4llenDie praktischen Umsetzungen konnte ich bei Anlagebesichtigungen kennen lernen. Das Ziel der Anlagebesichtigungen war die Sammlung der Daten und der Erfahrungen der Betriebsleiter. Folgende Anlagen wurden von mir besichtigt (in der Reihefolge der Besichtigungen):\u0095 H\u00f6llriegl Umweltservice \u0096 Thonhausen, UrsensollenBioabfall- und Gr\u00fcngutkompostierung in offenen Dreieckmieten mit SESO und CMC Technik\u0095 Fa. Hahn \u0096 PfetterGr\u00fcngutkompostierung in einem gro\u00dfen HaufwerkHolzaufbereitung f\u00fcr Biomassekraftwerke\u0095 LK Regensburg betriebene Kompostierungsanlage \u0096 RegenstaufGr\u00fcngutkompostierung in Tafelmieten(\u0095 Entsorga Enteco \u0096 K\u00f6lnKennenlernen der Kompostierungsmaschinen und Marken)\u0095 Fa. Bl\u00fcmel \u0096 TeugnGr\u00fcngutkompostierung in Tafelmieten, Nassverg\u00e4rung und Nachkompostierung des Bioabfalls und der Speisereste, Nawaro Verg\u00e4rung\u0095 Frieding, Landkreis ChamGr\u00fcngutkompostierung in Tafelmieten\u0095 Fa. ERC GmbH \u0096 Roding, Landkreis ChamBiom\u00fcllkompostierung in \u00fcberdachten Dreieckmieten, Nassverg\u00e4rung f\u00fcr Speisereste \u0095 Abfallbehandlungsanlage in Dettendorf, Landkreis Neustadt a. d. AischGr\u00fcngutkompostierung, Trockenverg\u00e4rung f\u00fcr Bioabfall, Nachkompostierung mit Gr\u00fcngutzusatz, Wertstoffhof\u0095 K\u00e4\u00dfmeyer GmbH \u0096 ErkheimGr\u00fcngutkompostierung mit l\u00e4ngerer Vorrotte und intensiver \u00fcberdachten Hauptrotte in Dreieckmieten, Nassverg\u00e4rung f\u00fcr Bioabfall, Holzaufbereitung\u0095 Fa. Gerner \u0096 Taiskirchen in \u00d6sterreichBioabfall- und Gr\u00fcngutkompostierung in Top-Vlies abgedeckten Dreieckmieten\u0095 Fa. AVV Abfallverwertungsanlage \u0096 M\u00fcllverbrennungsanlage, Kompostierungsanlage (automatisch, Wendelin Technik)\u0095 Neumarkt i. d. Oberpfalz, Gr\u00fcngut- und Bioabfallkompostierung in \u00fcberdachten DreieckmietenMit den Informationen aus den Anlagenbesichtigungen habe ich Berichte erstellt, in den die wichtigsten Informationen thematisch zusammengestellt wurden. Die wichtigsten Inhaltspunkte sind: (1) Tats\u00e4chlicher Fl\u00e4chenbedarf der Anlage (Gr\u00f6\u00dfe der Mietenfl\u00e4che, der Anlieferungsfl\u00e4che, der Zufahrt, der Lagerfl\u00e4che, des Sickerwasserbeh\u00e4lters), (2) Befestigung, (3) verwendete Technik, (4) Liste der angenommenen Rohstoffen, (5) Materialzusammensetzung, (6) verwendete Zusatzstoffe, -materialien, Impfstoffe, (7) Daten der Dichtigkeit f\u00fcr verschiedene Ausgangmaterialien, (8) Steuerung der Temperatur und des Sauerstoffgehaltes und des C\/N Verh\u00e4ltnisses, (9) Basisausstattung, (10) Maschinenpark, (11) obligatorische T\u00e4tigkeiten und n\u00fctzliche Ideen zur Kontrollierbarkeit des Kompostierungsprozesses, (12) Sickerwasserverwertung, (13) Schwierigkeiten, Probleme des Betriebes, (14) Siebungsgr\u00f6\u00dfe und Verwertungswege des Produktes, Erde-Kompost Mischungen, (15) Kosten des Produktes.Durch diese Erfahrungen lernte ich die Bedeutung der Kompostierung zu verstehen und konnte mir eine Meinung zur Bewertung der verwendeten Verfahrenstechniken bei kleineren Kompostierungsanlagen bilden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennenlernen der verschiedenen Kompostierungstechniken und der Organisation in der AbfallverwertungMeine Zielsetzung war die Kompostierung in der Praxis kennenzulernen und Erfahrungen von Ort zu sammeln, um einen \u00dcberblick \u00fcber bayerische Kompostierungsanlagen \u0096 meistens mit Verarbeitungskapazit\u00e4t unter 6000 t pro Jahr \u0096 zu erhalten und auch theoretische Fachkenntnisse zu bekommen.In den Siedlungsabf\u00e4llen betr\u00e4gt der Anteil des biologisch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2474],"class_list":["post-46465","moe-fellowship","type-moe-fellowship","status-publish","hentry","tag-ungarn"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"30009\/206","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Kozma-Nemeth","dbu_stipendiaten_vorname":"Luca","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2009-09-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2010-02-28 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Bayerisches Landesamt f\u00fcr Umwelt Abfallinformationsstelle, Fachdateien","dbu_stipendiaten_betreuer":"Josef Schmederer","dbu_stipendiaten_email_dienst":"nemethluca84@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/moe-fellowship"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46465\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60177,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/moe-fellowship\/46465\/revisions\/60177"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46465"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46465"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}