{"id":46427,"date":"2026-05-22T11:08:16","date_gmt":"2026-05-22T09:08:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/moe-fellowship\/30009-161\/"},"modified":"2026-05-22T11:08:21","modified_gmt":"2026-05-22T09:08:21","slug":"30009-161","status":"publish","type":"moe-fellowship","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/moe-fellowship\/30009-161\/","title":{"rendered":"Eine vergleichende Gefahrenpotenzialanalyse von Methyl-Triclosan und Triclosan. Struktur-Wirkungsbeziehungen und Erhebung von (\u00f6ko-)toxikologischen Kenndaten"},"content":{"rendered":"<p>Eine vergleichende Gefahrenpotenzialanalyse von Methyl-Triclosan und Triclosan.Jedes Jahr werden viele Substanzen (oft in gro\u00dfen Mengen) in die Umwelt eingeleitet, ohne dass ein ausreichendes Wissen \u00fcber deren m\u00f6gliche Effekte auf Mensch und Umwelt vorhanden ist. Eine von diesen Substanzen ist Triclosan, aktuelles Objekt meiner Forschung. Triclosan ist ein weit verbreitetes Biozid, verwendet als Zusatz in vielen K\u00f6rperpflegemitteln, als Konservierungsmittel in Kosmetika, in Zahnpasta und in pharmazeutischen Pr\u00e4paraten. Die Chloroorganische, phenolische Verbindung gelten als persistent, aber als nur gering bioakkumulierend. In die Umwelt wurde Triclosan haupts\u00e4chlich in Kl\u00e4rschl\u00e4mmen, Kl\u00e4ranlagenabl\u00e4ufen, Flie\u00dfgew\u00e4ssern, Sedimenten und in der aquatischen Biota nachgewiesen. Aufgrund der Toxizit\u00e4t gegen\u00fcber aquatischen Organismen in der EU als ?umweltgef\u00e4hrlich? eingestuft. In Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser unterliegt das Triclosan dem photolytischen Abbau. Hingegen, scheint das biologische Transformationsprodukt, Methyl-Triclosan, stabiler gegen\u00fcber photolytischen Prozessen zu sein. Zus\u00e4tzlich konnte f\u00fcr Methyl-Triclosan, aufgrund der erh\u00f6hten Lipophilie im Vergleich zu Triclosan, eine st\u00e4rkere bioakkumulation in Algen, Garnelen und in Fischgeweben gefunden werden. Methyl-Triclosan wei\u00dft also eine h\u00f6here Persistenz und ein gr\u00f6\u00dferes Bioakkumulationspotenzial als Triclosan auf. Aufgrund der gro\u00dfen Eintragsmengen von Triclosan steht zu bef\u00fcrchten, dass sich die Konzentration von Methyl-Triclosan in der Umwelt kontinuierlich erh\u00f6hen wird und entsprechend m\u00f6gliche Schadwirkungen f\u00fcr Mensch und Umwelt immer wahrscheinlicher werden.Bis jetzt gibt es leider nur wenige \u00f6kotoxikologische Daten zu Methyl-Triclosan. Eine \u00f6kotoxikologische Charakterisierung von Methyl-Triclosan hat eine hohe Umweltrelevanz, weil bestehende Wissensdefizite reduziert werden k\u00f6nnen und dabei helfen kann, die m\u00f6glichen Gefahren, die mit dem Einsatz dieser Chemikalien f\u00fcr Mensch und Umwelt einhergehen, besser zu verstehen. Diese Wissensl\u00fccken zu reduzieren und eine erste Gefahrenpotenzialanalyse dieser Chemikalie durchzuf\u00fchren ist das Hauptziel meines Projektes. Diese Analyse beruht zum einen auf dem theoretischen Konzept der Struktur-Wirkungsbeziehungen (T-SAR = Thinking in Structure-Activity Relationship) und zum anderen auf experimentell bestimmten \u00f6kotoxikologische Daten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine vergleichende Gefahrenpotenzialanalyse von Methyl-Triclosan und Triclosan.Jedes Jahr werden viele Substanzen (oft in gro\u00dfen Mengen) in die Umwelt eingeleitet, ohne dass ein ausreichendes Wissen \u00fcber deren m\u00f6gliche Effekte auf Mensch und Umwelt vorhanden ist. Eine von diesen Substanzen ist Triclosan, aktuelles Objekt meiner Forschung. 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