{"id":46464,"date":"2026-05-22T11:08:39","date_gmt":"2026-05-22T09:08:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30009-205\/"},"modified":"2026-05-22T11:08:44","modified_gmt":"2026-05-22T09:08:44","slug":"30009-205","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30009-205\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne Beschaffung"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne BeschaffungStaatliche Stellen in Europa geben j\u00e4hrlich ca. 16 % des Bruttoinlandsproduktes der EU f\u00fcr die Beschaffung von G\u00fctern und Dienstleistungen aus. Allein in Deutschland verf\u00fcgen Bund, L\u00e4nder und Kommunen mit j\u00e4hrlichen Ausgaben f\u00fcr die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen in H\u00f6he von insgesamt ca. 260 Mrd. Euro \u00fcber ein enormes Marktpotential. Diese Marktmacht verst\u00e4rkt zu nutzen, um umweltpolitische Ziele zu f\u00f6rdern, ist daher in den letzten Jahren international und auf EU-Ebene zunehmend als Instrument anerkannt und empfohlen worden.Umweltfreundliche \u00f6ffentliche Beschaffung ist die bewusste Auswahl umweltfreundlicher Produktalternativen durch Beschaffungsstellen der \u00f6ffentlichen Hand. Die \u00f6ffentliche Hand ist mit ihren zahlreichen Institutionen \u0096 wie Ministerien, \u00c4mtern, Anstalten und anderen Dienststellen, Schulen und Hochschulen, Kinderg\u00e4rten, kommunalen Unternehmen und Museen bis hin zu Polizei, Feuerwehr und Zoll \u0096 ein bedeutender Konsument von Waren und Dienstleistungen.Die \u00f6ffentliche Hand sollte mit ihrem eigenen Konsumverhalten ein positives Beispiel f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung und die Unternehmen setzen. Denn ohne eine solche Vorbildfunktion werden die eigenen umweltpolitischen Ziele unglaubw\u00fcrdig.Gleichzeitig besteht durch das gro\u00dfe Volumen der \u00f6ffentlichen Beschaffung die M\u00f6glichkeit, gezielt die Markteinf\u00fchrung innovativer umweltfreundlicher Waren und Dienstleistungen mit deren Einkauf zu unterst\u00fctzen. Eine solche umweltfreundliche \u00f6ffentliche Beschaffung kann langzeitig ein wichtiges Element einer \u00f6kologischen Industriepolitik und ein wesentlicher Beitrag zur \u00f6kologischen Modernisierung sein. Durch st\u00e4rkere Nachfrage nach umweltfreundlichen Produktalternativen sind Anpassungen der Hersteller und des Handels zu erwarten, die auch preissenkend wirken.Die Gesamtkosten umweltfreundlicher Alternativen sind nicht grunds\u00e4tzlich h\u00f6her als die konventioneller Waren und Dienstleistungen: bei einer Ber\u00fccksichtigung der gesamten Lebenszykluskosten ergeben sich sogar vielfach Chancen zu deutlichen Kosteneinsparungen, weil umweltfreundliche Produkte zwar oftmals mit h\u00f6heren Investitionskosten beziehungsweise Einkaufspreisen verbunden sind, jedoch einen niedrigeren Verbrauch von Betriebs- und Hilfsstoffen in der Nutzungsphase und\/oder niedrigere Entsorgungskosten aufweisen. So sind etwa Fahrzeuge mit innovativen, verbrauchsarmen Antriebstechnologien in der Anschaffung meist etwas teurer, wegen der niedrigeren Treibstoffkosten werden diese Mehrkosten aber \u00fcber die Lebensdauer des Fahrzeugs mehr als amortisiert. Durch eine konsequente Anwendung des Prinzips der Lebenszykluskostenrechnung (Life Cycle Costing, LCC) \u0096 also der Berechnung und Bewertung aller Kosten, die mit einem bestimmten Produkt verbunden sind und die direkt durch einen oder mehrere Akteure im Lebenszyklus dieses Produkts getragen werden \u0096 k\u00f6nnen somit echte Win-win-Situationen entstehen. Das hei\u00dft, eine verminderte Umweltbelastung kann mit einer Entlastung der \u00f6ffentlichen Haushalte Hand in Hand gehen.Des Weiteren die Umsetzung von Gr\u00fcne Beschaffung kann auch ein politischer Aspekt haben. Wenn die Regierung die die Leistung derzeitig hat verwendet die gr\u00fcne Beschaffung sichtbar, kann auch ein positiv Beurteilung f\u00fcr sich erwerben.Eine die gr\u00f6\u00dfte Hemmnisse von gr\u00fcne Beschaffung in Deutschland sind die mangelndes Wissen \u00fcber die Umwelt und \u00f6kologische Kriterien Entwicklung und in Ungarn dazu kommt noch die fehlende Management \/ politische Unterst\u00fctzung.Ich meine, dass Umweltfreundliche Beschaffung die aktivste und demonstrativste M\u00f6glichkeit f\u00fcr Umweltschutz ist, deswegen habe ich dieses Projekt Thema gew\u00e4hlt. Auf Grund meiner praktischen Erfahrung die ich in Deutschland, bei der BSU GmbH mache, m\u00f6chte ich auch in Ungarn ein gr\u00fcnes Beschaffungs System entwickeln, das Leitf\u00e4den und Beratung Service anbietet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne BeschaffungStaatliche Stellen in Europa geben j\u00e4hrlich ca. 16 % des Bruttoinlandsproduktes der EU f\u00fcr die Beschaffung von G\u00fctern und Dienstleistungen aus. Allein in Deutschland verf\u00fcgen Bund, L\u00e4nder und Kommunen mit j\u00e4hrlichen Ausgaben f\u00fcr die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen in H\u00f6he von insgesamt ca. 260 Mrd. Euro \u00fcber ein enormes Marktpotential. 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